Was muss man studieren um im Investmentbanking zu arbeiten?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du könntest im Bachelor z.B. Wirtschaftswissenschaften (BWL) mit Vertiefung Finanzierung wählen oder auch einen Finanzmathematik-Bachelor machen und dann im Master z.B. einen Finance-Master wählen. Das heißt von Uni zu Uni bestimmt etwas anderes. Aber ich denke, diese Kombi eignet sich gut für Investmentbanker.

Hört sich stark nach den studiengaengen an, die von der Frankfurt School Of Finance & Mangement angeboten werden (:

@ActiveO4

Nö...das gibt es auch an der Uni in Chemnitz, falls die einer kennt, liegt in Sachsen etwa 80 km von Dresden entfernt.

Danke für den Stern!

Wenn es um Investmentbanking selbst geht, wäre ein Betriebswirtschaftsstudium der Finanzwirtschaft sehr zweckmäßig.

Geht es um den Bereich Handel, so muß man ( leider ) feststellen, daß zum Studium häufiger Kenntnisse der Informatik / Mathematik ergänzend nützlich sind.

Der sicherste Weg das Ziel zu erreichen, ist wahrscheinlich ein Duales Studium aus Banktrainee/ lehre im gewünschten Bereich und Studium, das die Großbanken anbieten.

Zum Beispiel könntest Du dich bei der Commerzbank Abteilung Human Ressources er danach erkundigen.

Sehr schön für Dich wäre / finden die das, wenn DuDich für ein mehrmonatiges Praktikum bewirbst.

Falls Du Kontakte brauchst, kannst Du Dich ja noch mal melden

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

Vielen Dank Nasdaq für deine ausfuehrlichen Informationen, ich muss leider zugeben dass es mir an Faehigkeiten in der Informatik mangelt. Mich interessieren vorallem die wirtschaftlichen Zusammenhänge, die internationalen Finanzmärkte und die verschiedenen Finanzprodukte. Du wirst lachen, aber ich arbeite seit einigen Tagen an der Bewerbung ( Onlinebewerbung) für eine Praktikumsstelle bei der Commerzbank. Kennst du dich in der Branche aus?

@ActiveO4

Nasdaq14*

Zuersteinmal solltest du wissen, was Investmentbanking (IB) überhaupt ist. Dazu gehört das sogenannte "Mergers&Acquisations" (M&A), was soviel bedeutet, wie die Fusionen und Übernahmen von Firmen: Als z.B. VW die Firma Porsche übernommen hat, hatte eine große IB (Investmentbank) ihre Finger mit im Spiel). Um hier unterzukommen solltest du am besten Jura, wahlweise auch BWL, idealerweise beider oder eine Mischung daraus, studieren.

Dan gibt es noch Venture Capital/Private Equity: Im Venture Capital gibt man Start-Ups (neu gegründete Unternehmen) Geld, damit sie expandieren können. Im Private Equity werden Firmen gekauft und verkauft, um dies mal ganz vereinfach und salopp auszudrücken. Hier ist ein BWL-Studium Ratsam, da dieses Geschäft stark von mirkoökonomischen ("unternehmensspezifischen") Zusammenhängen abhängt. Allerdings wäre auch VWL keine schlechte Wahl.

Dann gibt es noch weitere "Unterformen" wie ECM oder DCM, welche ich aber nicht ausführen werde, da ich dann die maximale Zeichenanzahl deutlich überschreiten würde.

Im Trading ist der quantitative (mathematische) Anspruch höher: hier findest du Mathematiker, Ingenieure, VWLer, Physik, Statistiker aber auch Informatiker.

Das Sales ist, wie der Name schon sagt, recht vertriebsorientiert, wofür wieder ein wirtschaftswissenschaftlich geprägtes Studium Ratsam wäre.

Ansonsten findest du bei Investmentbanken aber auch Historiker, Philologen (Sprachwissenschaftler) und viele Absolventen anderer Studienfächer.

Es wird im Endeffekt auf "personal fit" geachtet, was bedeutet, dass die Personaler der Banken am ehesten darauf achten, wie der Bewerber persönlich zu der Firma passt.

