Beteiligungsgesellschaften als Fondsalternative?

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Lies auch mal dies: http://www.finanzfrage.net/frage/wie-kann-ich-am-besten-in-private-equity-investieren

Ein Investmentfonds ist im Prinzip auch eine Beteiligungsgesellschaft, an der man Anteile kauft. Ein REIT ist eine Beteiligungsgesellschaft für Immobilien. Daher: das Grundprinzip ist immer eine Beteiligung von Anlegern an einem Ganzen, wobei der Zweck des Unternehmens oder die Art der Beteiligungen variieren und damit auch unterschiedlichen gesetzlichen Auflagen genügen müssen.

Der wesentliche Vorteil einer diversifizierten Beteiligungsgesellschaft wie z.B. Berkshire Hathaway besteht darin, daß die Umschlagshäufigkeit des Portfolios sehr deutlich geringer ist als bei Fonds. Mithin sind Transaktionskosten drastisch niedriger.

Auch die Struktur der Managementkosten ist bei Beteiligungsgesellschaften anders und im wesentlichen performanceunabhängig. Man kann also die gleiche Leistung wie in einem Fonds anbieten, nur günstiger.

Insbesondere sind Performance Fees tödlich für die Performance, da sie nur anfallen, wenn der Fonds im Plus liegt. Inzwischen gibt es ein paar halbherzige Regelungen in Deutschland, um Performance Fees einzugrenzen, aber das hilft international wenig. Durch geschickte Wahl von Preisindex-Benchmarks kann ein Fonds die Outperformance steuern und damit seine Performance-Bonusbeträge beeinflussen. Fonds, die eine hohe Performance Fee verlangen, sind typischerweise riskanter unterwegs, da sich Risiko lohnt. Durch die Basisgebühr von 1,5-2,0% p.a. wird ein Sockel abgeschöpft, der unabhängig von der realen Performance anfällt.

Da die Anlagepolitik einer Beteiligungsgesellschaft innerhalb des Unternehmens definiert und ausgeführt wird, besteht weniger Transparenz für Anleger als bei Investmentfonds, die i.a. verpflichtet sind, recht genau ihr Anlageuniversum und Regeln für die Anlagen zu definieren.

Welche der genannten Beteiligungsgesellschaften eine Anlage lohnen vermag ich nicht pauschal zu sagen, denn die Volatilitäten und Marktabhängigkeiten der einzelnen Gesellschaften sind doch sehr unterschiedlich.

Berkshire Hathaways ist bei längerem Anlagehorizont immer wieder eine gute Investition. Buffet (und hoffentlich auch seine Nachfolger) haben eines gute Nase.

Abschlussgebühren für private Rentenversicherung abzusetzen?

Es geht um die Abschluss- und Vertriebsgebühren bei einer privaten Rentenversicherung. In meinem Beispiel fallen bei einer Einmalzahlung von 100.000,-€ gleich zu Beginn ca. 5700,-€ an, die teils direkt von der Einzahlsumme abgezogen (ca. 4100,-€) werden, teils mindernd in die Auszahlungsleistungen eingepreist sind (ca. 1600,-€). Da es ja auch bei der privaten Rentenversicherung - jedenfalls auf den Ertragsanteil - zur nachgelagerten Versteuerung kommt, müssten diese o.g. Kosten doch eigentlich als Werbungskosten steuerlich geltend zu machen sein. Auch bei Bausparverträgen - so meine Erinnerung - konnte man seinerzeit die Abschlusskosten gleich als Werbungskosten in der Anlage Vermietung und Verpachtung absetzen. Meine Frage: Gibt es darüber handfeste Infos oder Entscheidungen, die man dem Finanzamt gegenüber verwenden kann?

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Deka-Investmentfonds - Sparkasse

Hallo allerseits,

ich habe - so meine Meinung - vor zwei Wochen einen großen Fehler gemacht. Ich habe durch eine Lebensversicherung 11 000 Euro bekommen und diese auf mein Sparbuch bei der Sparkasse gelegt. Als ich dann einmal dort war um Geld abzuheben, hat mir eine Mitarbeiterin empfohlen einen Termin mit meinem Finanzberater zu machen um das Geld anzulegen. Ich muss sagen, dass ich mich nicht wirklich mit diesen Dingen auskenne (das mache ich mir gerade auch so sehr zum Vorwurf) und schon mein Leben lang bei der Sparkasse bin, weshalb ich auch ein relativ großes Vertrauen in diese Bank hatte. Bei dem Termin hat mit der Berater nach Gesprächen empfohlen, das Geld in einem Deka-Mischfonds anzulegen. Er hat mir das natürlich recht schmackhaft gemacht und gesagt, es sei auf jeden Fall besser, als das Geld auf dem Sparbuch zu lassen. Ich habe eingewilligt, weil sich für mich alles gut angehört hat und war erstmal froh, das Geld jetzt angelegt zu haben. Als ich jedoch zufällig mit einem anderen Vermögenberater gesprochen habe, hat dieser mir ins Gewissen geredet und gemeint, es sei total schlecht in Deka-Investmentfonds zu investieren, weil diese keine große Gewinnspanne hätten und die Bank und Deka ja auch gleich am Anfang 5 % von der Anlage kriegen. Zudem seien die Aktien im Moment schon so hoch, dass sie wahrscheinlich alle wieder runter gehen. Er hat mir dann geraten, den Fonds schnellstmöglich aufzulösen und den Berater zu fragen, ob die 5 % auf Kulanz erstattet werden können. Er wisse, dass die Sparkasse sowas ab und zu macht. Deshalb hat er mir empfohlen damit zu argumentieren, dass ich Studentin bin und nicht über viel Geld verfüge. Auch wenn ich das Geld nicht bekäme, sollte ich den Fonds seiner Meinung nach auflösen, weil die Gewinne zu niedrig seien und ich am Ende sehr wahrscheinlich Geld verliere. Ich mache mir riesige Vorwürfe, weil ich Studentin bin und 25 und es eigentlich besser wissen müsste. Ich habe dem Berater einfach vertraut, so idiotisch es auch klingen mag, weil er in meinem Alter war und sich alles gut angehört hat. Im Moment bin ich total ratlos, was ich jetzt machen soll und mit meinen Nerven ziemlich am Ende. Immerhin habe ich 500 Euro verloren, wenn ich den Fonds jetzt auflöse. Ich wollte fragen, was ihr mir empfehlen würdet bzw. was ich in meinem Gespräch nächsten Donnerstag zu meinem Berater sagen soll, da ich keine Ahnung habe, wie ich das angehen soll. Irgendwie fühle ich mich total über den Tisch gezogen, weil es mir vorkommt, als sei mein Unwissen total missbraucht worden. Ich weiß, sowas passiert wahrscheinlich jeden Tag, aber für mich ist das schon eine kleine Katastrophe, auch weil ich mir selbst ziemliche Vorwürfe wegen meines Unwissens mache. Ich danke euch bereits im Voraus für Antworten.

