Buchhaltung für Blogger - wie werden Sacheinnahmen korrekt verbucht?

Hallo,

da ich zu diesem Themenkomplex bislang sehr unterschiedliche Auffassungen gehört habe, möchte ich einfach mal nach euren Gedanken fragen.

A. arbeitet als Bloggerin. Sie verdient Geld durch gesponserte Artikel und kann gelegentlich Produktmuster, die sie zum Beschreiben und Beurteilen erhält, nach dem Verfassen des Blogartikels behalten. Darüber hinaus betreibt sie auch einen Reiseblog. In diesem Rahmen bekommt sie gelegentlich Unterkünfte (Hotelzimmer, Ferienwohnungen) von Reiseveranstaltern zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug wird die Unterkunft im Blog beworben.

Für die Buchhaltung ergeben sich daraus folgende Fragen:

  1. Wenn ein Produktmuster gestellt wird (z.B. Handy), muss dies vermutlich als Einnahme angesehen werden. Welchen Wert legt man zugrunde? (Katalogpreis / unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers oder gängiger Straßenpreis z.B. von Amazon?) Unterfrage: Muss Umsatzsteuer abgeführt werden?

  2. Wenn die Bloggerin als Reisebloggerin eine Urlaubsreise "gesponsert" bekommt (d.h. Unterkunft wird kostenfrei zur Verfügung gestellt):

    • Muss auch dies als Einnahme gewertet werden?
    • Wenn ja, können dann auch die Ausgaben während der Reise geltend gemacht werden? Privat-PKW mit 30 Cent/km, Parkgebühren, Verpflegungspauschalen usw.?
    • Wenn es ein Reiseblog ist, der explizit "Reisen mit Familie" zum Thema hat, wird das Finanzamt bei jeder Reise vermutlich einen Anteil von Privatvergnügen erkennen. Ich habe gelesen (z.B. hier: http://www.finanzfrage.net/frage/urlaubskosten-als-reiseblogger-von-der-steuer-absetzen), dass ein Splitting in privat/geschäftlich grundsätzlich geht. Welche Anteile für privat/geschäftlich würde man konkret und halbwegs realistisch annehmen?
    • Wie würde sich ein Privatanteil auf die Einnahmen-Buchung und auch für die Kosten der Reise in der Buchhaltung auswirken?
  3. Wenn die Bloggerin für die Vorstellung im Blog in einem Restaurant essen geht, womöglich mit Kindern (wegen Schwerpunktthema Familienfreundlichkeit): Ist dies als Betriebsausgabe steuerlich abziehbar? Grund des Restaurantbesuches ist primär die Vorstellung im Blog mit Fotos und Beschreibung. Ein privates Sattwerden ist aber nicht zu leugnen.

Ich bin gespannt auf Eure und Ihre Meinungen und Einschätzungen!

Buchführung, Buchhaltung, Reisekosten, Steuern
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Kassenführung bei Einnahme-Überschuss-Rechnung?

Hallo,

ich habe gelesen, dass ab 2017 eine elektronische Registrierkasse Pflicht ist. Ich verstehe nur nicht, ob das auch für Steuerpflichtige gilt, die keine Bilanz machen.

Habe nun 2 Fragen, kann mir jemand helfen?

  1. Frage:

Ich bin Fahrlehrer und mache meine Steuererklärung selber. Ich mache eine Einnahme-Überschussrechnung. Ich habe fast ausschließlich Bareinnahmen. Meinen Fahrschüler schreibe ich eine Quittung aus. Eine Registrierkasse besitze ich nicht. Dann mache ich eine Excel-Tabelle, wie ein Kassenbuch, obwohl ich keine Kasse besitze, ich besitze nur mein privates Portemonnaie. Ich trage jede einzelne Bareinnahme lt. Quittung ein und jede einzelne Barausgabe lt. Beleg. Wenn der Kassenbestand negativ wird, schreibe ich auf die Einnahmeseite eine Privateinlage. Mit dem übrig gebliebenen Kassenbestand am Monatsende mache ich in der nächsten Excel-Tabelle für den nächsten Monate weiter.

Kann ich das ab 2017 so weiter handhaben?

