Pavillon vom Nachbar durch Sturm weggeflogen und 2 Autos zerkratzt

4 Antworten

Also, wenn denn ein Dachziegel runtergeblasen oder ein Baum entwurzelt wird, bezahlt ja der Hausbesitzer bzw. seine Haftpflicht auch nichts. Dies wird geordnet durch eine Teilkaskoversicherung und wenn der Halter so ein Ding nicht benötigt, öffner er eben selbst seine Geldbörse und gut ist. Eigentlich alles ganz einfach.

Falsch! Wenn ein Ziegel vom Dach fällt und woanders Schaden macht, bezahlt die Gebäudeversichrung das und falls er keine hat, muss er der Hauseigentümer das selber tun. Wenn der Pavillon nicht genügend gesichert ist und bei anderen einen Schaden verursacht, muss der Eigentümer dafür zahlen....

@EikeausBerlin

Diese kühne Behauptung stimmt schlichtweg nicht und eine Gebäudeversicherung bezahlt keinen Schaden an einem Kfz. Ich rege doch an, versierte Antworten zu geben oder es sein zu lassen. Die Literatur ist voll davon und ausgeurteilt auch schon zahlreich. Man leistet sich eine Haftpflicht und wenn diese aufgrund der gesetzlichen Vorgaben und der zahlreichen Urteile eine Haftung verneint, haftet auch der Kunde nicht. Und die Dachziegelgeschichte ist hier in der Nachbarschaft passiert. Die Teilkasko Auto (und nicht der Grundstückseigentümer) hat geordnet und dies ist auch richtig so und der entwurzelte Baum gehört jetzt dem Nachbarn, weil er auf sein Grundstück gefallen ist und ob er ihn liegenläßt oder zersägt ist seine Sache. Eine Haftpflicht bezahlt jedenfalls bei Sturm nichts.

Da hat die Haftpflicht leider recht.

  1. Es handelt sich um einen Elementarschaden und der wird nicht durch die Haftpflicht gedeckt.

  2. Dass er den Pavillon trotz Sturmwarnung hat stehen lassen, ist grobe Fahrlässigkeit und für diesen Fall schließen Haftpflicht-Versicherer die Haftung generell aus.

Da wird er wohl selber zahlen müssen.

Die Haftpflicht-Versicherung würde bedingungsgemäß auch im Falle grober Fahrlässigkeit eintreten, wenn den ein Haftungsgrund (z.B. ein Verschulden) vorläge! Jedoch trifft den Pavillon-Besitzer hier keinerlei Verschulden - schließlich hat er den Sturm nicht verursacht. Er muss also auch nicht aus eigener Tasche für den Schaden an den PKW aufkommen!

Übrigens: Wenn es den grob fahrlässig wäre, den Pavillon trotz Sturmwarnung nicht abzubauen, wäre es genauso grob fahrlässig, ein Auto draußen zu lassen - und somit eigene Schuld der Kfz-Halter. Das wäre ja wohl ein ziemlicher Unfug, oder?

Ist doch alles richtig, die Versicherung muss nicht zahlen, aber er selber muss den Schaden begleichen....

Lachnummer? Natürlich muß er nichts bezahlen, warum auch?

@schleudermaxe

Falsch, der Pavillonbesitzer muss für den Schaden aufkommen....

Der Nachbar bzw. dessen Haftpflichtversicherung müssen hier nicht leisten - es fehlt an einem Haftungsgrund. Der Schaden an den PKW ist jedoch als Sturmschaden durch die jeweilige Teilkaskoversicherung gedeckt.

Wer lässt denn auch trotz Sturmwarnung sein Auto ungesichert draußen???

Wann darf der Vermieter mir das verbieten?

