Betriebliche Altersvorsorge soll nach Ausbildungsabbruch privat gezahlt werden, ist das normal?

Hallo.
Ich hatte im August letzten Jahres eine Ausbildung angefangen, und eine betriebliche Altersvorsorge bei der AXA gestartet. Jeden Monat ging das Geld dafür von meinem Bruttoverdienst ab.
Nun musste ich aus gesundheitlichen Aspekten (Schichtdienst, starke Belastung) die Ausbildung abbrechen.
Was mich schockiert hat: Die Betriebliche Altersvorsorge soll ich jetzt aus eigener Tasche privat weiter zahlen. Hab für Juni und Juli Rechnungen bekommen.
Was nicht gerade einfach ist, da ich erstmal nichts mehr verdiene, bis ich was neues gefunden hab...

Vielleicht stand das auch im ursprünglichen Vertrag bei und ich habs übersehen... aber mir hat jeder im Betrieb gesagt wie toll das ist, jeder hat da diese Vorsorge, auch die anderen Azubis dort hatten sie. Aber ich habe auch niemals damit gerechnet, dass ich die Ausbildung dann abbreche. Diese Situation habe ich nicht im Kopf gehabt... Was in dem Fall passieren würde. Ich dachte brteiblich ist betrieblich und wird nicht privat wenn man nicht mehr dort arbeitet.

Ich bin aus den ganzen Vertragsunterlagen nicht schlau geworden. Ich werde da sobald wie möglich anrufen.
Aber was mach ich jetzt? Laut Internet kann man sowas nicht so einfach kündigen. Kann ich das irgendwie auf Beitragsfrei schalten während ich keine Arbeit habe?

Ist das überhaupt normal dass die BETRIEBLICHE Altersvorsorge Privat weiter läuft, obwohl man gar nicht mehr in einem BETRIEB ist? Mein Ausbildungsvertrag wurde zum 30.04. aufgehoben, also es ist schon alles abgewickelt.
Hoffe hier hat jemand Erfahrungen damit gemacht, oder weiß wie ich am besten vorgehen soll...
Danke schonmal für jede Antwort :)

Geldanlage, Altersvorsorge, Rente, Ausbildung, Betriebliche Altersvorsorge, Direktversicherung, Versicherung
1 Antwort
Direktversicherung - weiterführen, ruhen lassen oder kündigen?

Hallo allerseits,

ich zahle seit dem 1.12.2002 halbjährlich 876,-E (also 1752,-E jährlich) von meinem Urlaubs- bzw. Weihnachtsgeld in eine Gothaer Direktversicherung ein. Im Versicherungsschein steht Gothaer Kapitalversicherung (E1), Versicherungsnehmer ist mein Arbeitgeber, Versicherter bin ich, Versicherungsablauf 1.12.2037.

Aufgrund der voraussichtlich nachträglichen Beitragszahlung an die Krankenkasse bin ich unsicher, ob ich die Direktversicherung weiterführen, ruhen lassen oder kündigen (soweit möglich) soll.

Vielen Dank im Voraus!

Ergänzung:

Hallo, danke für die schnellen Antworten. Wenn ich den Vertrag übernehme, muß ich den Beitrag vorher versteuern und Sozialversicherungsabgaben zahlen.

Einen Zuschuß zahlt mein Arbeitgeber leider nicht, er spart die Sozialversicherungsabgaben. Ich spare ebenfalls die Sozialversicherungsabgaben sowie Lohnsteuer und Soli.

Laut dem Brutto-Netto-Rechner hätte ich ohne Direktversicherung 842,97E in 2015 mehr im Portemonnaie gehabt (und einige Punkte auf meinem Rentenkonte, ob nicht alles auf Einheitsrente hinausläuft-wer weiß). Dem stehen 1752,-E Beitragszahlung in meine Direktversicherung gegenüber.Der Garantiewert für das Jahr 2036 wird mit 76219,-E angegeben (hoffentlich hat die Versicherung nicht noch ein Hintertürchen).

