Fonds zur Altersvorsorge

4 Antworten

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Eine Rentenversicherung sollte man nur einsetzen, wenn man noch eine lebenslange Absicherung benötigt hinsichtlich seines Grundbedarfes. Bei Vorhandensein einer GRV mit zusätzlichem Riestervertrag und klassischer Rentenversicherung scheint das aber nicht der Fall zu sein.

Eine weitere fondsgebundene Rentenversicherung dürfte im allgemeinen nicht zielführend sein. Zwar sind die angesprochenen Steuervorteile richtig, entscheidend ist aber der Vergleich mit freiem Fondssparen, bei dem vor allem die Kosten eines Versicherungsmantels nicht zusätzlich anfallen. Da diese im Bereich zwischen 1 und 2,5% p.a. des Sparvolumens ausmachen zusätzlich zu den Fondskosten, reichen die Steuervorteile im Regelfalle nicht aus, die Kosten des Versicherungsmantels einzuspielen.

Ein global ausgerichtetes und gut gestaltetes "freies" Fondsdepot mit geeigneten kostengünstigen Fonds dürfte viel eher geeignet sein und die beste Rendite erzeugen.

Ein global ausgerichtetes und gut gestaltetes "freies" Fondsdepot mit geeigneten kostengünstigen Fonds dürfte viel eher geeignet sein und die beste Rendite erzeugen.

Was für Larissa75 wirklich geeignet ist, kann nur ein Schichtenvergleich sagen.

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Danke für deine Antwort.

Aber jetzt z.B. bei dem flexiblen Vorsorgeplan Invest der Cosmos fallen lediglich jährlich Verwaltungskosten von pauschal 24 Euro an und dann gibt es Fonds mit 100%igem Rabatt auf den Ausgabeaufschlag. Keine Gebühren bei Fondsumschichtung.

Ist das Angebot der Cosmos nicht gut?

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@Larissa75

@Larissa: Ich habe das Kleingedruckte des Vertrages noch nicht gelesen. Was mich jedenfalls stören würde ist, dass keinerlei kostengünstige Indexfonds verfügbar sind, die aus meiner Sicht immer ein wesentlicher Teil einer sinnvollen langfristigen Portfoliogestaltung sein müssen.

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Hallo Larissa75,

von der Besteuerung her liegst du mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung richtig.

Bei der langen Laufzeit einer Rentenversicherung (vor allem, wenn du sie dir als lebenslange Rente auszahlen lässt), ist der wichtigste Faktor erst einmal die Bonität des Unternehmens.

Hier kommt es darauf an, dass die Versicherung gut wirtschaftet und gewährleistet ist, dass das Unternehmen über die komplette Vertragslaufzeit seinen Verpflichtungen nachkommen kann.

Der zweite Faktor ist die Fondsauswahl des Anbieters.

Denn mit mehreren guten Fonds kannst du einen eventuellen höheren Kostenfaktor über die Laufzeit um Längen ausgleichen, beziehungsweise übertreffen.

Dann kommt der Kostenvergleich. Diesen müsstest du normalerweise in einer Vergleichsberechnung mehrerer fondsgebundenen Rentenversicherungen mit gleicher hypothetischer Wertentwicklung der Fonds (zum Beispiel 6 %) erkennen können.

Allerdings ist mir derzeit kein Vergleichsrechner im Internet bekannt, der wirklich alle guten Anbieter und Tarife in diesem Bereich beinhaltet.

Die niedrigsten Kosten hast du auf jeden Fall in einem reinen Honorartarif. Dieser wird dann meist nur von Maklerversicherern angeboten, da Agentur-Versicherer und Direktversicherer auch immer eine Provision mit einbehalten wollen.

