Von welchen Parteien wird "Homeschooling" gefördert bzw. steht es im Vordergrund?

2 Antworten

Die AfD hat zuweilen widersprüchliche Sachen zu diesem Thema im Programm. Beatrice von Storch hat mal die Abschaffung des Schulzwangs gefordert. Diese Forderung findet sich auch im Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt wieder. Dort wird aber auch eine Verschärfung von Bußgeldern wegen Schulabstinenz gefordert. Daraus soll man mal schlau werden.

Die Berliner Piratenpartei hatte mal eine Abschaffung des Schulzwangs gefordert.

Das Bündnis Grundeinkommen würde mit seinem Thema durchaus das Lernen abseits der Schule fördern. Derzeit scheitern alternative Bildungswege ja häufig daran, dass die Eltern solange keiner Arbeit mit Anwesenheitspflicht nachgehen können.

Siehe auch: http://www.freilerner-kompass.de/blog/gedanken-zur-bundestagswahl-2017-wie-kann-ich-bildungsfreiheit-wahlen/

Danke für den Link zum Freilerner-kompass

Meines Wissens ist Hausunterricht / homeschooling auch in Schweden verboten - und in Nordkorea natürlich auch.

Gerade bei der derzeitigen Welle der Staatsfreundlichkeit in Deutschland kann ich mir KEINE Partei vorstellen, die sich aktiv für "Unterricht zuhause" einsetzt. Der Trend in Deutschland geht seit einiger Zeit zum Gegenteil: Kita, Kindergärten, Schule - alles unter staatlicher Kontrolle.

Dass der deutsche Staat auf SCHULpflcht setzt, liegt auch daran, dass die meisten Eltern, die "homeschooling" fordern und durchsetzen wollen, extrem fundamenalistisch-religiös eingestellt sind und z.B. nicht wollen, dass ihre Kinder etwas über die Evolution lernen.

Hinzu kommt, dass die allerwenigsten Eltern in der Lage sind, anspruchsvollen Fachunterricht zu erteilen.

Das mit der Unfähigkeit zu gutem Fachunterricht ist vor allem ein Problem der meisten Fachlehrer. Wer weiß denn bitteschön ein Jahr nach Schulabschluss noch einen Beweis für den Satz des Pythagoras?

Auch dass die meisten Homeschooling-Interessierten fundamentalistisch religiös eingestellt wären, halte ich für eine Ente. Vielleicht sind oder waren die mal am lautstärksten. Wenn ich mir das Besucherspektrum beispielsweise auf dem Schulfrei-Festival mit mehreren hundert Teilnehmern anschaue, dann finde ich da so gut wie keine religiösen Fundamentalisten.

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