Wie kann man ein selbst geschriebenes Buch veröffentlichen lassen?

5 Antworten

Die Frage ist zwar schon etwas älter, ich versuche aber mal alles zusammenzufassen, es scheint als würden sich mehrere Menschen dafür interessieren ein Buch zu veröffentlichen. Wenn jemand die Frage lesen sollte dann hat man so eine Zusammenfassung.

Im Grunde hat man 3 Möglichkeiten:

1. klassischer Verlag

Man schickt sein Manuskript an einen Verlag und hofft auf eine positive Zusage. Die gibt es aber nur in den seltensten Fällen, außer man hat schon mal ein Buch veröffentlicht, mit Erfolg natürlich, oder man ist Berühmt bzw. zumindest einigen Menschen bekannt. Versuchen sollte man es immer bei einem klassischen Verlag, vielleicht hat man ja Glück. Nachteil ist, dass dies nur sehr wenigen Menschen vorbehalten ist und eigentlich fast unmöglich ist wenn man nicht bereits erfolgreicher Autor oder Promi ist. Vorteil hier ist, dass man dafür nichts bezahlen muss.

2. Druckkostenzuschussverlag

Vorgehen wie beim klassischen Verlag, Manuskript einschicken und hoffen. Da viele Menschen zu einem DKZV ausweichen, da sie ja bei einem klassischen Verlag keine Chance bekommen, ist es hier auch nicht unbedingt sicher genommen zu werden. Ich weiß z.B. vom Novum Verlag der nicht jedes Buch veröffentlicht, dafür reichen bei den meisten Verlagen die Kapazitäten nicht da so viele Einsendungen kommen. Nachteil, man muss sich an den Kosten beteiligen. Vorteile, vor allem gegenüber Self-Publishing (siehe Punkt 3), man bekommt Hilfestellungen (Lektorat, Grafik,...) und man hat einen Ansprechpartner. Gerade wenn es das erste Buch ist wird man das benötigen.

3. Self-Publishing.

Man muss kein Manuskript einschicken da man es ja selbst veröffentlicht. Dafür gibt es mittlerweile auch genug Firmen bzw. Internetseiten die eine Veröffentlichung anbieten. Auch z.B. bei Amazon kann man Geschichten selbst veröffentlichen (kleingedrucktes in den AGBs lesen!) Nachteile  man muss sich um alles selbst kümmern. Man muss das Buch verbessern lassen, einen Titel finden, eventuell einen Grafiker,... und man geht in der Masse unter. Es gibt mittlerweile so viele Geschichten die selbst veröffentlicht werden, da ist es nicht so einfach aus der Masse herauszustechen. Vorteil, günstig aber nicht umsonst. Der Lektor etc. muss ja auch bezahlt werden. Hier bezahlt man auch mit Zeit und Nerven.

(4. Blog

Die Möglichkeit schreibe ich mal in Klammer. Man kann natürlich auch seine Geschichte auf einer eigenen Internetseite Stück für Stück veröffentlichen. Das hilft schon mal sich einen Namen zu machen und eine kleine "Fanbase" aufzustellen. Wenn man dabei Erfolg hat dann steigen auch die Chancen einmal ein Buch bei einem klassischen Verlag veröffentlichen zu können da man dann ja einen bekennten Namen hat.)

Ich möchte auch gerade mein Manuskript veröffentlichen lassen und versuche mich gerade deswegen zu informieren. Da kann ich eigentlich von Glück reden, dass ich gerade auf diesen Thread gestoßen bin, indem das Thema schon so ausführlich behandelt wurde :)

Sehr cool auch, dass du die Publliziermöglichkeiten alle so sorgfältig aufgelistet hast. Teilweise bin ich dann schon im Thread etwas durcheinander gekommen und habe einige Begrifflichkeiten durcheinander gebracht. 

Ich bin mir auch immer noch nicht ganz sicher, was genau die Unterschiede zwischen Druckkostenzuschussverlag und Self Publishing ist. Außer natürlich der Eigenaufwand beim Suchen für Lektorat und Grafiker. Bei wie sieht das Endprodukt denn dann aus? Kann ich sowohl bei Self Publishing als auch beim Druckkostenzuschussverlag ein fertiges Buch in Händen halten oder sind das dann "nur" ebooks? 

Mir persönlich ist es nämlich besonders wichtig, am Ende ein fertiges Buch zu haben und nicht nur ausschließlich ein e-book. Denn nur physische Bücher können es in den Buchladen schaffen, wenn sie gut genug sind. Und das will ich doch für mein Werk hoffen ;)

Welche Publiziermöglichkeit würdest du mir denn dafür raten?

@StarMaze

Bei einem DKZV hat man am End ein gedrucktes Buch in Händen, zusätzlich hat man da oft die Möglichkeit es auch als E-Book anzubieten. Beim Self-Publishing hat man kein gedrucktes Buch in Händen, je nach Anbieter hat man  ein E-Book bis zu einer normalen PDF Datei in Händen.

