Welche Probleme kann es geben, wenn ein Kind den Hauptwohnsitz nicht bei den Eltern hat?

5 Antworten

Erstens verliert man den KITA Platz nicht automatisch wenn man einen Ort weiter zieht.

Zweitens begehen dann ihr und die Großeltern eine Ordnungswidrigkeit nach § 54 des Bundemeldegesetzes.

Die Großeltern können bis zu 50.000 EUR Strafe bekommen, weil Sie einen Wohnsitz anbieten zum anmelden, obwohl dieser nicht besteht. Ihr könnt eine Strafe von bis zu 1.000 EUR bekommen, weil ihr eine falsche Anmeldung vorgenommen habt.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Wieso verliert ihr euren Kindergartenplatz?

Bei mir war es so, dass ich einen Kindergartenplatz in einem anderen Bezirk wollte. Ich habe daher mein Kind und mich unter der Adresse meiner Eltern (im Bezirk wohnend) angemeldet im Kindergarten und meine Eltern haben meinen Namen mit an ihre Tür geklebt, so kam die Post bei denen an. Und Telefon ist heute ja eh das Handy. Mein Kind war niemals bei meinen Eltern gemeldet und der Kindergarten verlangt ja keine Meldebescheinigung. Er ging dort 3 Jahre in den Kindergarten.

Und in der Mitte habe ich dann meine korrekte Adresse auch angegeben. Deswegen wird man ja nicht raus geworfen, wenn man schon drin ist.

Selbst für die Grundschule habe ich einen Antrag auf den anderen Bezirk gestellt mit der Angabe, dass meine Eltern das Kind oft abholen und nachmittags betreuen. War auch kein Problem, wurde genehmigt.

Meldet im Kindergarten doch einfach die Adresse eurer Eltern als eure Adresse und gut ist es.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Für die Anmeldung im Einwohnermeldeamt ist eine Wohnungsgeberbestätigung, mit der der Wohnungsgeber bestätigt, dass derjenige dort eingezogen ist.

Eine falsche Angabe in der Wohnungsgeberbestätigung ist gemäß Bundesmeldegesetz eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 € geahndet werden kann. Wenn die Großeltern so viel Geld zu verschenken haben, dann können die das tun.

Wie genau ist es denn in eurem Betreuungsvertrag geregelt? Ist dort der Passus überhaupt enthalten, dass man bei Umzug den Kindergartenplatz verliert?

https://www.frag-einen-anwalt.de/Kitaplatz-bei-Umzug-nicht-verlieren--f265219.html

Ihr zieht von A nach B und die Großeltern bleiben in A wohnen?

Die Kinderbetreuungskosten können dann die Großeltern steuerlich geltend machen. Das Kind muss im Haushalt wohnen...

https://www.vexcash.com/blog/kinderbetreuungskosten-absetzen/

Der Kindergeldkasse ist der neue Wohnsitz mitzuteilen. Das Jugendamt dürfte eigentlich nicht informiert werden. Ich wüsste jetzt nicht von wem...

Guter Einwurf. Von Umzug ist in der Satzung nichts zu finden. Das mit dem Wohnsitz steht lediglich unter „Kreis der Berechtigten zur Nutzung der Kindertageseinrichtung“ Aber es steht nirgends, dass man den Platz verliert, wenn man nicht mehr zum Kreis der Berechtigten zählt, aber den Platz bereits hat.

@DieMoneypenny

Dann fragt mal so "hinten rum" beim Kindergarten nach was passiert wenn man umziehen würde... Ihr müsst ja nicht sagen, dass es bei euch der Fall sein wird ;-).

seit wann ist der Kindergartenplatz Wohnortgebunden? Das würden sich ja viele Eltern wünschen, denn viele werden der am weitesten entfernen Kita von ihrem Wohnort zugewiesen.

Es kann durchaus der Platz bei Wegzug aus der Stadt wegfallen.

Naja grundsätzlich ist der Wohnort für die Erfüllung des Betreuungsanspruchs zuständig. Wenn diese dann Abhilfe in einem weiter entfernten Ort schaffen und dieser die freien Plätze dafür zur Verfügung stellt, ist das bis zu einer gewissen Entfernung zulässig. Aber umgekehrt kann die Stadt ja in der Satzung festlegen, dass ein Kind für einen Platz grundsätzlich erst mal den Hauptwohnsitz auch dort haben muss. Und da die Stadt über 200 Plätze zu wenig hat, freuen die sich über jeden Wegzug.

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