wer bezahlt Verdienstausfall bei unverschuldetem Wasserschaden

4 Antworten

Ich glaube, da gibt es nur einen Weg : Klage vor Gericht wegen Verdienstausfalls und sonstiger Schäden. Aussergerichtliche Vereinbarungen sind eher nicht angebracht. Da ich keine Erfahrungen bezüglich dieses Sachverhaltes habe, würde ich den Rat eines Rechtsanwalts sehr (wenn nicht sogar zwingend) empfehlen.

Ansonsten schließe ich mich den Ratschlägen von "sabo" und "altermann" an.

Die Gebäudeversicherung trägt im Normalfall den Schaden. Macht Bilder vom momentanen Zustand als Beweis, dass wirklich nicht gearbeitet werden konnte. Wendet Euch sofort an Euren Vermieter und macht Eure Ansprüche geltend. Von verdienstausfall durch nicht behandelbare patienten, bis hin zu den Löhnen und Gehältern der Praxismitarbeiter. Der vermiter soll seiner Versicherung direkt den Schaden melden und Gebäudetechnisch dafür sorgen, dass die nötigen Instandsetzungen an den Rohren schnellst möglich durchgeführt werden.

Den Verdienstausfall könnt ihr nur diurch eine eigene Inhaltsversicherung mit Betriebsunterbrechungs- oder Praxisausfallversicherung absichern. Eine fremde Versicherung käme nur dann in betracht, wenn jemand den Schaden schuldhaft verursacht hätte. Davon ist bei einem Rohrbruch eher nicht auszugehen.

Der Wasserschaden (= Reparatur des Schadens) wird im Regelfall von der Hausversicherung gedeckt.

Hat die Hausversicherung (durch den Eigentümer abzuschließen) diese Dinge mitversichert, wird auch gezahlt.

Dann gibt es noch die Haus-Haftpflichtversicherung, die für Schäden zahlen muss, die vom Haus ausgehen (Dachziegel fällt runter, Weg ist trotz Schneeräumens glatt...).

Frage beim Eigentümer an, welche Versicherungen er hat. Wenn du selbst eine hast, zahlt zunächst deine Versicherung.

Schadensersatz für Verdienstausfall wenn Handwerker 3x nachbessern müssen?

Ich habe eine neue Küche bestellt. Vorher war die Firma da, um das Aufmaß zu machen. Dabei wurde übersehen, dass an der Küchenwand ein 30x30cm großer Lüfter ist. Als die Küche geliefert wurde, konnte ein Teil der Hängeschränke nicht angebracht werden, weil der Lüfter im Weg war. Also wurden die Schränke wieder mitgenommen und es wurden andere, flachere Schränke bestellt. Als diese dann angebaut werden sollten, stellte sich heraus, dass die Handwerker falsch gemessen haben. Es fehlte ein 30cm breiter Eckschrank. Alle anderen Schränke wurden montiert, für diesen fehlenden Eckschrank musste noch ein Termin gemacht werden. Als die Hängeschränke beim zweiten Mal angebracht wurden, bohrten die Handwerker auch noch zu tief und beschädigten eine Teil der Fliesen im angrenzenden Bad, sodass hier nun der Fliesenleger kommen musste.

Insgesamt musste ich für die Nachbesserungsarbeiten 3 Tage unbezahlten Urlaub nehmen. Meine Firma hat mir schriftlich bestätigt, dass mein Gehalt um das Geld von drei Tagen gekürzt wird.

Die Küchenfirma weigert sich nun, mir diesen Vermögensschaden zu ersetzen und beruft sich auf ihr zweimaliges Nachbesserungsrecht und meine Schadensminderungspflicht. Allerdings sehe ich nicht ein, auf drei Tage Gehalt zu verzichten, bloß weil die Küchenfirma schlampig und inkompetent gearbeitet hat und ich jedes mal für die Handwerkerarbeiten zu Haus sei musste.

Wie sieht die Rechslage tatsächlich aus. Ist die Küchenfirma verpflichtet, mir diese drei Tage unbezahlten Urlaub zu erstatten?

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