Wann ist ein Motorrad ein Unfallfahrzeug?

3 Antworten

ich kenne das so, dass sehr wohl zwischen einem Umfaller und einem Unfallfahrzeug unterschieden wird - ein Umfaller hat halt möglicherweise Dellen im Tank und hier und da ein paar Schrammen usw., aber einen verzogenen Rahmen bekommt man nicht durch einen Umfaller, den kann man aber bei einem Unfallfahrzeug (was mit Schwung irgendwohin gedengelt ist) ebensowenig ausschließen wie verzogen Gabel usw. - bei einem Unfall können eben ganz andere (und teure) Baugruppen gelitten haben als bei einem Umfaller. Wo der Unterschied ist: ganz einfach: im Tempo des Mopeds (Umfaller ist im Stand) und im Unfallgegner (ein Umfaller kollidiert mit dem Boden o.ä. nicht beweglichem). Daher ist ein Auffahrunfall (Moped steht, Auto o.ä. fährt drauf) kein Umfall (auch wenn der dann u.U. noch dazukommt), sondern ein richtiger Unfall. Aber das sind meine Erfahrungen mit Gebrauchtmaschinen, ein Jurist bin ich nicht.

Danke für die Hilfe! Ich werde morgen mal bei meiner Versicherung anrufen, vielleicht haben die auch noch gute Erfahrungswerte für mich.

Der Gedankengang ist im Ansatz  RICHTIG

Wenn du es später einmal verkaufen willst, dann solltest du auf jeden Fall mit angeben, dass es dir mal im Stand Umgefallen ist, die Schäden aber fachlich richtig beseitigt wurden und das Motorrad aber sonst Unfallrei ist. Einen Unfall in dem Sinne, dass du während des Fahrens weggerutscht bist oder mit irgendwem kolidiert bist, liegt ja nicht vor.

Wenn du das dem potentiellen Käufer ordnungsgemäß schilderst, solltest du später auf keinen Fall Probleme bekommen :)!

NEIN, bei einem so kleinen Schaden nicht

Privathaftplichtschaden bei Fehler beim Verzurren eines Motorrads auf einem Anhänger?

Folgender Sachverhalt:

3 Motorräder werden auf gemietetem Motorradtransportanhänger verzurrt. Dabei verzurrt jeder Besitzer sein eigenes Motorrad. Nach ca. 20 km Fahrt wird angehalten um die Ladungssicherung nochmals zu überprüfen. Dabei wird festgestellt, dass eines der 3 Motorräder zur Seite gekippt ist und eines der anderen Motorräder an Tank beschädigt hat. Es wurden keine außergewöhnlichen Fahr- oder Bremsmanöver durchgeführt. 2 Motorräder sind weiterhin stabil verzurrt, beim dritten Motorrad hatte sich die Verzurrung gelockert. D.h. es ist davon auszugehen, dass der eine Besitzer sein Motorrad nicht ordentlich verzurrt hat und es dadurch auf das anderen Motorrad gekippt ist.

Die Privathaftpflichtversicherung des "Schädigers" lehnt erst mal telefonisch ab und verweist auf die Kfz-Versicherung des Zugfahrzeugs. Die Versicherung des Zugfahrzeugs lehnt ab, da kein Schaden durch den Betrieb des Fahrzeugs bzw. des angehängten Anhängers verursacht wurde. Zudem ist in den Versicherungsbedingungen des Kfz transportierte Ladung nicht versichert ist.

Die Kfz Haftpflichtversicherung des umgefallenen Motorrads fällt aus meiner Sicht auch aus, das das Motorrad nicht im Betrieb war.

Aus meiner Sicht ist das doch ein klassischer Fall für die Privathaftpflichtversicherung!? Der dritte Motorradfahrer ist seiner Pflicht das "Ladungsgut" (auch wenn es sich um eine Motorrad gehandelt hat) ordentlich zu sichern nicht ordentlich nachgekommen.

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