Mutter mit hohen Schulden und kleiner Rente muss ins Heim. Wer zahlt wofür?

5 Antworten

Ihr müsst die Schulden nicht bezahlen, dafür gibt es die Privatinsolvenz, die für eure Mutter eingeleitet werden wird.

Die Heimkosten... was die Mutter nicht selbst finanzieren kann, wird vom Sozialamt übernommen. Dieses wird prüfen, inwieweit die Kidner zur Zahlung herangezogen werden können. Dazu muss man dann genaue Einkommensangaben machen, sprich Einkommen, Miethöhe, Anzahl der Familienmitglieder, wieviele unterhaltsberechtigte Kidner im haushalt, eigene Darlehens/Kreditbelastung etc.

Um eine Pflegestufe würde ich mich erst mal kümmern.

Natürlich sind ihre Schulden erst mal ihre Schulden - und Ihr müßt die gar nicht übernehmen.

Schließlich kommt sie ja erst mal "nur" ins Heim. Erst wenn sie stirbt und es ans Erben geht, müßt Ihr überlegen, ob Ihr das Erbe annehmt (und dann auch die Schulden tilgt) oder es ausschlagt.

Warum sollte sie mit Schulden nicht ins Heim kommen können - wenn sie pflegebedürftig ist? - Sie braucht sowieso Gelder von irgendeiner staatlichen Stelle. Inwieweit man auf Euch zurückgreift, hängt wesentlich auch von der Höhe Eures Einkommens ab, nicht aber von den Schulden Eurer Mutter. - Setzt Euch mit einem Sozialdienst oder einer caritativen Organisation zusammen und besprecht die Einzelheiten, auch ob die vorherige Anmeldung einer Privatinsolvenz sinnvoll erscheint (falls die denn überhaupt durchkommen würde).

für die Schuldentilgung sollte man die PI beantragen. Und dann sollte erst mal eine Pflegestufe festgestellt werden, ansonsten zahlt die Pflegekasse keinen Pfennig. Dafür gibt es Sozialdienste und auch der Hausarzt kann da weiter helfen.

ich denke nicht, dass Ihr für die Schulden Eurer Mutter aufkommen müsst. Die Verträge laufen auf sie... Wichtig ist nur..das ERBE nicht anzunehmen. Ihr wisst ja, dass sie nichts hat. Nehmt Ihr das Erbe an, müsst Ihr die Schulden tragen. Man kann nämlich auch Schulden erben!!

@mgrasek100

Die gute Frau wird 80, hat 5 Kinder und 14 Enkel. Irgendwann hat sie den Draht zur Realität verloren (zumindest teilweise), und das sicherlich nicht mit Absicht. Es kommen noch andere Sachen dazu, weshalb sie in ein Heim geht (es wohnt leider niemand von uns in ihrer Heimatstadt, und da will sie halt bleiben).

Keiner von uns ist erfreut über das, was sich da abzeichnet. Ich halte Ihre Antwort dennoch für, freundlich formuliert, unpassend. Ich hoffe für Sie, dass Sie sich nicht in ein paar Jahren in der gleichen Situation befinden und dann Ihre Kinder (oder wer sich dann um Sie kümmert) mit der gleichen pauschalen Dümmlichkeit Ihnen erklären, wo es langgeht.

Vielen Dank an die anderen Mitleser und Beantworter. Ich klemme mich dann mal an die Schuldnerberatung und komme wieder, wenn die sich klar geäußert haben.

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