Spontan würde ich sagen, dass du mit einem Angebot von der Condor gut fahren solltest. Die Condor hat eine sehr gute Fondspalette und bietet zudem einen jährlichen Fonds Check Up an. Dies ist meiner Meinung nach die einzige Versicherung, die auch von sich aus auf den Kunden zukommt, um zu prüfen, ob die aktuellen Fonds noch sinnvoll sind in der Versicherung. Sie hat einen reinen Fonds-Tarif ohne Garantie und einen Fonds-Tarif, wo du die Garantie selbst bestimmen und auch während der Laufzeit selbst ändern kannst.

Die LV 1871 hat, genauso wie die Condor auch, reine Honorartarife und bietet zudem auch die sogenannten Dimensional-Fonds an. Das sind kostenarme Fonds, ähnlich wie ETFs. Fondsempfehlungen gibt es da aber keine.

Eine Übersicht der finanzstärksten Versicherer habe ich vor einer Woche mal hier erstellt:

http://die-ruerup-rente.com/die-finanzstaerksten-altersvorsorge-versicherer-2014/

von der Besteuerung her liegst du mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung richtig.

Aha Abgeltungssteuer in der Ansparphase. Und diese Aussage als Versicherungsmakler.

Bei der langen Laufzeit einer Rentenversicherung (vor allem, wenn du sie dir als lebenslange Rente auszahlen lässt), ist der wichtigste Faktor erst einmal die Bonität des Unternehmens

Bonität bei Fondspolice ???? Fonds in einer Fondspolice sind zwar kein reines Sondervermögen, werden aber von den Versicherungen als solches deklariert gehören aber nicht zur Insolvenzmasse.

Dies ist meiner Meinung nach die einzige Versicherung, die auch von sich aus auf den Kunden zukommt, um zu prüfen, ob die aktuellen Fonds noch sinnvoll sind in der Versicherung.

Das nennt man aus dem Fenster lehnen. Fonds sollte übrigens der kompetente Versicherungsmakler mit dem Kunden zusammen machen und nicht die Versicherung alleine oder sehe ich das falsch.

Eine Übersicht der finanzstärksten Versicherer habe ich vor einer Woche mal hier erstellt:

Außer das die Liste nicht vollständig ist, stellt sie auch nicht erlaubte Werbung dar.

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Mein Tipp: Lass' die dritte Versicherung sein und spare in einen Fondssparplan mit geringen Nebenkosten (Bsp. unten). Versicherungen haben immer Abschlusskosten, die Du in den ersten 5 Jahren abbezahlst. Auch während der Vertragslaufzeit fallen Kosten an, was die Rendite mindert. Der einzige Vorteil: Du versteuerst dann nur den halben Ertragsanteil bei Kapitalauszahlung bzw. einen geringen pauschalen Anteil bei Umwandlung in eine Rente (altersabhängig). Da Du schon zwei Zusatzversicherungen hast, sollte Dein Bedarf gedeckt sein - auch wenn ich die Summen nicht kenne.

Eröffne statt dessen ein Depot über einen privaten Fondsvermittler. Profinance-direkt ist da ein gutes Angebot. Du erhälst Zugang zu über 7000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag und bekommst einmal im Jahr einen Teil der Prämienzahlungen zurück, die der Fondsvermittler sonst von der Fondsgesellschaft ausgezahlt bekommt. Mit dieser Deiner Prämie können die Depotkosten gemindert oder gar ganz kompensiert werden (je nach Depotwert), so dass eine Zusatzrendite möglich wird.

Ein weiterer Vorteil: Auch wenn das Geld für die Altersvorsorge gedacht ist, kann man immer entweder frei darüber verfügen, falls man mal in eine Notlage gerät, oder das Depot zu einem günstigen Darlehenszinssatz beleihen. Am Ende der Einzahlphase entscheidest Du, ob Du den Depotwert auf einen Schlag auszahlen lässt, in einen Auszahlplan umwandelst oder in eine Rentenzahlung umwandelst oder jeweils nur einen Teil davon. Volle Flexibilität also bei geringen Kosten!

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