Nebengewerbe anmelden - sinnvoll

7 Antworten

sinnvoll ...

Es ist hier nicht die Frage ob sinnvoll, sondern ob ein Gewinn erzielt wird, bzw. Gewinn beabsichtigt ist. Wenn ja, ist es Gewerbe, wenn nien Hobby.

Auch wenn kein Gewinn beabsichtigt ist, sollte man Einnahmen und Ausgaben pro Jahr sorgfältig in einer Einnahmen-Überschussrechnung nachweisen! Man kann es dadurch entweder rechtzeitig bemerken, wenn doch die Gewinnschwelle erreicht wird, bzw. ggf. dem Finanzamt gegenüber nachweisen , dass kein Gewinn gemacht wurde, und das Ganze somit immer noch eione Liebhaberei (=Hobby) ist.

Melde Dich erst einmal bei Deinem Finanzamt und schildere dort Deine Fakten. Dann wird das Finanzamt erst einmal klären, ob Du Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft oder aus Gewerbebetrieb hast. Hühnerzucht einschließlich Eierverkauf kann nämlich Land- und Forstwirtschaft sein, wenn Du über genug Fläche verfügst. Wenn das Finanzamt aus dem Verhältnis Hühner- Land zu dem Ergebnis kommt, dass ein Gewerbebetrieb vorliegt, kannst Du Dich immer noch beim Ordnungsamt anmelden.

Auf jeden Fall solltest dus anmelden, die Strafen sind deutlich höher als der Anmeldeaufwand und die Gebühr. Ich hatte mich letztes Jahr mit meiner Bildbearbeitung als Kleinunternehmer angemeldet und musste 25 Euro bezahlen und zu ein paar Ämtern laufen. Erledigt, alles offiziell. Die Gebühr schwankt je nach Gemeinde / Stadt, aber dann bist du auf der sicheren Seite und kannst vorallem auch Werbung dafür machen und deinen Gewinn dadurch vielleicht steigern. Die Grenze liegt irgendwo bei 14 tausend bla / Jahr also wirste auch drunter bleiben und als Kleinunternehmer geführt ohne weitere Kosten.

Grundsätzlich sind die Einnahmen steuerpflichtig; ob evtl. Verluste mit anderen Einkunftsarten verrechnet werden können oder rein als Hobby gelten, ist mit dem Finanzamt abzuklären; ebenso ist abzuklären, ob es sich um Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft handelt - da gelten besondere Regelungen.

Falsch - nicht die Einnahmen sondern der Gewinn ist steuerpflichtig. Solange kein Gewinn erzielt wird, ist es ein Hobby und kein Gewerbe.

Vorab: Tierzucht ist nie Gewerbe, weil es unter die Urproduktion fällt. Damit entfällt in jedem Fall die Gewerbeanmeldung. Nichts desto Trotz sind Gewinne aus Urproduktion in der Steuererklärung anzugeben. Du solltest also schon ein Buchführung machen, um bei Nachfrage vom Finanzmat belegen zu könen, dass du grundsätzlich keine Gewinne machst. Ein Finanzbeamter hat ja selten Ahnung, was Züchter für Strom, Elektrik, Fachliteratur und Reisen ausgeben... Die sehen immer nur den Erlös der Nachzuchten, als ob die vom Himmel fallen.

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