Wie kann man dem Vermieter beweisen das die Heizkosten fehlerhaft berechnet sind?

2 Antworten

Hier geht es erst einmal nicht darum, wer was wem beweisen muss. Die Nachbarin hat die Möglichkeit, beim Vermieter oder bei der HV alle Belege einzusehen und z. B. zu vergleichen, ob die Grundlage für die Verteilung der Heizkosten korrekt ist. Z. B. die korrekte Weitergabe der verbrauchten Brennstoffmengen und Preise. Dann kann sie alle Zählerstände, die in den Dokumenten stehen, vergleichen. Bei einer offenbar so großen Abweichung wird sich schnell der Fehler finden, sofern einer vorhanden ist.

Kommt sie selbst nicht damit klar, kann sie immer noch Kopien aller Belege (gegen Bezahlung) verlangen und damit zu einer MIetervertretung marschieren. Aus der Überprüfung ergeben sich dann die Beweise dafür ob richtig oder falsch abgerechnet wurde.

Indem man die Angaben des Vermieters nachrechnet und überprüft. Muss doch alles in der Rechnung stehen...

Zahlt das Arbeitsamt laut diesem Bescheid hier Heizkosten? Ist das eine vernünftige/rechtskräftige Nebenkostenabrechnung?

Hallo zusammen,

das Arbeitsamt von meinem Mitbewohner fragt nach der letzten Betriebs- und Heizkostenabrechnung. Die Nebenkostenabrechnung von 2016 liegt noch nicht vor, also habe Ich die Abrechnung für 2015 gesucht (Oktober-Dezember). Dann habe Ich leider festgestellt das wir keine von unserem Vermieter bekommen haben. Also habe Ich unseren Vermieter gefragt ob das Untergegangen ist oder so, und das ist tatsächlich so gewesen.

Jetzt hat der Vermieter mir heute eine 1-Seiten Nebenkostenabrechnung erstellt und per E-Mail geschickt die so aussieht: http://imgur.com/a/X46Z1 Datiert hat der Schlingel sie mit 01.06.2016.

Aus meiner alten Wohnung, vor dieser WG, bin Ich eine sehr detaillierte Abrechnung gewohnt, dort konnte Ich den Gesamtverbrauch und alle genauen Kosten genau einsehen. Da Ich kein Experte auf dem Gebiet bin, weiß Ich aber nicht wie minimal so eine Abrechnung sein kann.

Ich bin jetzt etwas erschrocken das unser Nebenkostenabschlag für 3 Monate Abrechnung schon so daneben lag, und die Forderung ist nun schon so lange her (und falsch datiert). Wenn Ich das für 2016 hochrechne, müssen wir ja schon mindestens 240€ nachzahlen. Das kann doch nicht alles mit rechten Dingen zugehen. Hat da jemand einen guten Rat für uns?

Als zweites Problem kommt die Strom/Heizkostenabrechnung. Wir zahlen mit Absicht mehr (120€ monatlich), als uns von unserem Energieversorger als Abschlag (69€) berechnet worden ist, weil wir immer gerne auf der sicheren Seite bei so etwas sein wollen. Für den Zweiraum vom 01.10.2015-23.05.20166 haben wir so ein Guthaben von 390€ gehabt, was wir zurück bekommen haben. Damals haben wir uns nichts gedacht, weil wenn Ich richtig lese, kriegt mein Mitbewohner vom Amt garkeine Heizkosten bezahlt (Strom ja sowieso nicht). In seinem Bescheid wird sein Geld wie folgt aufgelistet:

Höhe der monatlichen Bedarfe in Euro

Regelbedarf: 409,00€ Mehrbedarf: 9,41€ Warmwassererzeugung: LEERES FELD Grundmiete: 150,00€ Nebenkosten: 37,50€ Gesamtbedarf: 605,91€

Höhe der monatlich zustehenden Leistungen in Euro

Regelbedarf: 409,00€ Mehrbedarf: 9,41€ Warmwassererzeugung: LEERES FELD KdU - Miete/Eigentum: 187,50€ Summe: 605,91€

Geheizt wird hier mit einem eigenen Gasboiler(?) der in der Wohnung ist. Dieser regelt Warmwasser nur für unsere Wohnung.

Puuh, worauf Ich mit dem ganzen Zeug hinaus will...

  • Zahlt das Amt überhaupt Heizkosten in diesem Fall? Sind die versteckt und vielleicht gesetzlich festgelegt in einem der Unterpunkte (Regelbedarf. 409,00€. Nebenkosten 37,50€)? Dort sind wir einfach mega verwirrt, weil das Feld Warmwassererzeugung LEER steht.

  • Gibt es Probleme weil wir zuviel Gas/Strom zahlen?

  • Ist die _verspätete_ Nebenkosten Abrechnung überhaupt noch rechtskräftig?

  • Ist das überhaupt eine ordentliche Abrechnung?

VIELEN VIELEN DANK wenn du bis hierher gelesen hast... Über Ratschläge würden wir uns riesig freuen!

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