  1. Frage:

Mein Bruder verkauft Lebensmittel auf Märkten und macht seine Steuererklärung selber. Er macht eine Einnahme-Überschussrechnung. Ich hat 100% Bareinnahmen. Er hat so eine elektrische Kasse, die aber nicht den Anforderungen ab 2017 entspricht. Er macht eine Excel-Tabelle, wie ein Kassenbuch, dort trägt er täglich die Gesamteinnahmen lt. Tagesbon ein und jede einzelne Barausgabe lt. Beleg. Wenn der Kassenbestand negativ wird, schreibt er auf die Einnahmeseite eine Privateinlage. Mit dem übrig gebliebenen Kassenbestand am Monatsende macht er in der nächsten Excel-Tabelle für den nächsten Monate weiter.

Kann er das ab 2017 so weiter handhaben?

Vielen Dank

Buchführung, eÜr, Steuern
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DATEV SKR 03 Mietsäumnis: Wer kann mir bei der Buchung helfen?

Hallo, ich bin Freiberufler und buche meine Miete bislang auf DATEV SKR 03 Konto Miete [4210] an Bank[1200].

Da ich Hauptmieter eines von mehreren Personen genutzten Gewerberaumes bin, die jeweils einen Untermietvertrag bei mir haben, wird die Miete auf ein Mietsammelkonto dessen Inhaber ich bin, überwiesen. Die jeweilige zweimonatige Kaution befindet sich ebenso auf diesem Konto. Die Bankbelege weisen dann eine Buchung von Geschäftskonto auf Mietsammelkonto mit Betreff "Miete Monat/Jahr" auf.

Das Mietsammelkonto und die Kaution sind nicht buchhalterisch erfasst und stehen somit in keinem Zusammenhang mit meiner EÜR.

Im Moment sind meine Einkünfte sehr unregelmäßig, daher kommt es leider häufiger vor, dass ich die Miete ebenso unregelmäßig überweisen kann. Durch die Kaution besteht ein Puffer, so dass die Miete letztendlich dennoch komplett vom Mietsammelkonto überwiesen werden kann. In besseren Monaten überweise ich dann die 'säumige' Miete.

Dies ergibt in der Buchhaltung natürlich Monate ohne Miete und Monate mit doppelter Miete.

Nun meine Frage.

Wie kann ich buchen, so dass die Miete dennoch als regelmäßige Ausgabe erscheint und ergebniswirksam verbucht wird, die tatsächlicht Überweisung Miete[4210] an Bank[1200] nicht ergebniswirksam ist, sondern nur in der Buchungsliste relevant ist?

Miete[4210] an Verrechnungskonto ergebniswirksam[1371]?

Und bei tatsächlicher Banküberweisung:

Verrechnungskonto[1371] an Miete[4210]

sowie

Miete[4210] an Bank[1200] nicht ergebniswirksam - [eigene Konten erstellen ?]?

Herzlichen Dank Paul P.

Buchführung, Miete
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Wie muss eine Ausgabe in der Buchführung verbucht werden, bei der nur die Vorsteuer von mir gezahlt werden muss und der Nettobetrag von einem Dritten?

Hallo,

ich hoffe Ihr könnt mir helfen.

Ich bin Freiberufler und führe eine EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung). Ich habe eine spezielle Frage zu einem Fall, den ich bisher noch nicht hatte. Ich hatte vor einer Weile einen Unfall mit meinem Geschäftswagen. Die Gegenpartei ist allerdings zu 100% Schuld und deren Versicherung übernimmt die Kosten für die Reparatur des entstandenen Schadens. Der Schaden ist auch bereits behoben worden durch die Werkstatt. Da ich aber vorsteuerabzugsberechtigt bin, muss ich die Mwst. für die entstandenen Rechnungen selbst tragen. Den Nettorechnungsbetrag überweist die Versicherung direkt an die Werkstatt.

Nun ist das Problem, dass ich ja eigentlich den gesamten Rechnungsbetrag in der Buchhaltung buchen muss, damit ich die 19% Mwst. wieder erstattet bekomme vom FA. Dies entspricht ja aber nicht die Realität, da ich so nun ja meine Ausgaben erhöhe, die ich ja eigentlich gar nicht hatte. Die Rechnungen sind auch an mich adressiert. Da ich kein Geschäftskonto haben muss als Freiberufler würde dies wahrscheinlich funktionieren, aber dies wäre ja eigentlich nicht korrekt, da ich die Ausgaben ja selbst nie getätigt habe.

Einfacher wäre es gewesen, wenn die Versicherung mir den Nettobetrag überwiesen hätte und ich dann im Nachgang den Komplettbetrag inkl. Mwst. an die Werkstatt überwiesen hätte.