Für dich würden dann nur Punkt 1 und 2 in Frage kommen, bei diesen Punkten hat man am Ende des Prozesses ein gedrucktes Buch in Händen. Bei beiden Punkten gibt es dann die Möglichkeit, dass deine Bücher in Bücherläden ausliegen. Und wenn du willst dann eben auch zusätzlich in Form eines E-Books.

@SchlaubiSmurf

Danke für deine Antwort!

Mein Manuskript an einen klassischen Verlag zu bringen, wird bestimmt nicht allzu einfach. Neuautoren haben es da doch eher sehr schwierig sich einen Namen zu machen. Weißt du zufällig, ob es bei einem Druckkostenzuschussverlag genauso schwierig ist? Selektieren sie auch so stark aus, wie es klassische Verlage tun?

Self  Publishing wäre für mich keine Alternative. Wie schon gesagt, ich würde mein fertiges Werk doch sehr gerne in einem Buchladen sehen. Ein ebook ist zwar auch ok, aber nicht als einzige Option. Das sollte nur als Zusatzoption zur Verfügung stehen.

@StarMaze

Das kommt immer ganz auf den Verlag selbst an, manche nehmen einfach alles, andere wiederum schauen dann doch auch auf die Qualität und nehmen nicht jeden.

Auch diese Verlage haben nur bestimmte Ressourcen und wie do schon richtig sagst, klassische Verlage machen es einem nicht gerade leicht genommen zu werden, deshalb ist der Anlauf bei diesen Verlagen auch sehr groß.

Glaube das mit dem gedruckten Buch empfinden viele so, eine Datei kann einfach jeder machen, ein gedrucktes Buch im Buchladen nicht.

Man muss vor allem bei sogenannten Druckostenzuschuss-verlagen vorsichtig sein. Es gibt jedoch auch einige Book on demand-verlage, die nur einen kleinen Betrag nehmen und dafür Bücher veröffentlichen. Das finde ich dann schon sehr fair und in ordnung. Eine Freundin von mir hat z.B. beim Re Di Roma-Verlag veröffentlicht. Da zahlt man irgendwas um 120 Euro. http://www.rediroma-verlag.de Vielleicht aber auch erstmal bei größeren Verlagen probieren. Wenn es dann nicht klappt, ist der gepostete Link eine ganz gute ALternative, denke ich.

Meine Vorgänger haben Recht. Es gibt den (mühseligen) Weg, das Manuskript Verlagen zur Veröffentlichung anzubieten. Dazu muss es aber besonders attraktives Material sein und zum Verlagsprogramm passen. Da hilft am besten eine gut sortierte Buchhandlung zu besuchen und nachzuschauen, welche Verlage Bücher zu deinem Thema herausbringen. Wenn ein Verlag ein Buch herausbringen will, kostet es auch nichts, im Gegenteil der Autor bekommt dann ein auszuhandelndes Honorar, für die Hergabe der Nutzungsrechte. Eine andere inzwischen ganz gute Gelegenheit ist http://www.bod.de (Book - On - Demand). Hervorgegangen eigentlich aus einer Druckerei, die im Digitaldruck Bücher produziert. ( Digitaldruck hat den großen Vorteil, dass man auch kleinste Mengen drucken kann, im Grunde genommen auch ein einziges Exemplar. BOD bietet auch alles Einbandarten an, von Broschur (Taschebuch)bis Hardcover mit Schutzumschlag) Das machen auch andere. Bei BOD kommt hinzu, dass sie auch einen Verlagsservice dabei haben, das heißt, sie bieten auch eine Verkaufsplattform an. Ich habe sie erst jetzt auf der Buchmesse in Leipzig gesehen, wo sie sogar Lesungen für ihre Autoren angeboten haben! Ich bin mir sicher, dass dort Autoren gut aufgehoben sind. Gehe mal und schau dir die Internetseite an. Kann ich als Verlagsmensch empfehlen. Viel Glück!

Fridi

Du kannst es auf recht viele unterschiedliche Arten versuchen: Entweder du veröffentlichst das Buch ganz selbstständig per Eigendruck (zB Bod), oder du gehst zu einem Verlag. Dort kannst du dann entweder bei einem der Großen dein Manuskript einreichen oder zu einem kleineren Verlag.

Ich habe mich während des Studiums auch lange Zeit mit dieser Frage auseinandergesetzt. Letztendlich habe ich nach vielen Anläufen von den Verlagen nur Absagen bekommen :( Momentan spiele ich mit dem Gedanken einen anderen Weg einzuschlagen: http://hubbr.org/

Ich könnte mir vorstellen es ist eine Alternative zu Books on Demand oder dem klassischen Verlagsgeschäft.

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