Schuhschrank u.ä. auf Treppenpodest

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Nach den Vorschriften jeder Landesbauordnung ist es untersagt, in Rettungswegen brennbare Gegenstände aufzustellen. Auch darf die Mindestbreite durch Handläufe, Einbauten und Möbel nicht verringert werden.

Es geht also nicht um Glaube, Arbeitsschutz und Mietrecht, sondern schlicht um konkrete Bauvorschriften zur Gefahrenabwehr.

Vielen Dank für die Antwort.

Ich habe die Landesbauordnung Baden Württemberg und die entsprechende Anwendungsverordnung inzwischen sicher fünf mal durchgelesen. Alles was ich darin finde ist die bauliche Gestaltung und die nutzbare Breite (max. 1 m).

Wäre nett, wenn Du mir hier den Paragraphen nennen könntest in dem das drinsteht, ich kann keinen finden.

Danke schonmal.

@Pong1971

In der LBO wird bestimmt nicht Dein Schuhschrank erwähnt werden. Dort findest Du aber, dass in Treppenhäusern und Rettungswegen keine brennbaren Gegenstände gelagert werden dürfen und dass Gegenstände nicht die erforderliche Rettungswegbreite, die mindestens 1.00m, aber abhängig von der Anzahl der auf den Rettungsweg angewiesenen Personen breit sein muss, einengen dürfen.

@Seehausen

Danke für die Antwort.

Kannst Du mir bitte den Paragraphen nennen, ich finde leider nichts. Weder in §15 oder §28 der LBO BaWü, noch in den §§10 und 11 der LBOAVO BaWü. Es sei denn, daß man einen Schuhschrank zu den Einbauten zählt (kann ich mir aber nicht vorstellen).

Wenn ich Deine Antwort richtig verstehe könnte ich also in einem Treppenhaus alles abstellen was nicht brennbar ist, solange die Rettungswegbreite von 1m nicht unterschritten wird. Zumindest gäbe es keine gesetzliche Handhabe dagegen, unabhängig ob es Sinn machen würde oder nicht.

Wie schon an anderer Stelle erwähnt geht es mir ausschließlich darum, ob der Vermieter die gesetzliche Vorschrift nur als Vorwand benutzt hat (der Schrank stellte 5 Jahre lang kein Problem dar), oder ob es der Anfang einer Rausekelaktion des Vermieters ist.

Wenn es eine gesetzliche Regelung gibt, dann muss es ja ein Gesetz und einen Paragraphen geben die man benennen kann, das hat der Vermieter, auch auf Nachfrage, nicht getan. Also wenn ich mein Recht durchsetzen will, dann nenne ich auch die entsprechende Regelung. Und wenn es kein Gesetz ist, dann nenne ich z.B. das entsprechende Urteil.

@Pong1971

Der Vermieter hat Dir den Treppenraum nicht vermietet und kann deshalb auch ohne Angaben von Gründen die Benutzung als Abstellraum verbieten.

Grundsätzlich kann man in Rettungswegen nichtbrennbare Gegenstände abstellen. Da jedoch schon allein die Schuhe sehr gut brennen erübrigt sich eine weitere Vertiefung.

@Seehausen

Danke für die nochmalige Antwort.

Zu Deinem ersten Punkt, dies hatte ich ja schon in meiner Frage geschrieben. Wäre im Bezug auf Brandschutz aber sowieso unerheblich ob ich Mieter einer Wohnung, des Hauses oder Eigentümer bin, Gesetze gelten für alle.

Ich bekommer immer mehr das Gefühl, daß es für Wohngebäude in BaWü, abgesehen von den baulichen Vorgaben, keine gesetzliche Regelung bezüglich der Rettungswege gibt. Alles was ich bisher gelesen habe fasst sich zusammen in Sinnvolle Hinweise, aber einen Paragraphen finde ich nicht. Natürlich kann der Vermieter diese Dinge im Rahmen seiner Eigentümerkompetenz anweisen, dann braucht er sich aber nicht auf angebliche gesetzliche Vorschriften zu berufen. Und wenn es ihm um Brandschutz geht, dann würder er sich selbst auch daran halten.