Für meine Familie ist die Todesfallsumme mit 77903,-E natürlich auch sehr wichtig. Ich zahle während der Vertragslaufzeit 44676,-E ein. Die Auzahlung soll steuerfrei sein. Der einzige Wermutstropfen ist der Krankenkassenbeitrag, z.B. bei 55000,-E Auszahlung 10000,-E auf 10 Jahre aufgeteilt (83,33E mtl.) Somit werde ich höchstwahrscheinlich die Direktversicherung weiterführen. Oder habe ich irgendwo etwas übersehen oder einen Denkfehler?

Direktversicherung, krankenkasse
3 Antworten
Brauche Rat: Gekoppelte BU (mit Rürup) herauslösen?

Hallo zusammen, ich bräucht mal euren Rat:

Wir freunden uns so langsam aber sicher mit dem Kauf einer Immobilie an und versuchen gerade unsere Finanzen zu ordnen. Ein großer Teil meiner Ausgaben (ca 650€/Monat) gehen für diverse Rentenversicherungen + BU drauf. Standardgeschichte: nach dem Diplom diverser Verträge (insgesamt 3 Rentenversicherungen + Riester + Rürup) abgeschlossen um etwas fürs Alter zu tun... Ich spare mir jetzt an dieser Stelle viel Gejammer über MLP, man hätte mich ja auch schon früher drum Mist kümmern können und, besser spät als nie, das versuche ich ja jetzt!

Erster Ansatzpunkt zum Aufräumen ist meine "Heidelberger Leben Topinvest fondsgebundene Basisrente (Rürup) gekoppelt mit einer BU". Zum heutigen Zeitpunkt würde ich den Rürupvertrag nicht mehr abschließen und würde mich am liebsten davon trennen!

Anbei ein paar Daten von mir:

  • Angestellter
  • verheiratet, 1 Kind
  • Mein Jahresgehalt: 75.000€
  • Alter heute: 35 Jahre
  • Abgeschlossen Juli 2005 (im Alter von 27 Jahren)
  • Einbezahlte Beiträge insgesamt (nur für Basisrente) = 7587,60€
  • Aktueller Wert = 5033,09€
  • aktuelle BU Absicherung in Höhe von 1.971,08 € / Monat
  • Monatlicher Beitrag - 73,62€ BU + 80€ Rürup
  • "Airbag"-Option, die bei Berufsunfähigkeit die Beiträge zur Basisrente bis zum Rentenalter weiterzahlen würde
  • 10% Dynamik je Jahr (damit auch 10% mehr BU Absicherung je Jahr)

Bzgl. BU gab es damals einen gesundheitlichen Ausschluss von Atemwegserkrankungen bedingt durch saisonalem Heuschnupfen inkl. Asthma. Mittlerweile kamen ein paar weitere Wehwehchen dazu (z.B. erhöhter Blutdruck), so dass eine komplett neuer BU-Vertag auf dem freien Markte eher schwer zu bekommen sein wird. Ich habe bei Heidelberger Leben nachgefragt – ich könnte Rürup beitragsfrei stellen und die BU in einer selbstständigen BU umwandeln und bei Bedarf auch reduzieren.

Über meinen Arbeitgeber habe ich jetzt zusätzlich die Möglichkeit eine BU als Direktversicherung abzuschließen - und das ohne Gesundheitsprüfung! Kostenpunkt bei 1649 € Absicherung ca. 107€ je Monat vom Bruttogehalt. Absicherung könnte man ohne Gesundheitsprüfung nach und nach bis auf 2000€ erhöhen.

Folgendes Szenario habe ich mir jetzt überlegt:

  • Basisrente beitragsfrei stellen
  • die alte gekoppelte BU in eine selbstständige BU mit 1000€ Absicherung inkl. 4% Dynamik umwandeln -
  • neue zusätzliche BU als Direktversicherung über 1649€ über meinen Arbeitsgeber

Was haltet Ihr von dem skizzierten Szenario?

