Nach abgabe der eidesstattlichen Versicherung?!

5 Antworten

Ganz so einfach geht es nicht. Er muss "Wohlverhalten" zeigen. Er muss alles tun um seine Schulden zu begleichen. Er wird also 7 Jahre lang alles, was den Pfändungsfreibetrag übersteigt, an den Insolvenbzverwalter abführen müssen. Selbstverständlich ist er auch verpflichtet, sich einen Nebenjob zu suchen. Sonst gibt es keine Restschuldbefreiung.

Da "verpufft" doch nichts ... Die Eidesstaatliche Versicherung wird vom Gläubiger beantragt und von einem Gerichtsvollzieher verzogen. Es wird geprüft, ob Vermögen vorliegen. (Versicherungen, Bentley in der Garage, verstecktes Geld auf dem Konto, usw) Dein Freund legt alles offen und versichert eidesstaatlich, dass er kein Geld hat um diese Schulden zu zahlen. Die Ratenzahlungen laufen weiter. Du meinst Privatinsolvenz.

PS: Dein Freund sollte mit dem Gläubiger verhandeln, eine kleine Ratenzahlung vereinbaren. Wenn es zu einer Pfändung kommt, muss er auf das zuständige Amtsgericht gehen und dort sein Geld wieder "freiboxen". Eine Lohnpfändung ist (nach meinem Wissen) bei einem gehalt von 300 € nicht möglich, der Arbeitgeber wird nichts "abgeben" wenn es dazu kommt. Möglich ist aber eine Kontopfändung. Dann ist der Gang zum Amtsgericht angesagt. Vielleicht informiert sich Dein Freund mal über ein Pfändungskonto -> http://www.schuldnerakuthilfe.com/p-konto-girokonto.html

eine ev bedeutet das bei deinem freund nichts zu holen ist.und er diese 3 jahre mehr oder weniger ruhe vor gläubigern hat.allerdings werden die einen titel gegen deinen freund erwirkt haben.das bedeutet das die gläubiger ihren anspruch auf 30jahre gesichert haben.also wird der betrag nach ablauf der ev wieder fällig..

Die EV ändert nix daran dass nicht weiter versucht werden kann den Betrag einzutreiben/ zu pfänden.

@onomant

natürlich versuchen die das und können dir auch weiter zahlungsaufforderungen schicken,aber die rechtliche handhabe ist eingeschränkt..

nein, das heißt nicht, dass dort nichts zu holen ist. durch die e.V. kann ja auch rauskommen, dass er 100.000 Euro aufm Konto hat oder nen Porsche in der Garage. Das will der Gläubiger ja damit rausfinden.

@Maya81

das ist auch klar.wer aber würde die ev abgeben wenn er über vermögen verfügt?..damit handelt man sich nur nachteile ein.

also grundsätzlich logisch. aber irgendwie seltsam. denn uns wurde vom GV gesagt das eine ratenzahlung nur dann möglich ist, wenn der offene betrag inerhalb eines halben jahres damit beglichen ist. was in dem fall hieße das er jeden monat 500€ zahlen muss. dieses geld hat er aber nicht, daraus folgt dann die eidesstattl. V. aber wärend die 3jahre läuft sollte man versuchen den betrag abzuarbeiten, also ihn in raten abzuzahlen - ok. aber auch hierbei wird es sich nicht um eine raten von 500€ handeln (da er ja wie schon gesagt, das geld nicht hat). also müssen die sich doch so oder so auf eine niedrigere rate einlassen, oder?

Wenn von vorne herein feststeht, dass er keine Ratenzahlungen von 500 € leisten kann, geht das in der Tat nicht.

Nach Abgabe der e.V. kann der Gläubiger eine Sachpfändung, Kontopfändung oder Gehaltspfändung (= Zwangsvollstreckung) versuchen. Je nachdem was erfolgsversprechender ist. Nach den drei Jahren kann der Gläubiger erneut verlangen, dass dein Freund seine Vermögenssituation darlegt, also nochmal e.V. Der Titel ist 30 Jahre lang vollstreckbar.

Was möchtest Du wissen?