Ich habe mich verhoben auf der Arbeit. Und nun bekomme ich KG. Diese geht aber nicht über die GB. Was kann ich tun?

5 Antworten

Ok. Da hat die gute Dame recht. Die "Erkrankung" war schon vorhanden und das Verheben war jetzt nur der Auslöser. Von einem Arbeitsunfall kann man dann wohl kaum noch sprechen. Oder mal andersherum, wenn du nicht schon "krank" gewesen wärst, hättest du dich nicht verhoben.

Wenn die Verletzung eine "innere Ursache" hat, dann bricht die BG das Heilverfahren ab und die nachfolgenden Kosten gehen zu Lasten der Krankenkasse. Beispiel: Jemand erleidet während der Arbeit einen Herzinfarkt - kein Arbeitsunfall.

Hoi.

Man nennt das "Gelegenheitsursache". Das soll bedeuten, dass es eben nur Zufall war, das du dir den Rücken auf der Arbeit verletzt hast. Das gleiche hätte dir beim privaten Sport, beim Wasserkisten tragen oder bei der Gartenarbeit passieren können.

Daher soll das eben nicht alleine dein Arbeitgeber(Berufsgenossenschaft) bezahlen, sondern die Krankenkasse.

Ciao Loki

Die Argumentation wird sein, dass das Verheben nur passieren konnte nach der Scheuermann. Ohne Scheuermann also ein Verheben unwahrscheinlich. Damit wird das dann als folge von Scheuermann angesehen. Ohne vorherige Scheuermann haettest du dich vielleicht auch gar nicht verhoben.

Bei dieser Argumentation sparen die auch Geld.

Hallo,

ein Ungfall ist ein plötzlich von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis. Das Verheben ist kein Unfall in diesem Sinne.

Die BG zahlt neben Arbeitsunfällen auch bei Berufskrankheiten. Diese sind in der BKVO beschrieben. Eine Berufskrankheit in diesem Sinne liegt nicht vor.

Somit ist es es korrekt, dass die BG keinerlei Kosten übernimmt (auch nicht bei Folgeschäden). Dieses Prinzip gilt auch z.B. bei Herzinfarkt oder Schlaganfall während der Arbeit.

Gruß

RHW

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