Viele Grüße

Bigb

Rente, Berufsunfähigkeitsversicherung, BU, Direktversicherung, rürup rente
3 Antworten
Direktversicherung und neuer Arbeitgeber nach Elternzeit

Hallo,

ich hoffe, dass man mir hier helfen kann: Ich ärgere mich gerade sehr über meine Direktversicherung.Vielleicht kennt hier jemand ähnliche Fälle?

Ich habe einige Jahre meine Direktversicherung gehabt. Dann wurde ich schwanger, während der Schwangerschaft habe ich mit meinem Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag unterschrieben. Die Versicherung habe ich ein Jahr lang ausgesetzt, dann privat weiter gezahlt, damit ein späterer Arbeitgeber sie wieder weiter führen könnte. Das - so wurde mir mehrmals von mehreren Sachbearbeitern telefonisch versichert - sei problemlos möglich. Man müsste nur überhaupt weiter zahlen, es sei egal, woher das Geld käme. Nach vier Jahren und zwei Kindern hatte ich dann einen neuen Job und die Personal-Sachbearbeiterin dort meinte gleich, dass das sicher nicht ginge, die Versicherung weiter zu führen, da ich zu lange ausgesetzt hätte. Dass ich selbst weiter gezahlt hatte, würde hier nicht gelten. Ich telefonierte also noch ein paar Mal mit der Versicherung und bekam immer wieder die gleiche Auskunft: Alles kein Problem. So übernahm mein Arbeitgeber die Versicherung und wollte sie dann auf die Versicherungsfirma übertragen, mit der er zusammen arbeitet (die können sich das irgendwie aussuchen, wenn ich das recht verstanden habe?). Auch das ließ sich gut an, bis ich auf einmal eine Rechnung meines alten Versicherungsanbieters bekam. Da wunderte ich mich und rief an. Antwort: Nein, die Übertragung der Versicherung wäre abgelehnt worden, da ich zu lange ausgesetzt hätte. Dabei sei es irrelevant, dass ich privat weiter gezahlt hatte. Auch meine Beschwerden, warum mir das am Telefon denn mehrfach falsch gesagt wurde, wurden einfach wegignoriert. Jetzt sitze ich hier mit zwei Direktversicherungen und einer ziemlichen Wut im Bauch. Wie schwer es ist, mit nur einem Einkommen und zwei kleinen Kindern das Geld für diese dumme Versicherung abzuknapsen, ist wohl nachvollziehbar. Und dann auch noch umsonst. Kann das denn wirklich sein? Und was machen andere Mütter, die länger als ein Jahr in Elternzeit gehen? Darf man einfach keine Kinder kriegen, wenn man eine Direktversicherung hat? Und können die einem wirklich irgend einen Mist erzählen und müssen sich nicht dran halten?

Über Ratschläge würde ich mich sehr freuen!

Außerdem soll es doch eine zentrale Stelle geben, wo man sich über Versicherungen beschweren kann, oder?

Direktversicherung, elternzeit
2 Antworten
Kündigung Renten Direktversicherung

Guten Tag,

eine Frage an die Steuer- oder Versicherungsexperten:

Ich habe einen Direktversicherung im Jahre 2003 abgeschlossen (Standard Life). Das Produkt nennt sich "FREELAX aufgeschobene Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht". Leistungsdatum 2019 (dann wäre ich 65) / Rentenzahlungsbeginn 2029 (dann wäre ich 75)

Ich bin als 400 Euro Kraft beschäftigt, da ich bzw. mein Mann sonst zu viel Steuernachteile hätten. Sozusagen als Gehaltserhöhung habe ich damals die Vereinbarung getroffen, dass mein Arbeitgeber 146 € monatl. in diese Versicherung einzahlt. Das ganze sollte Steuerfrei sein. Im Nachhinein fühle ich mich da ein bisschen betuppt. Vor allem wenn ich sehe, was da am Ende rauskommt und was ich so für Alternativeb beim googlen gefunden habe. Aber das lässt sich nun leider nicht mehr ändern. Da war man wohl etwas zu gutgläubig.