Ich hatte über 15 Jahre ein sehr harmonisches Mietverhältnis, von beiden Seiten keine Klagen. Was ihn jetzt zu einem solchen Vorgehen getrieben hat weiß ich nicht.

@Pong1971

Es ist richtig, dass Du bei behördlichen Anforderungen immer fragst "wo steht das?". Du kannst aber nicht verlangen, dass bei GF extra für Dich die Bau- und Gefahrenabwehrvorschriften Deines Bundeslandes durchgesehen werden, wenn man nicht aus Deinem Bundesland stammt und sich die Vorschriften erst mühsam durch das Internet beschaffen muss.

Du hast genug Hinweise, wo Du für BW die Vorschriften findest, dass in Rettungswegen, Treppenhäusern und Fluchtwegen keine brennbaren Gegenstände gelagert werde dürfen. Suchen musst Du schon selber. Dass Du nur allgemeine Formulierungen finden wirst und nicht zu "Schuhschrank im Treppenhaus" haben Dir schon mehrere Antwortgeber gesagt, Du musst schon beim Lesen der Vorschriften abstrahieren können.

@Seehausen

Danke nochmals.

Auch auf die Gefahr hin, daß ich solangsam nerve. Den einzigen kleinen Hinweis finde ich in §16 der LBO BW. Dort heiß es: "Bauliche Anlagen sowie die dem Verkehr dienenden, nichtüberbauten Flächen von bebauten Grundstücken müssen verkehrssicher sein." Nun ist "Verkehrssicher" ein recht schwammiger Begriff mit dem sich offenber in jedem Einzelfall die Gerichte beschäftigen. Vom Benutzer der baulichen Anlage wird regelmäßig eine "erforderliche Sorgfalt" erwartet. Wenn also ein Hindernis klar erkennbar ist und man problemlos daran vorbeigehen kann, dann ist es verkehrssicher.

Zum Thema Brandschutz habe ich wie gesagt nur etwas zur baulichen Ausführung (Anordnung und Errichtung) gefunden. Die Nutzung eines Hausflurs oder Treppenhauses wird wohl in größeren Mietshäusern über die Hausordnung geregelt, wobei wohl einige Gerichte das abstellen von Kinderwagen oder Rollatoren auch entgegen der Hausordnung genehmigen, solange die nutzbare Breite nicht unterschritten wird.

Wenn es in einem Haus keine Haus- und Brandschutzordnung gibt, müsste dann im Extremfall ein Gericht über jeden Gegenstand entscheiden?

Allen Antwortern vielen Dank für Ihre Mühe und Geduld. Ich werde noch die Antwort der Feuerwehr abwarten und dann meine Schlüsse ziehen.

@Pong1971

Hausordnung ist Sache des Vermieters.

Brandschutzordnungen gibt es nur für gewerbliche Anlage aufgrund des Gefahrenabwehrgesetzes des jeweiligen Landes oder dem Arbeitsschutz.

Die Feuerwehr ist für das Löschen zuständig, aber nicht für den vorbeugenden baulichen Brandschutz. Den verantwortet allein die Bauaufsicht; dort kannst Du ja mal versuchen nachzufragen.

Zusätzlich gibt es natürlich noch unendlich viele Hersteller von Brandschutz- und Löscheinrichtungen, selbsternannte "Brandschutzsachverständige" und Leute, die mit der Angst der Bewohner Geld machen wollen.

Die Frage stellt sich insoferne nicht, als Rettungswege in jedem Fall von jeder Art von Einbauten, die im Gefahrenfall zum Hindernis resp. Stolperfalle werden können, freizuhalten sind. Das Lagern oder Aufstellen brennbarer Gegenstände stellt sogar eine OWI dar, für die der Vermieter mit einem Bußgeld belangt werden kann (Beseitigungsaufforderung der zust. Brandschutzdirektion). Mietshäuser werden regelmäßig durch die Brandschutzbeauftragten per Begehung überprüft; haftbar ist immer der Eigentümer, respektive die WEG, als Vermieter. Natürlich wird auch bei einer feuerpolizeilichen Begehung mit Augenmaß vorgegangen; ein Getränkekasten vor der Tür wird niemanden sonderlich aufregen. Schränke oder Kleiderständer (!) jedoch führen zur sofortigen Beseitigungsanordnung. Schon aus Gründen des Eigenschutzes ist es daher grundsätzlich nicht hinzunehmen, in Treppenhäusern Gegenstände abzulagern, ganz abgesehen davon, dass das Treppenhaus nicht zur Mietsache gehört und der/die Mieter kein Recht darauf hat, diese Flächen mit Beschlag zu belegen.

