Schulden bei der Krankenkasse kann ich einen vergleich anbieten?

5 Antworten

Du hast einen Minijob und bist gesetzlich versichert? Richtig? Zur Zeit zahlst du also keine Krankenversicherungsbeiträge, die übernimmt dein Arbeitgeber? Richtig? Dein Problem ist vermutlich, dass du vorher „freiwillig“ krankenversichert gewesen warst und die Beiträge, die sich nicht an deinen tatsächlichen Einnahmen orientiert hatten, sondern an der sogenannten Mindestbemessungsgrenze, nicht hast zahlen können.

Du hast demnach Altschulden bei deiner gesetzlichen Krankenkasse?  ( Es sind eigentlich sogenannte „Schulden“, da die Beiträge anhand fiktiver Einnahmen berechnet werden. Man kann über unsere Politiker nur den Kopf schütteln, die die Leute unverschuldet in Not bringen.)

Wie wäre es, wenn du dich an eine Schuldnerberatungsstelle wendest? Vielleicht können sich die Mitarbeiter/innen dort mit deiner Krankenkasse in Verbindung setzen, um eine Lösung zu finden.

Die Politiker sind entweder nicht fähig oder willens das Problem zu erkennen: Die Berechnungsgrundlage habe ich erwähnt, außerdem dürfen die Krankenkassen scheinbar nicht flexibel reagieren, sie sind gefesselt durch die Gesetze, die ihnen die Parlamentarier aufgenötigt haben.

Zur Zeit zahlst du also keine Krankenversicherungsbeiträge, die übernimmt dein Arbeitgeber?

Nein

dein Problem ist vermutlich, dass du vorher „freiwillig“ krankenversichert gewesen warst 

Nicht nur vorher sondern auch jetzt noch. Über den Minijob besteht trotz der KV Pauschale die der AG abführt kein Versicherungsschutz.

Nein, bezüglich Beitragsschulden darf sich die KK nicht auf einen Vergleich einigen.

ich war auch die letzten Jahre nie beim Arzt und habe die krankenkasse in Anspruch genommen

Das spielt keine Rolle.

andererseits ist die Beitrags Rechnung von 850€/Monat definitiv falsch

Richtig und das ist der Punkt der geklärt werden muss. Sie verlangen den Höchstbeitrag von dir, da scheinbar keine Einkommensnachweise vorliegen. Der Mindestbeitrag hingegen beläuft sich "nur" auf ca. 190€ pro Monat (in den Vorjahren ein paar Euro weniger).

bekam ich keine Rückmeldung. Dafür die Kündigung.

Du wurdest nicht gekündigt, denn das ist nicht möglich. Dir wurde lediglich mitgeteilt, dass dein Leistungsanspruch ruht. Das heißt außer in Notfällen/akuten Schmerzbehandlungen besteht kein Versicherungsschutz. Sobald eine Ratenzahlungsvereinbarung zustande gekommen ist und auch bedient wird, besteht wieder voller Versicherungsschutz.

Warum gehst du nicht einfach mal in eine Geschäftsstelle deiner Krankenkasse?

Profihafte Antwort

@EXInkassoMA

Kommt ja auch von einem Profi!

Korrekt wie immer!

@okieh56

Ich werd gleich ganz rot :D

Die Antwort von  NamenSindSchwer sagt schon alles Wichtige. Da du explizit nach einem Vergleich fragst, kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, dass sowas geht. Natürlich hängt das auch immer von der Summe, vom Sachbearbeiter und bestimmt auch weiteren Faktoren ab. Bei mir hat es funktioniert und die Vergleichssumme war nur ein kleiner Bruchteil der Gesamtsumme. Frage doch einfach mal nach dieser Möglichkeit. Aber erst wenn du die anderen Punkte, also die Beitragssätze von 850 euro / im Monat richtiggestellt hast.

Stecke sich in dieser Situation und hoffe so sehr dass ich auch auf diesem Weg da raus komme. Kannst du mir vielleicht einen Rat geben wie ich das angehen soll??

Das kannst du dir sparen. Stell einen schriftlichen Antrag auf Ratenzahlung und hoffe, dass sie dir entgegen kommen. Die KV hat keinen Anlass, auf ein Vergleichsangebot einzugehen. Sie haben ja nichts falsch gemacht. Du wirst in den nächsten 30 Jahren schon irgendwann zu Geld kommen, um deine Schulden zu bezahlen.

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