Nun ist es aber so, dass meine Arbeitszeiten auf Grund schlechter Wirtschaft, blablabla, reduziert werden musste und somit ich entweder auf Gehalt verzichten konnte oder die Versicherung gekündigt werden sollte. Ich habe mich zur dritten Möglichkeit entschieden, nämlich die Versicherung erstmal Beitragsfrei stellen zu lassen, da mir dies erstmal am klügsten erschien.

Nun meine Frage:

Da es für mich nicht in Frage kommt, die Beiträge weiter aus eigener Tasche zu zahlen (146 Euro von 400 ist m.E. ein zu großer Anteil), was kann man sonst machen?

1.) Kann man bis zum Leistungseintritt beitragsfrei weiter "ruhen" lassen und dann nur die Leistungen in Anspruch nehmen, für die man auch eingezahlt hat.

2.) Was passiert, wenn ich kündige? Die Versicherung war ganz heiss darauf, sofort auszuzahlen. Ich denke mal, da habe ich aber große finanzielle Nachteile. Stimmt meine Befürchtung, dass dann nachversteuert wird? Was wird dann nachversteuert? Der ganze Betrag zu meinem in dem Fall gültigen Einkommenssteuersatz (Klasse 5, da mein Mann Klasse 3 hat)? Und wie sieht es mit den Sozialversicherungsbeiträgen aus? Kommen die auch noch? (Müsste mein AG seinen Anteil dann auch "nachabführen"?)

Was würde bei einem Rückkaufswert von angenommen 12000 Euro übrigbleiben? (ungefähr...die Hälfte? weniger/mehr??) Man liest oftmals etwas von steuerfrei nach 12 Jahren...was hat es damit auf sich?

3.) Alternativen? Umwandlung in anderes (sinnvolleres Produkt) / Reduzierung auf einen Mindestbeitrag?

Für mich wäre Kündigung das Schönste, da ich z.Zt. ein bisschen Bares brauchen könnte. Aber nicht um jeden Preis.

Für qualifizierte Antworten wäre ich wirklich sehr dankbar, da ich jetzt nicht auch noch einen Steuerberater bezahlen möchte, wenn ich vielleicht sowieso schon Miese mache.

Vielen Dank im Voraus!!

Rentenversicherung, Direktversicherung, Kündigung, Sozialversicherung, Steuern
2 Antworten
Direktversicherung Steuern

*Mein Arbeitgeber hat für mich eine Direktversicherung abgeschlossen, die ich nach Ausscheiden privat (den größten Teil) weiterbezahlt habe. Bei Auszahlung wurde mir vom gesamten Betrag Kapitalertragsteuer und Soli abgezogen. Auch Einkommensteuer hab ich dafür in vollem Umfang bezahlt. Krankenversicherung ebenso. Nach dem Urteil des BGH wurde mit ein *Teil des Krankenkassenbeitrages zurückbezahlt und ich muss nur noch für den Teil, der vom Arbeitgeber geleistet wurde, Beiträge zahlen. Meine Frage: Die Versteuerung müsste sich doch logischerweise auch nur auf den eingezahlten Anteil vom Arbeitgeber beziehen. Gibt es da schon ein erneutes Urteil?

Vielen Dank für die Antworten. Aber wirklich weitergeholfen haben sie mir nicht. Detail zu der Versicherung. Abschluss: ? ;privat weiterbezahlt ab dem 31.08.1986; fällig war sie am 01.02.2008.* Ich habe schon bei der Versicherungskammer Bayern (Versicherer) nachgefragt. Da die Versicherung als Sicherheit für ein Darlehen (habe mich selbständig gemacht) eingesetzt wurde, ist sie nach deren Aussagen steuerpflichtig. Ich habe auf deren Anraten beim Finanzamt nachfragt. Das damals zuständige Finanzamt verwies mich an das nun für mich zuständige FA (bin umgezogen), die jedoch behaupten, es sei alles richtig so. Steuern sind für den Gesamtbetrag in voller Höhe fällig. Mein Dilemma ist obendrein, dass die gesamte Summe in die Firma geflossen ist, die bereits übergeben wurde (hatte einen schweren Schlaganfall) und ich nun zumindest auf der Einkommensteuer sitzen geblieben bin, die nicht unerheblich war.****

