Wie würdet ihr diese Passage in meinem Arbeitszeugnis einschätzen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du hast die Ziele verfolgt aber nicht erreicht. Du hast dich bemüht, die Aufgaben zu erledigen, sie auch pünktlich abgeliefert aber das Ergebnis war mal nix. 

Definitiv werden deine Leistungen negativ bewertet. Dass du die Sachen pünktlich erledigt hast, und dass das extra erwähnt wird, heißt, dass man außer Pünktlichkeit dazu nichts zu sagen hat. 

Zufriedenheit ohne „ zur vollen, stets zur vollen , zur vollsten oder stets zur vollsten heißer dann eigentlich auch eher Unzufriedenheit. Ich habe selbst schon viele Arbeitszeugnisse geschrieben und kann dir nur raten, eine Änderung einzuklagen, wenn irgendwas da ist, was du in die Waagschale werfen kannst ( zum Beispiel ein besseres zwischenzeugnis). Du hast als Arbeitnehmerin ein Anrecht auf ein wohlwollendes Zeugnis. Es sei denn, du hast nachweislich so schlecht gearbeitet, dass das schon wohlwollend war. 

Man kann keine zusammenhanglosen Sätze analysieren. Je nach Kontext kann alles eine unterschiedliche Bedeutung haben.

Wenn du selbst Zeugnisse schreibst, solltest du das wissen. Und du solltest wissen, dass "wohlwollend" nicht dasselbe wie "gut" ist.

@DarthMario72

Wie du selbst weiter unten sehr treffend formuliert hast, gibt es dennoch bestimmte Formulierungen oder Tatsachen, die extra erwähnt werden, die definitiv negativ zu bewerten sind. Dafür brauchst du nicht mal spezifische Fachkenntnis, zum Beispiel auf der Seite Arbeitszeugnis i.o findest du fast alle o.g. Formulierungen als Beispiel für mangelnde Qualifikation und unzureichende Fachkompetenz. Da kann man dann im restlichen Zeugnis noch ganz viel nettes schreiben- das gleicht es dennoch nicht aus, egal in welchem Kontext. Wer mehrfach solche Formulierungen benutzt, geht m.E. nicht wohlwollend vor. 

@DarthMario72

Aber grundsätzlich hat @Katjad71 Recht!

Man kann ein Zeugnis nur dann vernünftig bewerten, wenn man es vollständig im Zusammenhang liest, also von der Überschrift bis zum Ausstellungsdatum und der Unterschrift. Denn überall können Informationen enthalten sein, die für die Einschätzung des Zeugnisses wichtig sind - das gilt auch für scheinbar unwichtige Kleinigkeiten wie Rechtschreibfehler oder Ausstellungsdatum.

Trotzdem kann man aber an diesem kleinen Ausschnitt erkennen, dass es wohl kein besonders gutes Zeugnis sein dürfte. "Stets mit großer Umsicht und Pünktlichkeit" lässt vermuten, dass du ggf. recht kleinlich warst, vor allem aber deine Aufgaben gerade mal "just in time" geschafft hast. "Zu unserer Zufriedenheit" ist gerade mal "ausreichend".

Wenn du aber genaueres wissen möchtest, solltest du das Zeugnis komplett (natürlich anonymisiert) hier einstellen. Dann kann man dir auch Ratschläge geben, wie du weiter vorgehen kannst.

Als AN hast du grundsätzlich Anspruch auf ein durchschnittliches (= befriedigendes) Zeugnis. Willst du eine bessere Bewertung, musst du belegen, dass du es verdient hast. Umgekehrt ist der AG in der Beweispflicht, wenn er dich schlechter bewerten will.

"Wie würdet ihr das interpretieren? Werden meine Leistungen negativ beurteilt?"

Gegenfrage: Möchtest du Kaffeesatzleserei als Antwort oder eine fundierte und begründete, ohne (Fehl-) Interpretationen?

Ein Zeugnis kann man nämlich nur dann annähernd richtig beurteilen, wenn man es als Ganzes, also von Überschrift bis Unterschrift, natürlich anonymisiert, liest. Denn überall können Informationen enthalten sein, die sich nur im Kontext erschließen, beziehungsweise richtig im Zusammenhang beurteilt werden können. 

Auch der freiwillige Schlusssatz trägt entscheidend zur Beurteilung eines Zeugnisses bei, denn dort erkennt man an der Wortwahl und/ oder der Tatsache, ob Bedauern über das Ausscheiden, Dank für gute Zusammenarbeit und weiterhin viel Erfolg gewünscht wird, oder aber bestimmte Formulierungen ganz weggelassen oder aber nur für die Zukunft gewünscht werden.

Allerdings kann man bereits aus dem von dir zitierten Satz erahnen, dass das Zeugnis eher unterdurchschnittlich ist....

"Frau K. hat sich in den ihr gestellten Aufgabenbereich eingearbeitet
und verfolgte die vereinbarten Ziele mit Fleiß und Ausdauer... 
hat sie aber leider nie erreicht  ; Sie hat die ihr übertragenen Aufgaben stets mit großer Umsicht und Pünktlichkeit zu unserer Zufriedenheit erledigt."  es fehlt das Wort "vollsten" vor Zufriedenheit. Negativ darf nicht, aber interpretieren kann man... 

Stetz zu vollsten Zufriedenheit ,ist 1

stets zur vollen Zufriedenheit , ist 2

stets zur Zufriedenheit ist 3 

zur Zufriedenheit ist 4.

hat sich bemüht zur Zufrieden zu erfüllen ist 5

Hier mit verfolgen der Ziele mit Fleiß und Audauer werdet das stetz auf 2 bis 3 auf .

Allerdings das besondere Erwähnen der Pünktlichkeit , heisst war nicht bereit Überstunden zu leisten , od ggf " Dienst nach Vorschrift "

u hast nicht mehr gemacht als nötig in der vorgeschr. Arbeitszeit                . ( stets mit großer Umsicht und Pünktlichkeit zu unserer Zufriedenheit erledigt.)

Hast es zwar probiert die Aufgabe zu erledigen, doch das Ergebnis nicht erreicht. ( vereinbarten Ziele mit Fleiß und Ausdauer... )

Wo dankt man Dir für die Mitarbeit ?

Wie war dein Verhältnis (Reihrnfolge ist wichtig) zum: 1.Kunden, 2. Vorgesetzten, 3. Mitarbeitern)  ?

Wo wünscht man Dir für die Zukunft alles Gute.

Lassse den Kopf nicht hängen, das nächste mal mehr anstrengen.

Wie war dein Verhältnis (Reihrnfolge ist wichtig) zum: 1.Kunden, 2. Vorgesetzten, 3. Mitarbeitern)  ?

Nein, diese Reihenfolge ist in neuerdings üblich bei besonders kundenorientierten Branchen - ansonsten ist aber Vorgesetzte - Kollegen - Außenstehende korrekt!

@Wolfgang57234

Wie war dein Verhältnis (Reihrnfolge ist wichtig) zum: 1.Kunden, 2. Vorgesetzten, 3. Mitarbeitern)  ?

Vorgesetzte, Kollegen (Mitarbeiter nur dann, wenn man Personalverantwortung hatte), Kunden und andere Außenstehende  - das ist die richtige Reihenfolge!

Wie @Wolfgang57234 schon korrekterweise sagte: nur bei manchen sehr kundenorientierten Unternehmen weicht man davon ab und nennt Kunden zuerst.

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