Hallo zusammen, kurze Vorgeschichte: Meine Freundin und ich sind vor knapp 6 Monaten in eine 2 Parteienhaus zur Miete gezogen. Wir bewohnen das 1OG. inklusive einer 42qm Terrasse. Die Privatvermieterin wohnt gegenüber – Das Haus ist neu gebaut worden und modernVorab sei angemerkt, dass der direkt Nachbar (freistehendes Haus mit direkt angrenzenden Grundstück an die Terrasse (Terrasse geht über eine Garage)) keinerlei Probleme mit Sichtschutzhöhen oder Sonnensegel oder anderen Vorhaben hat! Von dieser Seite gibt es daher keine Probleme/Einwände!Nun sind wir bis dato davon ausgegangen, dass das Mieter/Vermieterverhältnis sehr positiv ist, so haben wir vorab alle Vorhaben angesprochen, weniger im Sinne um sich eine Genehmigung einzuholen.Vorhaben: Sichtschutz mit Weidenmatten 1,50m+ Sonnensegel 5x5x7m auf 3 Pfosten mit 2,40m;2,10m;2,10m,3 Dinge sind mir hier, so hoffe ich, bewusst. 1)Bei der Sichtschutzhöhe (da dies eine dauerhafte Anbringung ist) muss beachtet werden, dass angrenzende Grundstücke, bzw. deren Eigentümer mit der Höhe über der Norm einverstanden sein müssen. Das ist hier der Fall.2)Sonnensegel: sofern die Anbringung eines Sonnensegels eine bauliche Maßnahme mit sich bringen würde, bedarf es der vorherigen Genehmigung des Vermieters. Ich werde das Stangensystem jedoch am Geländer befestigen, so dass weder eine Verankerung in die Garagendecke, noch in der Hauswand erforderlich sein wird! (Die Befestigung ist sicher! Auch wenn das wohlmöglich schwierig erscheinen mag, lassen wir das aber mal außer Acht)3)Der Vermieter kann eine Veränderung am Hause untersagen, wenn die Änderung das Gesamtbild des Hauses nicht entspricht. Jetzt muss man hier etwas weiter die Materie gehen. Wo/wann trifft das zu und wann nicht! Stichwort kitschiger großer Sonnenschirm, Sonnensegel, Pavillon! Ein Sonnensegel sofern es nicht an der Wand verankert wird, könnte in der Betrachtung einem Pavillon gleichgestellt werden. Pavillons hingegen wurden vor Gericht schon thematisiert. Hier kann der Vermieter das Aufbauen untersagen, da der Pavillon saisonal aufgebaut wird und daher eine dauerhafte Anbringung wäre und so das Gesamtbild des Hauses beeinflussen kann (Es ist nicht üblich, dass Pavillons tagtäglich auf und abgebaut werden). Nicht aber bei einem Sonnenschirm. Dieser kann abends eingezogen werden! Dagegen kann ein Vermieter nichts sagen. Ergo kann ich auf meinem Sonnenschirm viele bunte Marienkäfer haben und keiner kann was sagen. Das Sonnensegel aber kann hingegen genauso schnell auf-/abgebaut werden wie ein Sonnenschirm. Die 3 Ecken werden mit Seilen und Verankerungen befestigt. Soll heißen: lösen, abziehen, aufrollen fertig! Keine langfristige Befestigung.Lange Rede kurzer Sinn. Meine Vermieterin will mir das Sonnensegel verbieten, da es 1) nicht mit ihr abgesprochen wurde (was ich habe) und 2) sie keine Genehmigung erteilt hat. Habe ich hier Recht oder nicht? Kann mir hierbei einer vlt. mit seiner/ihrer Sicht der Dinge helfen? Vielen Dank LG Alex

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Große Äste über Nachbars Garage

Hallo! Wir sind vor 2 Jahren in ein Haus von 1971 gezogen, welches ein Grundstück mit altem, hohen Baumbestand hat. Zu einer Seite des Gartens hin ist auf dem Nachbargrundstück ein Mehrfamilienwohnblock. Einige dicke Äste ragen recht weit auf das Nachbargrundstück, vielmehr über die Garage. Nun verlangt der Eigentümer des Hauses, dass ich die Bäume fällen soll, weil das ganze Laub auf seinem Hof liegen würde. Ich habe mit einigen Mietern gesprochen. Diese stört das Laub nicht und freuen sich über etwas natur am Stadtrand. Die Kinder haben auch in den großen Ästen ihre Schaukel hängen. Da ich mich also weigerte die Bäume zu fällen, will er, dass ich die Äste grenzbündig abschneide. Als ich ihm sagte, dass die Äste die Mieter des Hauses nicht stört, meinte er nur: "Die haben das ja garnicht zu entscheiden, es ist ja immerhin mein Haus!" Vor Allem stört ihn ein großer Ast, der genau über der Garage hängt, da das laub dort auf dem Garagendach liegen bleibe und das ja wohl nicht geht! Bin ich rein rechtlich dazu verpflichtet, die Äste grenzbündig abzuschneiden? Den dicken Ast über der Garage würde ich entfernen, da ich verstehe, dass er "Angst" hat, er fällt bei Sturm auf das Dach. Aber MUSS ich das? Und, FALLS der Ast wirklich bei Sturm auf dem Dach landet...wer haftet? Zählt das als höhere Gewalt? Ihn stört sehr das ganze Laub; aber man kann einem Blatt ja nicht vorschreiben, wo es hinwehen soll. Zumal er ja garnicht den Hof fegt, sondern die Mieter, mit denen ich gesprochen habe.

Über einige hilfreiche Antworten wäre ich sehr dankbar!

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