Die Frage wurde leider falsch verstanden. Das Geld ist in meine Firma geflossen, die an meinen Sohn übergeben wurde, das wurde bei der Firmenübergabe so vereinbart (leider ohne den Passus, dass er evtl. Folgekosten übernehmen muss). Meine Frage: Wohin kann ich mich nun wenden um wieder an mein Geld zu kommen?**

Direktversicherung, Steuern
2 Antworten
Benötige dringend Entscheidungshilfe bei Altersvorsorge!

Hallihallo, ich bin 21 Jahre alt, berufstätig im Angestelltenverhätnis und habe folgendes Problem: Ich stehe vor der Entscheidung meine Altersvorsorge auf dem Konzept einer fondgebunden Rentenversicherung, über die Stuttgarter (Flexrent), die in den Carmignac Investissiment einzahlt (monatl. Beiträge) aufzubauen, bzw. aufgebaut zu lassen (habe bereits 1 Jahr mit einem Beitrag von 80 € eingezahlt) oder die Variante der Direktversicherung zu wählen, mit einer "garantierten" Rente bei der Helvetia (worklife direct classic). Hatte bis vor ein paar Tagen noch die Stuttgarter, kündigte diese aber auf Grund dem Angebot der Helvetia. Mein Versicherungsmakler (Stuttgarter) meinte nun ich könne die Kündigung noch bis Montag 12:00 Uhr zurückziehen. Meine Frage ist nun: Was ist denn nun die "bessere" Entscheidung? Laut § 89 VAG ist die Helvetia ja, im Falle eines Falles, nicht verpflichtet mir zum Ablauf der Laufzeit die Beträge auszuzahlen. Bedeutet dies nun, die als höchst sicher angepriesene Anlageart ist garnicht so sicher wie sie scheint? Aber was ist denn mit dem Fond? Dieser ist zwar sehr breit gestreut und die höchsten Anteile einer einzelnen Aktie liegen bei 3% aber ist diese Anlageart dann sicherer? Von der Besteuerung und Abgabe der Sozialversicherung stehe ich, denke ich jedenfalls, bei der Direktversicherung der Helvetia weitaus besser da, da ich ja nur 1x auf das Kapital Steuern und Sozialversicherung zahlen muss und nicht wie bei einer fondgebunden 2x (1x zahle ich ja vom meinem Nettogehalt, ist also schon versteuert und dann nochmal bei der Auszahlung) ... Auf jeden Fall ist mir die sicherste Anlagemethode die Liebste, nur welche ist die Sicherste? Fragen über Fragen und ich weiß nicht weiter. Ich möchte mich bei einer derart wichtigen Entscheidung nur ungern falsch entscheiden. Ich hoffe jemand kann mir helfen bzw. einen Tipp geben um die Entscheidung zu erleichtern. Vielen Dank schon mal für die Hilfe!

Altersvorsorge, Direktversicherung, Fonds
1 Antwort
Krankenkassenbeitrag bei Auszahlung der Pensionkasse und Direktversicherung vor Renteneintritt

Hallo, ich habe eine zusätzliche Altersvorsorge in Form einer Pensionskasse über meinen Arbeitgeber im Jahr 2003 abgeschlossen. Durch die Gehaltsumwandlung und der als Rentner zu erwartenden geringeren Steuerlast versprach dieser Vertrag einen interessanten Vorteil. Die Beiträge werden aus Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze gezahlt. Nach der Reform (Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenkasse zu Beginn des Jahres 2004) muss ich bei Auszahlung nun Sozialversicherungbeiträge zahlen. (Kein Bestandsschutz, für mich ein Verlustgeschäft)

Laut Vertrag wäre die Zahlung mit 65 ab 2026 fällig. Nach der Rentenreform würde ich aber erst im Jahr 2027 in Rente gehen können.

