Zum Mitnehmen oder hier essen?

10 Antworten

Natürlich darf der Bäcker dass, es bleibt ja ihm überlassen, wie er seine Preis gestaltet. Für den Verbraucher ist es nur wichtig, dass dieser im voraus erkennen kann, wie hoch der Preis sein wird.

Dein Bäcker sagt sich halt, dass für ihn die Produktion immer gleich kostet. Und wenn er beim selben Endpreis weniger bekommt, nur weil die Leute im Haus essen, dann sieht er das vielleicht nicht ein. Vor allem dann nicht, wenn noch einkalkuliert, dass er im Haus extra Essgelegenheiten unterhält, die auch Kosten verursachen.

Wenn ein Betrieb ehrlich kalkuliert, dann ist der Endpreis unterschiedlich, denn die 12% MWSt - Unterschied wirken sich auf den Endpreis aus, nicht auf den Nettopreis. Andere erhöhen mit dem vergringerten MWSt-Satz bei gleichem Verkaufspreis, den Nettopreis (sprich Gewinn).


Wie kommst du denn darauf, dass McD andere Steuersätze hat ob du nun dort isst oder es mitnimmst? Wenn der Kunde im Restaurant angibt, das Essen mitnehmen zu wollen, müßte man das ja dann irgendwie eingeben. Macht man aber nicht. Eingegeben wird nur, was bestellt wird. Gefragt wird aus dem Grund, ob das Essen auf ein Tablett kommt, oder in die Tüte. 

Die Steuersätze sind von anderen Faktoren abhängig.

Du irrst. Es gibt auch einen unterschiedlichen Steuersatz!

Du siehst doch gar nicht, ob das "normale" Restaurant nicht auch einen Knopf für "zum Mitnehmen" hat... Und wenn sie das nicht haben, ist der Mitnahme anteil so gering, dass sich für das Restaurant der Aufwand nicht lohnt...

@anjanni

Ich habe selbst mal dort hinter der Theke gestanden und sie haben in der Tat keinen solchen Knopf. Sonst hätte ich die Antwort nicht so formuliert. Alle Kassen sind gleich programmiert, selbst die am Drive In, wo man ja eigentlich nur Essen mitnimmt. 

Wie kommst du denn darauf, dass McD andere Steuersätze hat ob du nun dort isst oder es mitnimmst?

Weil es so ist. Beim Verzehr an Ort und Stelle ist der volle Steuersatz fällig, ansonsten der ermäßigte.

http://www.dehoga-hamburg.de/home/thema_details.php?main=3&sub=4&id=39&sessionid=KPEXnO04KnlS9icRtzPy

@PatrickLassan

Mag ja sein, aber deshalb wird in die Kassen nicht eingetippt, ob der Kunde das Essen mitnimmt oder dort isst. Es wird nur eingegeben, was der Kunde bestellt.

@YK1972

Das mag nicht nur sein, das ist so. Auf irgendeine Art muss jeder Imbissbetreiber diese Umsätze trennen, ansonsten bekommt er Probleme bei einer Betriebsprüfung.

@PatrickLassan

Dann war mein Betrieb wohl die Ausnahme.

Die Steuersätze sind von anderen Faktoren abhängig.

Von welchen denn?

So wie der Bäcker in deiner Nähe es macht, ist es ganau richtig! Genau so ist das Prinzip der unterschiedlichen Steuersätze von unserer Regierung gewollt: 7% Umsatzsteuer auf (die meisten) Lebensmittel - der verringerte Steuersatz soll der Bevölkerung eine günstiger Ernährung sichern. Auf "vor Ort" verzehrte Lebensmittel entfällt der reguläre Steuersatz von 19% - eine Begünstigung ist in diesem Fall nicht vorgesehen (da es sich bei einer Bewirtung um einen gewissen "Luxus" handelt).

Bei FastFood-Ketten wird aus Vereinfachungsgründen immer der gleiche Abgabepreis ausgewiesen und berechnet. Die Steuersätze sind aber, wie schon beschrieben, unterschiedlich und werden auch zu 7% bzw. 19% abgerechnet. Insgesamt handelt es sich um eine Mischkalkulation - wobei das jeweilige Unternehmen (um es einfach zu sagen) bei Mitnahme mehr verdient. Daher werden häufig auch Speisen als "Außer Haus" gebucht, obwohl sie "Im Haus" verzehrt werden. Daher lasse ich mir immer eine Quittung geben und bei Falschbuchung korrigieren: Lieber mehreinnahmen für unseren Staat als für einen amerikanischen Konzern :-D


Der Bäcker ist äußerst freundlich, wenn er unterschiedliche Preise angibt...

Üblich ist jedoch die Vorgehensweise von McD. Du wirst das bei 99,9% aller Lokale (Imbisse und andere, die Essen zum Mitnehmen anbieten) genau so finden, wie es eben McD auch macht.

Und er darf das auch so machen, da er für Endverbraucher einen Endverbraucherpreis angibt. Lediglich als Geschäftskunde hättest Du Anspruch auf den Nettopreis plus tatsächlich abgeführter USt.

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