Vielen Dank für die Antwort.

  1. Wie schon erwähnt wohne ich in einem 2-Familien Haus. In den letzten 30 Jahren gab es keine Begehung durch einen Brandschutzbeauftragten oder eine feuerpolizeiliche Begehung. Vermute mal, daß es sowas nur in großen Mietshäusern mit vielen Mietparteien gibt.

  2. Wenn es eine gesetzliche Regelung ist, dann ist es unerheblich ob ich Eigentümer oder Mieter bin, Gesetze gelten für alle.

  3. Wie ich schon in der Frage schrieb interessiert mich einzig die Gesetzliche Regelung, wäre also nett wenn Du Gesetz und Paragraph zu Deiner Antwort nennen könntest.

Bin mal gespannt, denn weder mein Anwalt, noch die Feuerwehr noch die Bauaufsichtsbehörde konnte mir hier etwas nennen (die Landesbauordnung sagt nur etwas zur baulichen Ausführung, nicht zur späteren Einrichtung).

@Pong1971

Du verstehst das schlicht nicht.

Wie schon erwähnt wohne ich in einem 2-Familien Haus.

Irrelevant. Sobald es sich um ein Mehrparteienobjekt handelt, führt die zuständige Behörde entsprechende Kontrollen durch. Nur in reinen Einfamilienhäusern geschieht das nicht. Die Abstände zwischen Kontrollen können 5, 10 oder auch 20 Jahre betragen.

Wenn es eine gesetzliche Regelung ist, dann ist es unerheblich ob ich Eigentümer oder Mieter bin, Gesetze gelten für alle.

Aber nur der Eigentümer wird in die Haftung genommen. Es ist seine Aufgabe, die behördlichen Auflagen umzusetzen. Wie er das im Einzelfall macht, ist sein Problem.

Wie ich schon in der Frage schrieb interessiert mich einzig die Gesetzliche Regelung, wäre also nett wenn Du Gesetz und Paragraph zu Deiner Antwort nennen könntest.

Es gelten die örtlichen Vorgaben gemäß Baugenehmigung und Auflagen seitens der Behörden. Die sind darin weitgehend frei, festzulegen, welche Varianten im einzelfall - notfalls per Ausnahmeregelung - noch zulässig sind und welche nicht. Entsprechende Vorgaben finden sich in den Landesbauordnungen respektive in der Musterbauordnung (§33ff). Hinzukommt, dass die Erfüllung feuerpolizeilicher Auflagen eine Bringschuld des Eigentümers ist. Da Rettungswege grundsätzlich ihre Funktion nur erfüllen können, wenn sie von Verrauchung respektive Blockade im Brandfall möglichst lange freigehalten werden können, ist eine Einbringung von brennbaren Materialien grundsätzlich im Bereich von Rettungswegen unzulässig. Einer gesonderten gesetzlichen Regelung bedarf es hierzu gar nicht, da sich schon aus den Materialauflagen für die Errichtung und Konstruktion der Treppenhäuser selbst dies zwingend schlussfolgert.

@FordPrefect

Scheinbar hast Du meine Frage nicht verstanden.

Mein Vermieter beruft sich auf eine gesetzliche Regelung, hatte sich aber geweigert mir diese zu benennen. Nun wirst Du mir vielleicht zustimmen, daß behördliche Auflagen keine Gesetze sind und es somit, abgesehen von der baulichen Ausgestaltung gemäß LBO oder MBO, kein gesetzliches Verbot gibt irgendetwas in einem Treppenhaus aufzustellen.