Wie würde es sich auswirken wenn ich zum Auszahlungsdatum die Kapitalabfindung wählen und erst im Jahr danach in Rente gehen würde? Hätte das nicht zur Folge, dass ich keine Beiträge zur Sozialversicherung zahlen müßte?

Nach meinem Verständnis, wäre in diesem Fall allerdings der dann für mich gültige Steuersatz anzusetzen (weil ja noch berufstätig) und der der ganze Vorteil wäre zum Teufel.

Ich habe zusätzlich noch eine Direktversicherung aus dem Jahr 1985. Wegen Arbeitgeberwechsel zahle ich die Beiträge seit 1998 mit Pauschschalversteuerung aus Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze selbst ein. Leider habe ich erst jetzt mitbekommen, dass ich als Versicherungnehmer eingetragen sein müßte um bei Auszahlung wenigstens die von mir bezahlten Anteile Sozialversicherungsfrei zu erhalten (Urteil des BSG aus 2010). Unglücklicherweise war es immer gängige Praxis, dass der AG Versicherungnehmer ist. Rückwirkend wird da wohl nichts mehr zu machen sein. Auch hier wäre die Auszahlung 2026 bei Renteneintritt 2027.

Ist das genauso zu behandeln wie die Pensionskasse?

Tja, wenn ich 1998 gewusst hätte was der Gesetzgeber 2004 beschließt hätte ich mich als Versicherungsnehmer eintragen lassen. Aber ob das zu dem Zeitpunkt überhaupt möglich gewesen wäre um die Pauschalbesteuerung zu erhalten?

Aus meiner Sicht sind solche Verträge bei entsprechender Konstellation nicht mehr zu empfehlen. Das ist immer ein Verlustgeschäft. Da kann einem schon die Galle hochkommen. Das Gefühl durch den Gesetzgeber verarscht und betrogen zu werden wird immer stärker.

Gruß.

Bacchus

Direktversicherung, Pensionskasse, Rentner, Krankenkassenbeiträge
1 Antwort
ich muß nachträglich wegen meiner direktversicherung krankenkassenbeiträge zahlen,wieso ?

hallo, ich bin seit letztes jahr oktober rentnerin.während meiner berufstätigkeit hatte ich zwei sogenannte direktversicherungen auch gehaltsumwandlungen genannt. letztes jahr im april wurde mir eine VS ausgezahlt und die zweite ende oktober.anfang november 2009 erhielt ich von meiner krankenkasse eine mahnung.auf meine nachfrage hin wurde mir erklärt dass ich für die versicherungssummen nun beitrge zahlen muß. dieses gesetz wurde in 2004 erfunden? zumindest ist es ab 2004 gesetz und ich muß jetzt 10 jahre lang krankenkassenbeitrag zusätzlich an die krankenkasse zahlen.und das neben meinen kk-beiträgen die ja von der rente bereits abgezogen werden. man hat die ausgezahlten versicherungssummen durch 120 monate geteilt und dan davon 14,9 % beitrag errechnet. das ist jede menge. die kk sagte mir es hätten schon viele dagegen geklagt aber zahlen müsse man trotzdem. gibt es hier betroffene ? hat jenabd von euch deswegen klage eingereicht ? was ist mit den leuten die ihre VS summe vor diesem neuen gesetz ausgeahlt bekamen.? sollte ich in den nächsten jahren sterben,müssen meine erben dann weiterzahlen ? die letzten 10 jahre war mein gehalt höher als die beitragsbemessungsgrenze, ich häte also da für die VS-beiträge auch keine KK beiträge zahlen müssen. und schon gar keine 14%, vor 10 jahren waren die kk beiträge bei 10-11 % je nach KK.wie seht ihr das ?

Direktversicherung, gesetzliche Krankenversicherung, GKV, krankenkasse, rückwirkend, Krankenkassenbeiträge
5 Antworten

Meistgelesene Fragen zum Thema Direktversicherung