Wie viel muss ich die stunde rechnen, will jetzt subunternehmer werden?

5 Antworten

Das ist nicht ganz so pauschal zu sagen. Zum Beispiel wird die Einkommenssteuer auf Dein gesamtes Einkommen berechnet, also auch Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, also wenn Du noch eine andere Stelle hast.

Weiter besteht sehr schnell der Verdacht der Scheinselbständigkeit, lies Dich darüber mal ein, betrifft dann jedoch hauptsächlich Deinen Auftraggeber, aber kann ganz schön nervig werden auch für Dich

Dann entstehen weitere Kosten wie Steuerberater, Versicherungen usw, die alle auf Deinen Stundensatz hochgerechnet werden müssten. Da ich solche Konstellationen kenne, versuche mal 20-25 Euro durchzusetzen, auch wenn oft weniger am Markt als Sub leider üblich ist. Wer stellt die Betriebsmittel, also Putzzeug und so ? Und weitere Auftraggeber zu suchen, eventuell ohne Umweg über eine andere Firma, also direkt an den Kunden wäre ab Gewerbeschein ausfüllen auch dringend zu raten

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ich habe das Gefühl, die fehlenden die grundlegendsten Kenntnisse für eine unternehmerische Tätigkeit:

1.) Nicht Dein Gewinn, sondern Dein Umsatz darf € 17.500 im Jahr nicht übersteigen, wenn du die Kleinunternehmer-Regelung anwenden und ohne MWST abrechnen willst

2.) Wenn Du für gewerbliche Kunden arbeitest, macht das überhaupt keinen Sinn, denn die können die UST, die Du in Rechnung stellst wieder als Vorsteuer geltend machen und somit ist der Betrag "neutral" - allerdings kannst Du bei Anwendung der Kleinunernehmer-Regelung aus deinen eigenen Betriebskosten keine Vorsteuer absetzen und verbrennst somit (eigenes ) Geld.

3.) Was Du in Rechnung stellen musst um auf € 15,00 Stundenlohn zu kommen, musst Du schon selbst kalkulieren. Niemand hier kennt Deine Kosten und Betriebsstruktur. Aber wenn Du als Subunternehmer tätig bist, wird eh Dein Auftraggeber den Preis vorgeben. Den kannst du dann entweder akzeptieren oder den Auftrag ablehnen. Viel Verhandlungsspielraum gibt es da meist nicht.,

4.) Ich kann Dir nur raten, schnellstens ein Existenzgründerseminar zu besuchen oder zumindest einen guten Steuerberater ins Boot zu holen. Sonst rennst Du ins offene Messer. Das Finanzamt versteht speziell beim Thema MWST keinen Spaß

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Heißt es ich kan 20.000€ in jahr von kunden bekommen aber wenn ich 5000€ kosten hab wie fahrtkosten material kosten Werkzeuge usw.

dann ist mein umsatz 15.000€?

@Visbeh

Jetzt verstehe ich umsatz ist was ich bekomme und gewin was mor übrig bleibt

@Visbeh

Wie, selbst diese einfachsten Dinge waren dir nicht bekannt? Ich kann dir nur raten, was bereits der User Highlands dir angeraten hat, ein Existenzgründerseminar zu besuchen und einen Steuerberater ins Boot zu holen. Gerade als Subunternehmer von Sub und nochmals Sub. Du bist für alles verantwortlich, was dort vorvertraglich festgelegt ist. Du solltest in der Lage sein Angebote zu prüfen, auch auf Stichhaltigkeit und auf die Möglichkeit das durchzuführen. Nicht selten werden den Subs nämlich Dinge zugeschustert, mit denen der Auftragnehmende Unternehmer nicht zu tun haben will, entweder weil es sich nicht rechnet, oder er keine Garantien für die Arbeiten übernehmen will.

@Visbeh

Umsatz ist alles, was Du durch die unternehmerische Tätigkeit einnimmst. Also das was Du für Deine Arbeit in Rechnung stellst, Deine Arbeitszeit, irgendwelches Material, dass Du verkaufst oder mit abrechnest. Auch wenn Du gebrauchte Maschinen oder Werkzeuge aus Deiner Firma verkaufst, ist das Umsatz. Einfach alles "was rein kommt". Das ist die Berechnungsgrundlage für Mehrwertsteuer

Davon ziehst Du die ganzen Unkosten (Fahrtkosten, Reparaturen, Verbrauchsmaterial, Löhne für Mitarbeiter etc) ab. Dann hast Du den Gewinn und darauf zahlst Du Einkommensteuer

Sollte man nicht verwechslen

Ich glaube nicht, dass man dir € 15 bezahlen wird. Wahrscheinlich wirst du nicht einmal auf den Mindestlohn kommen. Einmal abgesehen davon, dass viele Reinigungsfirmen (nicht alle!) sehr viele Überstunden gar nicht bezahlen.

Wenn du nur einen Auftraggeber hast, könnte es sich um eine Scheinselbständigkeit handeln! Du mußt von deinem Verdienst Krankenkasse, Fahrgeld und alle weiteren Kosten bezahlen. Es wird nicht viel für deinen Lebensunterhalt übrig bleiben.

Suche dir lieber selbst eine Reinigungsstelle und arbeite nicht als Subunternehmer!

Danke für die Antwort, ja sie haben recht ich muss dann später etwas direktes finden aber ich weiß nicht weiß nicht was wäre die stunde gut und was nicht da ich heute einen Termin mit den unternehmer hab?

@Visbeh

Der Unternehmer wird dir sehr wahrscheinlich seinen Preis nennen. Du kannst nach € 15 fragen, aber erwarte den Stundenlohn nicht.

Du bietest einfach 15 Euro netto an.

Die Frage sollte eher lauten, wieviel Stunden im Jahr wirst du arbeiten, damit du nicht mehr als 17.500 Euro verdienst.

Würde mal 45-60 Euro sagen.

Danke für die schnelle Antwort, und wie muss ich das rechnen das mir dan 15€ bleiben?

😂 Klar.... 45-60 Euro bezahlt kein Mensch, die werden ihn auslachen

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