Versicherungsschutz BG - Ohne Helm

5 Antworten

Die Berufsgenossenschaft zahlt erst einmal die anfallenden Behandlungskosten. Sie wird aber den Betrieb (in Person des Bauleiters) in Regress nehmen wegen Missachtung der Unfallverhütungsvorschriften. Auch dem Verletzten werden sicher Schäden selbst zugerechnet, die nachweislich beim Tragen eines Helmes NICHT ENTSTANDEN wären.

Den Regress der Firma übernimmt dann die Betriebshaftpflichtversicherung der Firma. Dies ist eine der wichtigsten Funktionen der Betriebshaftpflicht. Daher wird die Prämie der Betriebshaftpflicht auch nach der Jahreslohnsumme berechnet, die auch die Grundlage für den Beitrag an die Berufsgenossenschaft ist.

Also ich gehe davon aus das sie zahlen wird, allerdings wird der Arbeitgeber wegen sorgfaltspflichtverletzung in Regress genommen, das ende vom lied könnte die Kündigung des Artbeiters sein. da dieser vermutlich gegen vorschriften verstoßen hat, zumal es ja nenn helm gab... Das Problem an der Sache ist das die BG´s sauspät bis garnicht leisten in diesem fall reden sie sich raus mit der Betriebshaftpflicht des Arbeitgebers. Fazit schaltet die Betriebshaftpflicht ein begründet wieso der Arbeiter den Helm nicht trug... Z.B.: er setzte ihn ab weil sich dreck im gesicht befand und er es sich abwischen wollte, als er ihn wieder aufsetzen wollte kam nenn HÄMMERCHEN geflogen. Hört sich doof an ist aber möglich da Baustellen immer schmutzig sind und wenn man schwitzt, wischt mnan sich ja auch den schweiß ab. Mit sowas zur Betriebshaftpflicht gehen, die prüft kostenlos und schaltet bei Bedarf die BG ein, die dann logischerweise leisten wird weil ja eine Versicherung mit kompletter Rechtsabteilung schreibt... So bitteschön und in zukunft keine hammerweitwürfe auf baustellen...

@Slotie

Du liegst im Ansatz richtig. Aber die Reihenfolge ist falsch. BG zahlt und macht Betrieb regresspflichtig. Diesen Regress übernimmt dann die Betriebshaftpflicht.

@DerHans

Ja ja so sollte es ja auch sein... Allerdings habe ich andere Erfahrung mit Berufsgenossenschafften gemacht, bei einem Bekannten in der Werkstatt stolperte eine Kundin über ein auf dem Boden liegendes Werkzeug, diese Frau verletzte sich so stark das sie in ein Krankenhaus musste die BG zahlte nicht, da es eigenverschulden des Unternehmers war, weil dort etwas auf dem Boden lag und dort nicht hingehörte.... Letztlich wurde seine Betriebshaftpflicht eingeschaltet, die trat in vorleistung... Also in diesem Fall zahlte die BG nicht, machte daher auch nicht den Betrieb Regresspflichtig... zahlen tut letztlich oftmals die Versicherung, obwohl wer anderes dafür verantwortlich gewesen wäre und das schlimme daran ist das dann die Beiträge wieder steigen... Das Teil was auf dem Boden lag war übrigens ein riesen großer Schraubschlüssel, genau daneben stand ein auto und in der Grube war der Monteur der etwas verbaut hat, das Ding lag da weil dort gearbeitet wurde, die gute Frau ist eigentlich schuldig was rennt sie durch eine Werkstatt... Oder wozu ist man Pflichtmitglied in einer BG die dann nicht leistet... Fazit zum Glück haben viele eine Betriebshaftpflicht....

@Slotie,

Die BG ist für die Angestellten und Arbeiter die Versicherung. Natürlich muss sie nicht für die Frau auf kommen.

@Sesam Wenn man keinen Helm trägt, veletzt man die Vorgaben der Versicherung. Warum solle die also Zahlen? Aber: natürlich ist ein Arbeiter tot, wenn er einen Stahlträger oder ein Stahlbetonfertigteil auf den Kopf bekommt. Egal ob mit oder ohne Helm. Aber wenn er einen Helm trägt, bekommt sein Frau Witwenrente von der BG! Oder er bekommt die Reha und eine neue Ausbildung bezahlt, wenn er überlebt!

Die Vorschriften sind da, um Unfälle zu vermeiden bzw. Abzumildern. 1000 Tote pro Jahr sind verdammt noch mal 1000 zu viel!

Das Nichttragen eines Arbeitsschutzmittels (Bauhelm) wird als Vorsatz oder Nichteinhaltung von Sicherheitsvorschriften gewertet und ist im Falle einer Verletzung ein sogenanntes Selbstverschulden,in so einem Fall wird sich die Berufsgenossenschaft zu 100% Quer stellen und keinen müden euro bezahlen !

Wollelan

Wenn dem Bauarbeiter ein T-Träger auf den Kopf fällt und er auch mit Helm schwer verletzt gewesen wäre, kann man ihm nicht die gesamte Schuld zuweisen. Es geht nur um die nachweislich vermeidbaren Unfallfolgen, die man ihm anlastet.

Ohne Helm kein Versicherungsschutz durch BG.

Danke! Vielleicht kannst du deine Antwort noch Begründen? :) wäre nett!

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