Radweg nicht benutzt, Radfahrer angehupt, er hat gesagt dass wir ein Bußgeld oder Strafe bekommen

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Die Frage ist nun, kommt es zur Anzeige oder nicht?

Erfahrungsgemäß wird oft mit einer Anzeige gedroht, diese dann aber nach der ersten Aufregung nicht gemacht.

Was aber könnte kommen?

Der Radfahrer war unter Umständen überhaupt nicht verpflichtet den Radweg zu benutzen, denn das wäre nur dann der Fall wenn dieser mit Zeichen 237, 240, oder 241 ausgeschildert war und auch in zumutbarem Zustand gewesen ist. Sollte das so gewesen sein und er hat ihn nicht benutzt dann hat der Radfahrer lediglich eine Ordnungswidrigkeit begangen die ihn 20€ kosten kann wenn er Dich dadurch behindert hat.

Das Hupen von Dir allein würde auch nur 20€ kostet auch nur 10 oder 20€. Dann muss man aber auch betrachten wie der Radfahrer das gesehen hat, denn wenn er sich durch Dich behindert oder sogar gefährdet sah kann auch schnell mehr draus werden...

Tja, und selbst wenn er verpflichtet wäre, muss ich als Autofahrer mich nicht als Erzieher aufspielen und ihn anhupen. Ich lass die Leute fahren, wo sie sich sicherer fühlen. Das kann ich als Autofahrer eh' nicht entscheiden.

M.

Das kann ggf. sogar als Nötigung aufgefasst werden. Das ist eine Straftat und entsprechend teuer.

Die Hupe sollte zwar nur in Notfällen benutzt werden, aber da wird wohl nix passieren. Sollte er damit wirklich zur Polizei gehen, muss er ja wohl die Situation schildern und würde sich dadurch ins eigene Fleisch schneiden. Denn wenn ein Radeweg vorhanden ist, besteht eine Benutzungspflicht.

Gibt es wirklich so etwas wie eine Benutzungspflicht? Würde ich mir gerne ausdrucken, und beim nächsten Mal diesen unverschämten Radfahrer den Zettel in die Hand drücken!

@Lily0fTheValley

§ 2 Abs. 4 StVO

Die Benutzungspflicht besteht zwar nur wenn es gekennzeichnet ist, aber mir ist noch nie ein Radweg ohne Kennzeichnung aufgefallen.

@UselessBob

@ UselessBob:

Es gibt durchaus eine Benutzungspflicht für Radwege, nämlich dann wenn diese durch Zeichen 237, 240, oder 241 gekennzeichnet sind, und auch Radwege ohne Benutzungspflicht sind weit verbreitet.

@Lily0fTheValley

Nein, die gibt es nur, wenn das blaue Schild da steht. Und selbst wenn: der Radweg kann unbenutzbar sein, dann darf er auf der Fahrbahn fahren, trotz blauen Schildes.

M.

Oh man.

Dann hoffe mal, dass der Radfahrer das hier nicht liest du von deinem Kürzel auf deinen Namen schließen kann. Denn bisher stand Aussage gegen Aussage. Wenn er dich wegen Nötigung anzeigt, dann wird es ungemütlich. Und ja, die Polizei wird das aufnehmen, das muss sie sogar. Denn Nötigung ist eine Straftat. Wenn es richtig schlecht läuft und er Zeugen hat, dann bekommst du Post von der Staatsanwaltschaft. Sollte das passieren, nimm dir einen Anwalt.

Das alles ist unwahrscheinlich. Aber es KANN passieren und sollte dir vor Augen führen, dass man im Straßenverkehr aufeinander Rücksicht nehmen sollte und sich nicht als deutlich stärkerer Verkehrsteilnehmer mit Hupen Gehör und im Zweifel auch Platz verschafft. Hoffe, dass es nicht soweit kommt und denke mal darüber nach, dies als Lehre zu sehen für das nächste Mal, wenn ein Radfahrer vor dir auftaucht. Ich drücke dir ernsthaft die Daumen, dass du davon nie wieder was hörst.

Aussage gegen Aussage gibt es nicht. Schon gar nicht gegenüber einer Betroffeneneinlassung.

Das hätte ich dir als Radfahrer auch erzählt, wäre aber nicht auf die Idee gekommen das wirklich zu machen. Dein Gehupe war unnötig und du warst auch nicht im Recht. Es ist in meinen Augen dämlich andere Verkehrsteilnehmer zu belehrenden, du wirst in deinem Autofahrerleben auch noch genug S c h e i ß e bauen und willst dann auch nicht ständig auf dein Fehlverhalten aufmerksam gemacht werden. Nutz die Hupe wofür sie da ist nämlich um in kritischen Situation zu warnen oder auf dich aufmerksam zu machen.

Falls es soweit kommen sollte, sag einfach, du wolltest den Radfahrer warnen, dass du von hinten kommst. Es hätte ja sein können, dass er einfach einen Schlenker auf der Straße machen wollte.

Ich fahre selbst öfter mit dem Rennrad. Auch auf der Straße, aber nur dann, wenn der Radweg in einem so schlechten Zustand ist, dass dieser mein Rad beschädigen könnte. Da ich dass natürlich nicht riskieren will, fahre ich lieber auf der Straße. Denn die Kosten für die Reparatur trage ja ich und nicht die Stadt.

Innerorts dürfen Autofahrer nicht hupen !

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