Wie soll ich dies denn in diesem Fall verbuchen, so dass ich diese Mwst. natürlich auch wieder erstattet bekomme zu 100% vom FA?

Hier mal anhand eines Beispiels:

  • Gesamtrechnung der Werkstatt mit mir als Empfänger auf der Rechnung: 1190€
  • Versicherung der Gegenpartei überweist Nettobetrag von 1000€ direkt an Werkstatt
  • Ich muss Mwst. von 190€ an Werkstatt überweisen. —> Ich muss in der Buchführung 1190€ Rechnungsbetrag als Ausgabe verbuchen, damit ich die Mwst. vom FA wieder erstattet bekomme. —> Diese 1190€ habe ich ja aber gar nicht als Ausgabe getätigt und kann es auch nicht nachweisen. —> Wenn ich nur die 190€ in der Buchführung als Ausgabe verbuche, dann bekomme ich allerdings nur 19% von diesen 190€ vom FA erstattet und bleibe auf dem Restbetrag sitzen.

Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen, wie ich dies in meiner Buchhaltung abbilden soll.

Danke und Gruß, Martin

Buchführung, Buchhaltung, eÜr, Ausgaben, Vorsteuer
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Zuviel Umsatzsteuer über Jahre hinweg bezahlt, was tun?

Ich als Selbständiger hatte gedacht, mein Steuerberater bucht alles richtig. Wie ich aber nun durch meine Nachprüfung festgestellt habe, hat doch seine Buchhaltungskraft über die Jahre hinweg mehrere Rechnungen falsch kontiert, z.B. Netto-Rechnungen ( Lieferung innerhalb EU umsatzsteuerfrei), als Erlöse brutto inkl. 19% Mwst. gebucht. Desweiteren habe ich gesehen, dass Quittungen, auch inkl. 19% Mwst. darunter waren, auch hier hat die Dame diese dennoch netto gebucht. Paypal-Gebühren waren, darunter, die mit 19% verbucht worden sind, obwohl diese ganz klar Nettobeträge sind. Wareneinkauf, wie z.B. Telefonanlage wurde auch netto gebucht. Rechnung über Aktenvernichter wurde sogar gar nicht gebucht bzw. privat. Dann gibt es auch noch div. andere Fehler, wo die Buchhaltungskraft aus Fantasie gebucht hatte, ohne einen Beleg dafür anzufordern.

Es kann doch einfach nicht sein, dass ständig falsch gebucht wird und man für solche Schlamperei noch bezahlen soll?

Erst vor 4 Wochen hatte ich nämlich auch ein Gespräch mit ihm, da ging es da drum, dass eine betriebliche Rechnung auf privat gebucht worden ist. Er meinte dann, seine Buchhaltungskraft wäre sehr zuverlässig, er könne bei seiner Versicherung versuchen, dass die enthaltene Umsatzsteuer zurückerstattet wird. Er meinte, er müsse den Antrag klar stellen, warum das dann als privat gelaufen ist. Geschehen ist hierzu bisher auch nichts. Scheinbar hat er kein Interesse daran. Greift denn überhaupt seine Haftpflichtversicherung dafür?

Es ist einfach unfassbar, wie viele diverse Belege aus verschiedenen Monaten überall falsch kontiert worden sind. Es wäre ja mehrere Umsatzsteuerbescheide zu korrigieren.

Ich als Laie kann da wirklich nur den Kopf schütteln. Man könnte meinen, ein Auszubildender war am Werk.

Da auch noch andere Sachen beim Steuerberater nicht korrekt gebucht werden, ist nun mein Vertrauen in ihn verloren und ich will natürlich sofort weg. Kann ich ihm diese Kosten (also entgangene Umsatzsteuer) in Rechnung stellen?

Buchführung, Recht, Steuerrecht
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Wie mache ich eine Steuererklärung mit Kleinunternehmerregelung?

Ich hatte bereits die Frage auf Gutefragte.net erstellt aber bisher keine vollständige Antwort erhalten.

Ich bin im Moment dabei meine Steuererklärung für 2011 fertig zu machen, dies ist jedoch mein erstes mal und ich bin mir unsicher wie ich diese genau dem Finanzamt übergeben soll. Ich hatte vor ein paar Tagen bereits mit meinem Steuerberater 2 Stunden~ gesprochen der mir viel erklärt hat, jedoch habe ich den Teil wie ich dem Finanzamt genau das Ergebnis übermittle nicht verstanden.

