Wohnung gekündigt und keine Bestätigung!

5 Antworten

Je früher der Vermieter realisiert, dass er neue Mieter suchen muss, umso eher wirst Du häufigeren Besuch von Mietinteressenten bekommen. Gerade um die Weihnachtszeit würde ich mich still verhalten. Wenn diese mal vorüber ist, also in etwa einem Monat, schreibe dem Vermieter noch zweimal. In dem einen Brief schreibst Du, dass Du zum Auszug am xx.xx.xx die Wohnung in vertragsgemäßem Zustand übergeben möchtest und daher um einen Termin für eine Vorbesichtigung bittest. Im zweiten, wieder ca. 3 Wochen später, teilst Du dem Vermieter mit, dass Du am xx.xx.xx. Gerne die Wohnung übergeben möchtest. Diese beiden Schreiben nicht per Einschreiben. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass er dann irgendwann behauptet, er hätte nie eine Kündigung erhalten.

Eine echte Bestätigung der Kündigung brauchst Du nicht.

Eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung, die keiner Bestätigung bedarf.

Nur im Streitfall müsstest du den rechtzeitigen Zugang der schriftlichen Kündigung belegen.

Versuch doch mal direkt mit denen zu telefonieren und lass es dir am Telefon bestätigen. Ansonsten hast du ja den Nachweis, das du sie rechtzeitig informiert hast.

Wie sollte ich hier weiter vorgehen?

Gar nicht. Denn die Kündigung muß nicht bestätigt werden.

Klugerweise, wenn man eine Bestätigung haben möchte, legt man ein entsprechendes Rückantwortschreiben und einen frankierten Rückumschlag der Kündigung bei.

Dann braucht der Vertragspartner das nur unterschreiben, eintüten und in den Briefkasten stecken.

Hallo,

wenn du keine Bestätigung bekommen hast und auch telefonisch keine Auskunft erhälst, sende deine Kündigung noch mal per Einschreiben Rückschein., denn dann muss jemand den Empfang schriftlich bestätigen. Damit hast du auf jeden Fall die Sicherheit, dass dein Schreiben angekommen ist.

sende deine Kündigung noch mal per Einschreiben Rückschein.

Keine gute Idee.

denn dann muss jemand den Empfang schriftlich bestätigen

Wer sagt denn so was. Seit wann muss man einen Einschreibebrief annehmen? Dann wäre ein Einwurfeinschreiben die bessere Wahl. Ein solches Schreiben wird in den Briefkasten des Empfängers zugestellt und der Zugang wird von der Post AG gespeichert. Der Sender kann auch an Hand der Sendungsnummer per Internet den Lauf und Zugang selbst feststellen den Beleg ausdrucken. Und schon ist ein rechtssicher Zugang bewiesen.

@werbon

Ja aber Einschreiben-Einwurf liegt ja schon vor. Außerdem gilt das Einschreiben-Einwurf eben nicht als rechtssicher, wer garantiert denn das das Einschreiben vom Briefkasten auch auf dem Tisch des Empfängers landet. Ich habe schon Sachen bei der Post erlebt... Die Sendungsverfolgung funktioniert leider nicht immer. Wir haben bereits eine Kündigung als Einschreiben-Einwurf versandt, wobei nur die Zustellung von uns in die Postfiliale dokumentiert wurde, der eigentliche Einwurf in den Briefkasten wurde nicht dokumentiert.

@HamsterBruce

Außerdem gilt das Einschreiben-Einwurf eben nicht als rechtssicher

Quatsch. Ein Einschreiben + Rückschein ist noch unsicherer. Da es weder angenommen, noch abgeholt werden muß.

wer garantiert denn das das Einschreiben vom Briefkasten auch auf dem Tisch des Empfängers landet.

Im Briefkasten reicht völlig aus.

@HamsterBruce

wer garantiert denn das das Einschreiben vom Briefkasten auch auf dem Tisch des Empfängers landet.

Ein Brief mit einer solchen Willenerklärung gilt dann als zugegangen, wenn er in den Machtbereich des Adressaten gelangt ist, sodass er unter normalen Umständen vom Inhalt Kenntnis nehmen kann. Das wird in der Regel angenommen, wenn der Brief in den Briefkasten des Empfängers eingeworfen worden ist, denn es wird vorausgesetzt , das der Hausbriefkasten einmal täglich geleert wird. Ist der Empfänger zum Beispiel in Urlaub oder im Krankenhaus, dann muss er dafür sorgen, das ein Vertreter die Post aus dem Briefkasten holt.

BAG NJW-RR 89, 758.

Der Absender muss aber beweisen, das der Brief tatsächlich in den Hausbriefkasten des Empfängers eingeworfen wurde. Und hier kommt dann z.B. als Lösung das Einwurfeinschreiben zum Einsatz.

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