Oft stellen die Banken aus Praktikumsprogrammen ein. Dabei wird wiederum darauf geachtet, welche Praktikanten die effektivste Arbeit leisten; dabei werden Bewerber aller Studienrichtungen zu den Assessmenttagen (Auswahltagen) eingeladen, wo sie eine Reihe von Gesprächen führen müssen und Tests absolvieren. Dabei werden auch oft Logikfragen gestellt: "Warum sind Kanaldeckel rund?" Dabei will man aber nicht zwingend die richtige Antwort wissen, sondern primär Vorstellungskraft und Krativität des Bewerbers testen.

Wenn du dann einen Praktikumsplatz hast, läufst innerhalb der vorgeschriebenen Zeit (meist 3 Monate) durch sämtliche Sttationen des Investmentbankings, d.h. einen Tag arbeitest du im Venture Capital, den nächsten im M&A, den nächsten im ECM usw. Am Ende des Praktikums geben die Mitarbeiter den Personalern Feedback, welcher Praktikant sich am besten geschlagen hat. Diese bekommen dann ein Angebot für einen Festeinstieg.

Ich sollte dazusagen, dass ich das mir bekannte Prozedere von Goldman Sachs beschrieben habe; wie es bei anderen Banken (Deutsche Bank, Mogan Stanley etc.) abläuft, weiß ich nicht genau, aber besonders große Unterschiede wird es unter den führenden Wall Street Banken nicht geben.

Um deine Frage also konkret zu beantworten: Es ist im Endeffekt eher unwichtig, was du studiert hast; eher wichtig ist, wo du studiert hast und wie deine Noten sind! Aber auch das ist nicht das endgültig Entscheidende, sondern wie du dich währen des Praktikums präsentiert hast. Es gibt natürlich auch die Möglichkeitm ohne ein Praktikum einzusteigen! Da spielen die Noten dann wieder eine wichtigere Rolle und auch die Uni, an der du studiert hast!

Ein recht häufig gewählter Weg ist folgender: Man steigt nach dem Studium bei einer Unternehmensberatung ein, welche einem nach 2 Jahren arbeit zu einer Promotion oder einem MBA-Programm freistellt (und die auch oft (teilweise) bezahlt). Mit einem MBA (von einer führenden Uni!) hat man es relativ leicht, zumindest zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Ab dort zählt nur noch deine Performance und dein Auftreten während des Gespräches.

So, ich hoffe, ich konnte dir zumindest ein wenig helfen.

Danke, sehr detailliert beschrieben. Mir hat es geholfen!:-)

In Frankfurt a.M. gibt es einen bachlor-studiengang namens banking and finance. Ich glaub das wäre der beste Einstieg. Ich wähle jedenfalls diesen Einstieg (will nämlich selber in diesem Bereich arbeiten). Ich hoffe ich konnte helfen.

Ist dieser Studiengang zufällig von der FOM?

du musst überhaupt nix studieren,um erfolgreich im investmentbanking zu arbeiten!ein bsp: 2herren,die bankkaufmann gelernt und bei einer gr.dt.bank zuletzt im privatkundenbereich (ab 250000) gearbeitet hatten,machten sich ende der 90er selbständig und verwalteten am anfang 30000000,kassierten 1% verwaltungsgebühr und hatten NULL risiko.was mich immer gewundert hatte,wie und wo diese herrschaften ihre betuchte kundschaft findet.

Tja, das ist die Frage, wie komme ich an so viel Kapital ;) Ich glaube, die Konkurenz ist heute um einiges haerter, als in den 90er Jahren (:

@ActiveO4

Die Herren haben natürlich ihre Kundschaft, die sie vielleicht über 10 oder 20 Jahre betreuten mitgenommen.

Das ist im Wertpapierbereich und auch im Investmentbanking völlig üblich, weil die Kunden eher eine enge Beziehung zu ihrem Berater als zu der Bank haben.

Ich sag Dir, als Wertpapierberater weißt Du manchmal mehr persönliche Dinge, als ein Therapeut oder oft sogar die Ehefrau :-)

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

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