Laut Steuerberater sollte ich das ganze spätestens bis zum 15.01 abgeben, aber um möglichen Ärger zu vermeiden besser zum 31.12. Das Finanzamt hat jedoch seit mehreren Tagen geschlossen und öffnet erst wieder am 01.01 und mein Steuerberater ist seit dem Gespräch bis zum 07.01 im Urlaub.

Was ich bereits gemacht habe: 1. Alle Kontoauszüge/Kreditkartenrechnungen von 2011 abgeheftet und jeden Eintrag deklariert (Privat/Geschäftlich ...) 2. Rechnungen/Kosten entsprechend hinter die Auszüge abgeheftet 3.Einnahmen/Ausgaben fertig gemacht in Form mehrerer Excel Tabellen

Wenn ich das ganze richtig verstanden habe muss ich jetzt noch die Ellster Formulare ausfüllen und diese dem Steuerberater oder dem Finanzamt übergeben? Laut einer Antwort auf Gutefrage.net sollten das die Formulare "Einkommenssteuererklärung", Anlage G und Anlage EÜR, fehlt sonst noch etwas?

Wie übergebe ich das ganze nun dem Finanzamt und worauf muss ich achten?

Im Moment läuft mir die Zeit davon deshalb wäre ich für schnelle Hilfe sehr dankbar.

Geld, Bank, Buchführung, Buchhaltung, Finanzen, Kleinunternehmer, Steuererklärung, Steuern
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Aufbewahrungspflichten/GDPdU-Konformität für Freiberufler und Gewerbetreibende

Liebe Gemeinde, ich habe im Internet viel zum Thema Aufbewahrungspflichten/GDPdU-Konformität recherchiert (für Freiberufler und Gewerbetreibende OHNE Buchführungspflicht, also EÜR), so etwas wie eine Checkliste konnte ich aber (bisher zumindest) nicht finden. Daher habe ich eine Fragenliste zusammengestellt und möchte euch bitten, meine Vorgehensweise auf Korrektheit zu prüfen.

  1. PDF-Eingangsrechnungen: Genügt es, die E-Mails (z.B. Outlook MSG-Datei) + PDF-Rechnung + PDF-Signaturdatei + Signatur-Prüfbericht in einem beliebigen Verzeichnis (z.B. "2012\Eingang\Elektronische Rechnungen") zu speichern und am Ende des Jahres auf CD/DVD zu brennen? Oder müssen hier spezielle Kriterien bzgl. Benennung und Ordnerstruktur oder sonstiges erfüllt sein? Muss gar ein richtiges DMS bemüht werden zur Sicherstellung der GDPdU-Konformität (was m.E. für einen kleinen Freiberufler/Gewerbetreibenden Overkill wäre)?

  2. Per Post eingegangene Rechnungen: Ist ein Einscannen dieser Belege erforderlich? Wenn einscannen erforderlich, reicht es, diese als TIFF/PDF einzuscannen und in einem beliebigen Verzeichnis (z.B. "2012\Eingang\Eingescannte Originalbelege") abzulegen (mit Belegnummer, Eingangsdatum und Beschreibung als Dateiname) oder müssen weitere Kriterien erfüllt werden? Wenn einscannen nicht erforderlich, es aber freiwillig erfolgt, reicht dann eine einfache TIFF/PDF? Was ist hier auf GDPdU-Konformität zu berücksichtigen?

  3. Ausgangsrechnungen: Ich erstelle Rechnungen mittels einer selbst erstellten Access-Lösung. Von den verschickten Rechnungen drucke ich eine Kopie aus und lege diese in meinem Steuerordner ab. Zusätzlich erstelle ich eine PDF-Datei und lege diese im Verzeichnis "JJJJ\Ausgangsrechnungen" ab (mit Datum/Rechnungsnummer als Dateiname). Am Ende des Jahres brenne ich alles auf die CD und lege diese im Steuerordner ab. Ist diese Vorgehensweise so ok?

  4. Buchführung Meine EÜR/Steuererklärungen erstelle ich mittels WISO Sparbuch. Die WISO-Dateien speichere ich in einem eigenen Verzeichnis ab, ein Kopie des EÜR-Ausdrucks wird im Steuerordner abgelegt sowie als PDF-Ausdruck in einem Verzeichnis. Zusätzlich exportiere ich die GDPdU-Daten in ein eigenes Verzeichnis und brenne am Ende des Jahres alles auf die o.g. CD. Ist diese Vorgehensweise so ok?

Danke!

Buchführung, Steuern, Aufbewahrungspflicht
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