Wie lange darf ein Hund per Gesetz täglich bellen?

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Eine gesetzliche Regelung gibt es da nicht, vielemehr Gerichtsurteile "mit Signalwirkung".

OLG Köln, Az. 12 U 40/93, Bellen des Hundes ist zulässig, jedoch nicht länger als 10 Minuten ununterbrochen, zudem nur 30 Minuten am Tag und nur ausserhalb der Zeiten von 22 bis 6 Uhr und 13 bis 15 Uhr, auch das OLG Hamm ist der gleichen Meinung.

Zudem an Sonn-und Feiertagen ist das so weit als möglich ganz zu unterbinden (ein bis zweimal Bellen ist da sicherlich auch noch drin).

Das würde bedeuten, bring dem Hund die Uhr bei und kauf ihm einen Kalender.....

Im Raum steht unter Umständen gar eine Unterlassungsklage der Nachbarn mit dem Ziel der Beseitigung der Störung, welche diese selbstverständlich anstrengen könnten, im Wiederholungsfall nach verlorener Klage würde dies Strafzahlungen an diese bewirken, damit ist nicht zu spaßen.

Hinzu kommen die Gerichtskosten, Anwaltskosten, etc, das kann schnell sehr teuer werden.

Es gibt kein Gesetz dazu, aber... auch der Hund muss, so blöd es klingt, die Ruhezeiten einhalten, d.h. z.B. kein Bellen nach 22 Uhr. Vielleicht sollte man Ihm beibringen die Uhr zulesen :-)

Hallo, Ich wohne in einem Waldgebiet, sprich ruhig und nett. Nur meine Nachbarn machen mir seit Jahren das Leben nicht schön. Die habe 2hunde und die kläffen den ganzen Tag, ob ein Vogel kommt oder einfach nichts,die kläffen. Heute habe ich sie erneut drauf angesprochen,denn sie lassen ihre Hunde sonntags morgens um 7.30 raus und da bist du wach. Ein Gekläffe ohne Ende und wer lässt schon gerne sein Fenster zu.

Auf meine Bitte,die nicht die erste war,es doch abzustellen,hieß es die Hunde dürften morgens ab 7 raus.

Kennt ihr das,wenn Hunde den ganzen Tag über bellen in einem Gebiet wo man denkt es sollte Ruhe Herrchen ?

Das Oberlandesgericht Brandenburg (Urteil vom 11.01.2007, AZ: 5 U 152/05) hatte über einen Fall zu entscheiden, in dem es um einen lautstarken Schäferhund ging, dessen Besitzer von seiner Nachbarin verklagt worden war. Der Hund schlug immer an, wenn Dritte dem Anwesen nahe kamen. Ob Postbote, Handwerker, regelmäßige Besucher, Nachbarn oder zufällige Passanten, der Hund nach seinen Wachdienst sehr ernst, ohne jemals heißer zu werden. Messungen, die die Klägerin durchführen ließ, ergaben Spitzenwerte zwischen 80 und 99,6 Dezibel.

In der Zeit von 23.00 bis 7.00 Uhr, während der allgemein geschützten Nachtruhe, ist das Bellen nach Auffassung des OLG tatsachlich als eine wesentliche Lärmbelästigung zu werten. Tagsüber aber gibt es nach Meinung des Senats es so viele Hintergrundgeräusche, bspw. durch den Straßenverkehr, dass das Gebell keine unzumutbare Lärmplage sei. Ein Verbot komme deshalb in dieser Zeit nicht in Frage. Das gelte auch für die Zeit der Mittagsruhe.

Dieser Teilerfolg war für beide Parteien ein Pyrrhussieg, da beide Parteien ihre eigenen Kosten und die Hälftigen Gerichtskosten tragen mussten. Diese Kosten waren auch nicht gerade gering, da das Gericht den Streitwert auf 15.000,00 € festgesetzt hat. Eine außergerichtliche Lösung hätte sicherlich nicht nur Kosten, sondern auch Nerven erspart .

Quelle:http://www.vergleichen-und-sparen.de/ruhestoerungdurchhundegebell.php

ER bist das Herrchen, ER hat die Pflicht das Tier zu erziehen, das muss man nicht hinnehmen und ich würde das bei meinen Hunden nicht tolerieren. Wenn man nicht für Ruhe sorgen kann, muss man eben einen Hundetrainer holen und üben üben üben....hilft nichts, wer das eine liebt, muss das andere mögen.

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