Was die Kontrollen angeht, ich lebe seit 39 Jahren in diesem Haus, und es gab nicht eine Kontrolle von irgendeiner Behörde. Wie kann denn das sein? Denn selbst bei einem 20-jährigen Turnus hätte es ja mindestens eine geben müssen.

Was die behördlichen Auflagen angeht. Wenn der Eigentümer haftet, wie kann es denn dann sein, daß Gerichte das Abstellen von Kinderwagen und Gehhilfen im Treppenhaus gestatten? Bringt ihn der Richter damit nicht in Teufels Küche?

Tut mir leid, wenn mein Kommentar etwas genervt klingt, aber ich hatte in meiner Frage eigentlich klar zum Ausdruck gebracht, daß es mir nicht darum geht ob der Vermieter dies darf oder nicht, oder ob es sinnvoll ist Fluchtwege frei zu halten, sondern daß mich einzig das Gesetz und der Paragraph interessiert. Und alles was ich an Antworten bekomme ist "Du hast das Treppenhaus nicht gemietet, also darfst Du das nicht", oder "Fluchtwege sind stets freizuhalten" und solches Zeug. Eine Antwort auf meine Frage, entweder "das Steht im Gesetz ABC im Paragraph XY" oder "Gesetzlich ist das nicht geregelt" habe ich bis jetzt noch nicht erhalten, und es nervt eben wenn man nach Äpfeln fragt und Birnen als Antwort bekommt.

@Pong1971

seufz

OLG München, Beschluss v. 15.03.2006, Az.: 34 Wx 160/05
OVG Münster, Beschluss v. 15.04.2009, Az.: 10 B 304/09
OLG Hamm, Beschluss v. 04.12.2008, Az.: 15 Wx 168/88

u.v.m.

Übrigens: das dauerhafte Abstellen von Kinderwägen ist ebenfalls nicht zulässig; nur das vorübergehende. Ergo muss der Kinderwagen nachts in die Wohnung.
OLG Hamm, Beschluss v. 03.07.2001, Az.: 15 W 444/00

@FordPrefect

Ist zwar nett, daß Du Gerichtsurteile nennst, aber da wir nicht in den USA sind haben Urteile in Deutschland nur für den jeweiligen Fall Gültigkeit. Und auch ein Urteil des BGH oder BVG ist kein Gesetz.

Danke Dir trotzdem, daß Du Dir die Mühe gemacht hast. Der Fall hier im Haus ist inzwischen erledigt, und ich habe meine Konsequenzen gezogen.

Es gibt tatsächlich Brandschutzauflagen die sowas verbieten. Weniger aus dem Aspekt der stolperfalle, sondern mehr aus dem Grund weil es brennbares oder womöglich sogar leicht entflammbares Material ist, was sich im Treppenhaus (= ein Fluchtweg) befindet.

Gemietet hast du die Fläche auch nicht, das bedeutet selbst wenn... Der Vermieter sagt weg damit, dann musst du es wegnehmen.

Danke für die Antwort.

Natürlich kann mir der Vermieter vorschreiben, daß der Schuhschrank weg muß.

Es ging mir ja auch wie erwähnt darum ob es, wie er sagt, ein gesetzliches Verbot gibt, oder ob er das nur so gesagt hat um das Ganze nicht als Willkür hinzustellen.

Was den Brandschutz angeht habe ich in der LBO und der LBOAVO eigentlich nur die Vorschriften für die bauliche Gestaltung (Materialien, breite, Fluchtweglänge, etc.) gefunden, nichts über abgestellte Sachen.

@Pong1971

Du findest hierzu nichts konkretes in der LBO, da sie nicht zuständig ist für den organisatorischen, sondern für den baulichen Brandschutz. Hierfür gelten die Brandschutzkonzepte der einzelnen Gebäude beziehungsweise die VVB.

Danke für den Link, konnte aber keine gesetzliche Regelung darin finden. Zwar diverse Urteile von verschiedenen Gerichten, aber Richter und deren Urteile sind ja keine Gesetzt. Trotzdem interessant zu lesen.

Fluchtwege sind stets freizuhalten!

