Schaden an Stereoanlage nach Stromausfall?

5 Antworten

sollte nicht vorkommen, kann aber wenn viele lasten gleichzeitig vom netz genommen weredn, vor allem induktive und oder kappazitve, dann kann es beim abschalten im abgeschalteten teil des netzes zu einem spannungsipuls kommen.

gegen solcherlei hilft in der regel eine überspannungsschutzleiste. für hochwertige elektonische geräte duchaus sehr empfehlenswert.

genauso gut kann es aber auch schlicht zufall sein, dass das eine auschalten ein auschalten zu viel war.

wie dem auch sei. der nachweis dass es wirkluch einen causalzusammenhang zwischen der abschaltung und dem schaden gegeben hat, ist schwer zu führen. daher brauchst du dir keine vorwürfe machen.

lg, Anna

Defekt ist durchaus möglich. Die mögliche Hauptursache heisst Einschaltimpuls.

Beim Wiedereinschalten der Stromversorgung trat eine sog. Spannungsspitze bzw. Einschaltimpuls auf. Die dabei erreichte Voltspannung erreicht durchaus die max. verträglichen Werte für Elektrogeräte.

Der dadurch betroffenen Stereoanlage wurde zumindest das Netzteil beschädigt. Hoffentlich - das kann ich aus der Entfernung nicht beurteilen - wurden keine weiteren Bauteile nach dem Netzteil in Mitleidenschaft gezogen. 

Evtl. Überspannungs-Schutzsysteme sind allein wegen ihrer teils lahmen Reaktionszeit höchst fragwürdig.

Inwieweit reparaturfähig bzw. wie teuer die Reparaturkosten kann ich aus der Entfernung nicht sagen. Falls Billig-Stereoanlage betroffen, dann überlegen, ob die Reparaturkosten überhaupt die Sache wert sind.

Was dein Nachbar evtl. erfolgreich machen kann:

Die ausführende Fa. gab wohl keine Vorabinfo, dass erstens der Strom abgestellt wird und zweitens keine Info darüber, dass beim Wiedereinschalten des Stroms - z.B. durch Wiedereinschalten der Haupt-Haussicherungen - empfindliche Geräte vom Stromnetz getrennt werden sollten um evtl. Beschädigungen zu vermeiden. 

Jedem auch nur einigermassen ausgebildeten Elekriker sind diese Wiedereinschaltimpulse und die damit verbundenen Spannungsspitzen hinlänglich bekannt. Und genau deshalb erfolgen durch korrekt arbeitende Elektriker entspr. Infos über mögliche Schäden durch Einschaltimpulse bei Wiedereinschaltung der Stromversorgung.

Dein Nachbar sollte also - wenn er die fehlende Vorabinfo eindeutig nachweisen kann - die bauausführende Elektrikerfa. in Regress nehmen. Auch hilfreich wäre ein quasi "Attest" durch die stereo-reparierende Werkstatt, dass der Schaden höchstwahrscheinlich durch eine Spannungsspitze durch Stromwiedereinschalten zustande kam.

Abschlusshinweis: Spannungsspitzen treten m.E. nicht auf, wenn ein Gerät lediglich in eine Steckdose eingeführt wird. Zumindest mir sind auch keine Spannungsspitzen/Einschaltimpulse mit starker Voltspannung durch Einschaltvorgänge bei hausüblichen Steckdosenleisten bekannt.

Aber beim Einschalten von Einzelsicherungen bzw. Haus-Hauptsicherungen etc..können wie schon erwähnt derartige Spannungsspitzen/Einschaltimpulse durchaus zustandekommen.


Wie entsteht so eine Überspannung? Bin seit 20 Jahren Elektrikerin und hab noch nie davon gehört.

@Mia76

Dazu mal am besten deinen ehem. Ausbilder befragen. Offen gesagt verwunderlich, dass euch das nicht während der damaligen Ausbildung vermittelt wurde. 

Pers. Empfehlung: Googlen z.B. mit den Stichworten "wiedereinschalten hausstromversorgung spannungsspitze" erbringt div. Ergebnisse u.a. mit den Schilderungen ähnlich Betroffener wie in diesem GF-Fall der "abgerauchten Stereoanlage".

Soweit mir bekannt, kommts z.B. beim Wiedereinschalten der Hausstromversorgung u.U. zu sog. Spannungsspitzen auf Induktionsbasis. Auch Blitzschläge im Nahfeld sind hierfür berühmt/berüchtigt.

Und genau deshalb kann dies durchaus zu Schäden an Netzteilen, Geräten etc..führen. Ich selbst bin kein ausgebildeter Elektriker der das wissenschaftlich etc..genauer beschreiben kann.

Tatsache ist jedoch: Ich selbst hatte auch solch einen Schaden: Ein sog. Elektriker schaltete in meinem Beisein die Hausstromversorgung aus und wenig später wieder an. Was er mir damals leider nicht sagte und mir auch vorher so nicht bekannt war:

Die Möglichkeit dass ans Stromnetz angeschl. Geräte evtl. einen Schaden eben durch den Einschaltimpuls und der damit verbundenen Induktivität bekommen könnten, und ich sie deshalb vorher vom Stromnetz vorsichtshalber trennen sollte.

Die Folge: Ein beschädigtes Netzteil eines ziemlich teuren KW-Funkgerätes. Reparaturkosten damals rd. 700 DM. Wobei während der Reparatur die Gesamtstabilität generell erhöht wurde, um derartiges zukünftig zu vermeiden. Mehr Geräte wurden damals nicht beschädigt. Wobei der eine Schaden mir mehr als ausreichte.

Der damalige sog. Elektriker (mehr oder weniger nur ein Kurzschluss-Experte) braucht mir offen gesagt nicht mehr zu begegnen. Und das ist noch zurückhaltend formuliert. 

Sehr unwahrscheinlich, dadurch dürfen die Geräte nicht kaputt werden.

Bin Elektrikerin und hab schon hunderte Wohnungen aus und an geschalten.

Eigentlich ist das unwahrscheinlich weil es einen Überspannungsschutz gibt.

Durch aus und einschalten entsteht keine Überspannung.

Kann passieren, wenn die keinen Überspannungsschutz o.ä. hatte.

Wo soll die Überspannung her kommen?

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