Wenn ein verschuldeter Mensch stirbt..?

5 Antworten

Als Erbe kannst Du die Erbschaft innerhalb 6 Wochen nach Kenntnis des Todesfalles in Deutschland beim Nachlaßgericht ausschlagen, wenn Du meinst, der Verstorbene ist überschuldet. Ist ein Haus vorhanden, worauf noch Kredite laufen, kann dieses zwangsversteigert werden, um den Schaden gering zu halten, wenn kein Erbe dafür eintritt.

Die Erben müssen das Erbe nicht annehmen. Und wenn nix da ist kann der Gläubiger seine Forderungen einfach in den Schornstein schreiben.

Man muss dann zu irgendeinem Amt gehen und dann dort unterschreiben, dass man das Erbe nicht annimmt. Sonst erbt man die ganzen Schulden.

Gibt es keinen Erben geht das Vermögen (oder die Schulden) an den Staat.

Aber, muss man das annehmen?

Nein. Das Erbe und somit die Schulden fallen automatisch zu, wenn man die Erbschaft nicht expliztit ausschlägt.

Hat man die Erbschaft schon angenommen, gibt es die Möglichkeit einer Nachlassinsolvenz.

Und wenn nicht, was passiert dann mit den Schulden?

Schlagen alle Erben aus, oder gibt es keine Erben, dann erbt der Staat. Die Haftung des Staates ist hierbei automatisch auf den Nachlass begrenzt. D.h. vorhandenes Vermögen wird zu Tilgung von Verbindlichkeiten verwendet. Ist der Nachlass überschuldet, dann gehen die Gläubiger zum Teil leer aus.

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