Ein Treppenhaus ist ein originärer Flucht- und Rettungsweg!

Alles andere widerspricht den Bauordnungen der Länder, der MBO und dem ArbschG. Auch Art. 2.2 des GG fordert die Personensicherheit .

Achtung: Im Fall von unzulässigen Installationen muß mit vorsätzlicher Schuldzuweisung und den daraus entstehenden Folgen gerechnet werden.
Unwissentheit schützt nicht vor Strafe!

In einem Treppenhaus oder in notwendigenFluren dürfen nur, und das ausschließlich, die Sachen eingebracht werden, die zu Nutzung des Treppenhauses oder der Flure benötigt werden. Beleuchtung, Klingelleitungen, Türöffnungseinrichtungen, wie Fernsehkabel zur Türüberwachung, oder auch: leichte, vollflächig an die Wand aufgeklebte Tapeten.

Die zugelassenen Elektrokabelleitungen sind dabei stets unterputz zu verlegen.

Schuhschränke, brennbare Läufer, Möbel- oder gar Polstermöbelstücke, Gasleitungen, Ausschmückungsgegenstände, wie: Blumen oder Girlanden haben in Treppenhäusern und Fluchtfluren nichts verloren und sind daher zu entfernen. Elektroschaltschränke sind mindesten F 30 abzusichern.

Einzige Ausnahme: Bei überbreiten Fluren können Gegenstände in abgeschlossenen Schränken verwahrt werden, wenn diese sich außerhalb der erforderlichen Durchgangsbreite befinden. Gleiches gilt für nichtbrennbar Sitzgelegenheiten.

Danke für die Antwort.

Da es sich um Privatraum handelt greift das ArbschG denke ich nicht. Denke auch, daß das Grundgesetz hier zu allgemein ist, bzw. sich auf Vorsatz bezieht, denn ansonsten würde ich ja schon gegen Art. 2.2 verstoßen wenn ich nen Arbeitskollegen versehentlich mit Grippe anstecke.

In der MBO, in der LBO BW, sowie der LBOAVO BW kann ich nur etwas dazu finden, daß notwendige Treppen und Flure vorhanden sein müssen, wie sie baulich beschaffen sein müssen, und daß sie nutzbar sein müssen. Die Nutzbarkeit der Treppe ist gegeben, die vorhandene Breite (mit Schuhschrank) liegt bei ca. 80 cm.

Es handelt sich übrigens um einen Metallschuhschrank, also auch nicht brennbar.

Der Punkt ist einfach, daß der Schrank in den letzten 5 Jahren überhaupt kein Problem darstellte, und auf einmal muß er wegen gesetzlicher Vorschriften weg. Ich habe eben die Vermutung, daß es sich um Willkür handelt, denn der Vermieter hat selbst diverse Dinge im Treppenhaus stehen (Schirmständer, Garderobe, Pflanzen, etc.), diese stellen natürlich kein Problem dar.

Gehört der Vorraum zum Treppenhaus zu den "Brandschutzbestimmungen" für Treppenhäuser?

Hallo liebe Community.

Ich wohne seit dem 01.09.2009 in einem Mehrfamilienhaus mit 6 Mietparteien. Seit August 2010 gab es einen Zwischenfall wegen des großen (Schäfer)Hundes mit einem der anderen Mieter. Seit dem ging man sich aus dem Weg und ich dachte auch, dass dies alles an Konsequenzen war, die dieser Fall nach sich zog. Nun hatte mich am vergangenen Sonntag (25.03.2012) mein HV mit samt dem Hauseigentümer aufgesucht um eine bauliche Veränderung im Wohnungsinneren zu besprechen. Erst wieder im Weggehen und auch mehr beiläufig erwähnte er, dass ich doch bitte mein Fahrrad aus dem Vorraum zum Treppenhaus entfernen und in den dafür vorgesehen Fahrradkeller abstellen solle und berief sich auf den "Brandschutz" und auf die "ästhetische Punkte"!