Mit freundlichen Grüßen Neutrogena

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Kindergeldanspruch wenn man mal in einer eheähnlichen Gemeinschaft gelebt hat?

Hallo,

ich bin seit September 09 in einer Ausbildung mein Vater hat für mich Kindergeld beantragt (das Geld wäre dann auf mein Konto gegangen). Von der Kindergeldkasse kam ein Schreiben, dass sie alle Unterlagen von meinem Ex-Partner brauchen ( z.b. was er verdient?), weil wir in einer eheähnlichen Gemeinschaft gelebt haben und ein gemeinsames Kind haben. Ich habe dann an die Kindergeldkasse die Abtretungserklärung geschickt,als nachweis das meine ex Partner nicht mehr bei mir lebt und seine neue Adresse damit sie mit ihn in Kontakt tretten können. Ich habe ihnen erklärt, dass er Alkohlsüchtig ist und kein Kontakt mehr zueinander besteht und er mir auch keine Unterlagen geben wird von ihn. Darauf meinte die Kindergeldkasse nur das ich keine Bewilligung fürs Kindergeld bekomme, solange die Unterlagen von meinem Ex- Partner nicht vollständig sind.

Ich versteh das nicht, die Kindergeldkasse meinte das mein Ex mir gegenüber unterhaltspflichtig ist, dachte eigentlich nur meine eltern, weil ich ja noch unter 25 bin.

Ist das überhaupt rechtens? Gibt es doch noch eine Möglichkeit wie ich zu meinem Kindergeld komme, welches mir ja laut Gesetz zusteht?

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kinderfreibetrag bei unehelichem Kind steuerlich vorteilhaft?

Ich habe seit sechs Jahren eine Tochter welche bei Ihrer Mutter (wir waren nie verheiratet ) lebt und für die ich jeden Monat entsprechend (gemäß Tabelle ) Unterhalt zahle obwohl ich die kleine eigentlich fast nie sehen darf (nicht verboten -aber die mutter lehnt es ab ).Meine Frage: Ich habe gehört daß ich Anspruch auf den halben Kinderfreibetratg habe.Ich mache gerade meine Steuererklärung und habe aber den Freibetrag noch nie auf meiner Karte eintragen lassen. Würde sich der halbe Freibetrag bei mir in der Einkommenssteuererklärung wesenltich bemerkbar machen? Die KIndesmutter erhält daß volle Kindergeld. Ich verdiene relativ gut -( dient der Einschätzung meines Steuervorteiles wg.Freibetrag und nicht der Angeberei-bitte nicht falsch verstehen ) Wäre dankbar für Ihre Antworten. Ach ja kann ich die Anlage Kind einfach ausfüllen oder muß ich noch weitere Nachweise liefern (Vaterschaftsanerkennung z.B )-wie gesagt Freibetrag steht noch nicht auf meiner elektronischen Steuerkarte

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Quellensteuer aus Lettland zurückholen?

Ich habe letztes Jahr ein wenig Geld bei der lettischen AS PrivatBank angelegt. Dort werden allerdings 10% Quellensteuer abgezogen. Nun bekomme ich demnächst eine Bescheinigung vom lettischen Finanzamt über die abgeführte Steuer und kann dies wohl in der Steuererklärung hier in Deutschland angeben. Soweit ich das verstehe, wird die dort gezahlte Steuer auf meine Einkommensteuerschuld angerechnet, richtig? Nun konkret meine Fragen dazu:

  • In welchen Anlagen (nur KAP, nur AUS oder beides?) und in welchen Feldern muss ich die Daten aber genau angeben?
  • Werden die Zinsen aus Lettland auf meinen Sparerpauschbetrag von 801 EUR angerechnet?
  • Wenn meine Kapitalerträge insgesamt über den 801 EUR liegen, wird auch für die Kapitalerträge aus Lettland der normale Abgeltungssteuersatz angesetzt (25% + Soli) und nicht mein Einkommensteuersatz, richtig?
  • Grundsätzliche Frage: was passiert eigentlich, wenn jemand praktisch kein Einkommen (z.B. Kinder), aber Kapitalerträge in Lettland hat. Dadurch, dass ja quasi keine Einkommensteuer anfällt kann man die Quellensteuer aus Lettland ja gar nicht gegenrechnen oder? Gibt es da eine andere Möglichkeit, die Quellensteuer wieder zurückzuholen? Ich frage konkret, da ich auch über eine Anlage für meine Tochter nachdenke.

Danke & Viele Grüße,

pete

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