Überschwemmung durch Rohrreinigung, wer kommt für den Schaden auf?

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5 Antworten

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Schaden aufnehmen / dokumentieren und unverzüglich der Hausverwaltung anzeigen. Parallel dazu die eigene Hausratversicherung informieren (die wird sie ja wohl haben - Gutachter kommen lassen!). Wenn - wie ich stark vermute (da branchenüblich) - hier die Sanitärfirma sich Schadenersatzansprüche mit Ausnahme grober Fahrlässigkeit hat ausschließen lassen, haftet letztlich niemand. Dafür hat die WEG jedoch sicher eine VGV, die hier ggfs. in Deckung tritt (und zudem Dritte in Regress nehmen kann).

Ist jedoch der Schadensverlauf auch in der VGV ausgeschlossen, bleiben der Betroffenen (abgesehen von der eigenen HR) m.E. nur zwei Optionen:

a) Klage gegen die WEG zwecks Kostenübernahme, oder

b) Klage gegen die Sanitärfirma wegen grober Fahrlässigkeit.

Letzteres wird zu einem jahrelangen Gutachterstreit führen, bei dem die Klägerin in Vorleistung gehen muss.

Oh mein Gott :-O

Zur Schadensregulierung wird wohl irgendeine Versicherung eintreten. Ab nun die vom Verursacher (Sanitärdienst), oder die der Hausverwaltung, oder sonstwer, muss natürlich vor Beseitigung der Schäden und zeitnah geklärt werden.

Ich habe bislang einige, derartige Schäden beseitigt. Mal ging die Rechnung an die Hausverwaltung, mal an den Eigentümer, der das über seine eigene Versicherung laufen ließ.

Keine Aktion, ehe nicht geklärt ist, wer für den Schaden aufkommt!

Notfalls kurz einen Anwalt konsultieren, um das zu klären. Schäden unbedingt vorab ausreichend bildlich dokumentieren! Bestenfalls noch ein Schadensprotokoll fertigen, welches auch von Zeugen unterzeichnet wird.

Da ist die Rechtslage sicher kompliziert. 

Sanitärfirma: Wenn die alle Arbeitsregrln eingehalten haben, haften die nicht, wenn es Versäumnisse gab, ja. Das klärt am besten ein Anwalt für euch ab. 

Hausverwaltung: Der könnte man höchstens Fehler bei der Dienstleisterauswahl vorwerfen, also wenn z. B.  denen bekannt war, dass die beauftragte Firma unzuverlässig war. Klärt auch am besten ein Anwalt für euch. 

Nachbar mit der verursachenden Verstopfung: Ob der irgendwie haftbar zu machen wäre, klärt ein Anwalt. 

Hausratversicherung: Da müsste man den Vorfall mal versuchen, unter Rückstau zu subsumieren - könnte auch ein Anwalt machen. 

Alles in allem: Ich würde die Sch... schnellstmöglich wegmachen lassen und dann anwaltlich prüfen, ob und wen man verknacken könnte. Wegmachen müsstet ihr es sowieso ...

ha... wir schauen ob wir das erstmal ohne Anwalt hinbekommen. Danke.

Hallo.

Normal ist´die  Hausratsversicherung zuständig . ,Aber  Bilder zur Dokumentation machen. An die Hausverwaltung geben.

Aber was soll die Hausverwaltung machen wenn es nicht mal ihre Wohnung ist.

Ist denn überhaupt eine Hausratsversicherung vorhanden? Neuwert, Zeitwert, oder Pauschal.?

Wenn keine Hausratsversicherung vorhanden was dann.?

Die Hausverwaltung hat aus reiner Kundenfreundlichkeit gehandelt, ihr daraus auch noch einen Strick zu drehen ?

In 5 Jahren redet keiner mehr davon.

Mit Gruß

Bley 1914

Sie muß den Schaden dem Vermieter melden. Der wird eine entsprechende Versicherung haben.

Ob der Vermieter letztlich den Schaden bezahlen muß, weiß ich nicht. Für Schäden sind immer die Verursacher verantwortlich.

Da wohl irgendwelche Rohre im Haus verstopft waren, gab es immer
Rückstau des Abwassers, wenn ein Nachbar über ihr gebadet oder gespült hat ect. Aus ihrer Spüle und Abflüssen kam dann immer eine übel
riechende Suppe raus.

Das hätte deine Freundin dem Vermieter schon nach dem ersten Rückstau melden müssen. Mieter müsschen Schäden sofort melden, um Gefahren bzw. eine Schadenserweiterung wie in diesem Falle abzuwenden.

Wie kann man das Reinigen und ausbauen der Küche in Rechnung stellen? Bzw. soll sie gleich eine Reinigungsfirma organisieren?

Das sollte sie nach meiner Meinung nicht tun. Dem Vermieter muß Gelegenheit gegeben werden, den Schaden selbst beseitigen zu lassen. Wenn deine Freundin Handwerker beauftragt, könnte der Vermieter argumentieren, ihr Handwerker sei viel zu teuer gewesen, sein eigener sei billiger. In solchen Fällen sollten immer mehrere Angebote von Handwerksfirmen eingeholt werden, um dem Vermieter nachweisen zu können, dass die Reparaturkosten angemessen waren.

Die Schadensbeseitigung ist bei deiner Freundin natürlich auch eine Zeitfrage wegen der Geruchsbelästigung und der Kinder. Man kann ihr nur raten, die Angelegenheit sofort mit dem Vermieter zu besprechen und ihm klarzumachen, dass eine schnelle Schadensbeseitigung im Sinne der Kinder und der unzumutbaren Geruchsbelästigung dringlich sei.

Die Freundin ist Eigentümerin der Wohnung - welchem Vermieter soll sie das melden ?
1. Ansprechpartner ist hier die Hausverwaltung.

@oppenriederhaus

@ oppenriederhaus und BobMitzer

Sorry, das hatte ich verwechselt. Ja, die Hausverwaltung ist natürlich richtig. Aber inhaltlich ändert sich dadurch nichts.

Danke für deine Antwort, es gibt keinen Vermieter, da sie die Eigentümerin ist. Die Hausverwaltung wurde auch informiert und hat das alles in die Wege geleitet. 

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