Ich werde es im Folgenden versuchen so sachlich wie möglich zu erklären:

Zu dem Haus gehört auch ein Gemeinschaftsgarten, der von jedem Mieter benutzt werden darf und für deren Pflege ein Hauswart zuständig ist. Dieser Hauswart ist auch der Mieter mit dem Hund, mit dem ich 08/2010 etwas aneinander geraten war. Während der hellen Jahreszeit war es selbstverständlich und auch beanstandungsfrei für mich möglich, mein Fahrrad im Garten, direkt unter meinem Balkon (1. OG) abzustellen. In der dunklen Jahreszeit ist das aber mit vertretbarem Aufwand nicht möglich, da der Garten und auch die Seite des Hauses, die man zum Garten hin passieren muss, unbeleuchtet ist/sind. Da in dem Haus auch eine Familie mit einem Kleinkind und Baby wohnt und dort im Garten zum Aufbruchszeitpunkt schon des Öfteren Spielzeug im Garten herum liegt, welches aber zum Rückkehrzeitpunkt ganz woanders zum Liegen kam und ich schon mehrfach(!) darüber gestolpert bin, habe ich mich aus eigener Sicherheit heraus dazu entschlossen, mein Fahrrad nun im Haus selbst, ebenfalls an einem von der Allgemeinheit nutzbaren Bereich, abzustellen. Dieser Ort liegt gleich hinter der Haustür, aber noch nicht im Treppenhaus. Das Haus ist ein Altbau und verfügt über ein recht üppiges Treppenhaus und auch der Raum vor Beginn des Treppenhauses ist sehr groß (BxT= ca. 2,30 x 3,50 m). Mein Rad ist bzw. war so abgestellt, dass man die Haustür vollständig öffnen kann (bis sie im rechten Winkel zur Eingangswand steht), ohne das mein Rad auch nur in die Nähe der Türkante kommt! Im kompletten Öffnungsradius der Tür entsteht also keinerlei Hindernis durch mein da abgestelltes Rad. Bevor es dann ins eigentliche Treppenhaus geht, muss man noch einen Türbogen, der sich auf der rechten Seite und somit genau gegenüber meines Rades befindet, überqueren. Dort drin befindet sich auch eine eigene Tür, die aber aus Bequemlichkeitsgründen immer geöffnet ist. Egal ob man das Haus betritt oder verlässt: Das Rad steht niemals im Weg - selbst nicht, sollte dieser Weg als "Fluchtweg" benutzt werden.

Daher nun meine Frage:

Gehört dieser Vorraum überhaupt zum Treppenhaus und unterliegt er damit den ges. Bestimmungen zum Brandschutz oder nicht und "Ästhetik", hallo?

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Mein Vermieter hat mir gekündigt weil ich die Miete immer erst nach dem 15. zahle. Was tun?

Hallo,

bevor mich jemand falsch versteht, erzähle ich erstmal die Vorgeschichte.

Ich wohne hier seit 2 Jahren und bin Auszubildende und verdiene insgemt 700 €. Die Miete kostet ca. 400 € und ich habe Fixe Ausgaben (wie Strom) die ich nicht einfach beenden kann. Das sind ungefähr 180 €. Ein teil des Geldes ( ca. 200 €) kommen von meinem Kindergeld, welches zwischen dem 15. bis 17. eines Monats ausgezahlt wird. Das heißt ich habe am Monatsanfang 500 € zur Verfügung. Würde ich die Miete + Verbindlichkeiten gleich komplett zahlen wäre ich bis zum 15. mit 80 € im Minus (wenn man davon ausgeht das ich die zwei Wochen nichts esse). Deswegen habe ich meinen Vermieter schon vor unterschreiben des Mietvertrages gefragt ob ich die Miete in 2 Hälften aufteilen kann. Er war einverstanden. Jetzt nach 2 Jahren erhöht der die Miete um 6 €. Er bat mich deswegen darum die Zustimmung zu unterschreiben und an ihn zu schicken. Ich bin zwar mit der Mieterhöhung einverstanden, nicht aber was noch da drinnen steht. Unterschreibe ich den Wisch erteile ich ihm nämlich auch ein Lastschriftmandat.

Das will ich nicht, 1. da ich wie gesagt die Miete nicht ganz direkt zahlen kann (und das steht in der Zustimmung. Wörtlich:"Die neue Nutzungsgebühr in Höhe von [Betrag] wird am 3 Werktag des Monats abgebucht"), und ich bei sowas generell skeptisch bin, denn mein Vermieter ein wenig... "speziell" ist.

Und ich möchte nicht das er einfach Geld umbuchen kann. Im Falle eines "Fehlers" kann das dauern bis das Geld wieder auf dem Konto ist. Ich habe also ein eigenes Schreiben aufgesetzt, mit Vertragsnummer, Unterschrift und dem anderen Gedöns. Kurz darauf kam ein Schreiben an, dass ich doch bitte diesen Lastschriftmandat Gedöns unterschreiben soll.

Ich habe Nein gesagt und das ich weiterhin eigenständig zahle. Daraufhin kam die Kündigung, weil ich meine Miete schon seit 2 Jahren immer zu spät überweise. Ich weiß das er mich zu diesem Mandat nicht zwingen kann, aber im Prinzip kann ich nichts dagegen tun. Das Abkommen mit der zweiteiligen Miete wurde mündlich geschlossen. Ich bin verzweifelt. Ich habe erstmal provisorisch Widerspruch eingelegt. Was soll ich tun? Ich habe auch einen Betreuer (kein gesetzlicher) der bei dem Abkommen VERMUTLICH dabei war. Würde das helfen?

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Teilungserklärung / Umbaumaßnahmen

Hallo zusammen,

ich bräuchte mal eine Auskunft zu einem bestimmten 'Problem' welches in absehbarer Zukunft zu lösen ist. Wir haben vor kurzem eine ETW gekauft. Sie befindet sich in einem Reihenhaus mit 4 Eingängen. Jeder Eingang hat 3. Wohneinheiten... zwei größere 2. Zi. Wohnungen (je eine im EG und 1.OG) und eine kleine 2. Zi. Whng. im Dachgeschoss. Durch eine Teilungserklärung Wurden die 2.Wohnungen im 1.OG und im DG zu einer Wohneinheit gebündelt. Wir haben eben diese Wohneinheit kekauft. Das 'Problem' was sich nun offenbart ist, die beiden Wohnungen werden über ein gemeinsames Treppenhaus erschlossen. Wir würden dies gerne ändern bzw. Maßnahmen vornehmen welche das ganze attraktiver für uns gestallten. Und zwar würden wir gerne im Treppenhaus eine Art Trennwand hochziehen. Die Treppe ist zweiläufig und geht vom Hauseingang her gleich nach rechts weg, dann kommt ein Podest, Sie dreht um 180° und man kommt auf das zweite Podest. Dort steht man praktisch direkt vor dem Eingang zur Wohnung im 1.OG. Geht mah nach links weiter die Treppe hinauf komt man zur Wohnung im DG. Wir wollen links neben dem Eingang zur Wohnung im 1.OG eine Trennwand hochziehen, und über einen Durchbruch aus der Küche (aus Whng. 1.OG) wieder in das Treppenhaus kommen welches ins DG führt. Damit hätten wir sozusagen einen Teil des Treppenhauses der Wohnung zugeführt und aus zwei einzelnen Wohnungen, mehr oder weniger eine Art Maisonette gemacht. Mit dem Miteigentümer haben wir gesprochen und er hätte generell kein Problem damit. Meine Frage ist nun was wir alles tun müssten um das was wir uns vorstellen auch umzusetzen?! Oder ist dieses Vorhaben aus irgendwelchen Gründen (Brandschutz etc.) vlt. gar nicht möglich (oder zumindest nicht so)? Ich denke wir müssen in jedem Fall eine neue Teilungserklärung machen, dann ev. beim Baurechtsamt eine Genehmigung einholen vlt. auch einen Statiker wegen dem Durchbruch konsultieren...?! Habe ich etwas vergessen? Hat jemand von euch schon ähnliches gemacht? Mit welchen Kosten müssen wir schätzungsweise rechnen, Baukostgen mal nicht eingerechnet?!

Vielen Dank schonmal, ich hoffe auf zahl- und hilfreiche Antworten...

Gruß

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