Muss man dem Vermieter einen Arbeitgeberwechsel mitteilen?

5 Antworten

definitiv geht der arbeitgeberwechsel den vermieter nichts an, braucht also diesem nicht mitgeteilt zu werden, da gibt es auch keinerlei rechtsfolgen. wegen der bürgschaft der eltern: da sie die bürgschaft geleistet haben, können auch nur sie die bürgschaft für beendet erklären. also: kurze schriftliche mitteilung an den Vermieter, etwa wie folgt: "Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit geben wir Ihnen zur Kenntnis, das wir die Bürgschaft für unsere Tochter .... mit Wirkung ab ... für beendet erklären, da sie jetzt eigenes Einkommen erzielt und damit die laufenden und regelmäßigen Mietzahlungen durch sie selbst abgesichert sind. Mit frdl. Grüßen Unterschrift der Bürgen".

Das geht aber auch nur nach Rücksprache mit dem Vermieter und bereitstellen einer anderen Art der Absicherung! Die Bürgschaft ist schließlich Bestandteil des Mietvertrags.

@anjanni

das schreiben ist ja an den vermieter gerichtet, da muss wohl nicht vorher drüber verhandelt werden. durch den wegfall des grundes der bürgschaft ist für diese keine rechtsgrundlage mehr gegeben. es bräuchte in folge also nur einer dementsprechenden änderungsvereinbarung zum mietvertrag. es wäre doch wohl irrational, für immer und ewig eine bürgschaft zu fordern, oder?

Der Wechsel des Arbeitgebers geht den Vermieter nichts an.

Bei der Bürgschaft sieht es durchaus anders aus: einfach für nichtig erklären kann man die nicht. Die Eltern könnten die Bürgschaft zurückziehen - was unter Umständen durchaus Folgen für den Mietvertrag haben kann (Kündigung). Jedoch könnte der Mieter dann eine neue Bürgschaft oder eine Kaution anbieten. Das bedarf aber auf jeden Fall einer schriftlichen Fixierung!

Danke!

nein, das geht ihn nichts an. als mich mich vor fast 25 jahren selbständig machte, meinte mein damaliger Vermieter auch, ich hätte das vorher mit ihm absprechen müssen. Nur darf man beim Vertragsabschluß keine falschen Angaben machen.

Meines Wissens muss der Wechsel nicht beim Vermieter angegeben werden.

Gegenfragen: Warum mussten sie beide diese Belege überhaupt dem Vermieter vorlegen? Handelt es sich z.B. um Wohnung in einem Studentenhaus oder um eine Privatwohnung, bei der Mietrückstände entstanden waren?

Es handelt sich um eine Wohnungsbaugesellschaft. Ohne diese Unterlagen (wie z.B. auch den Schufa-Nachweis) hätten sie keine Chance auf die Wohnung gehabt.

@kemmi09

Das ist insofern problematisch, da die Wohnbaugenossenschaften i.d.R. kein Recht haben, die Vorlage der genannten Belege zu fordern. Freilich machen sie die Vergabe der Wohnung von der Vorlage ab. Das Übel entsteht dann bei Missbrauch der Daten. Ich hatte einen Fall, da schrieben die den Arbeitgeber eines Mieters an, mischten sich in Sozialamtssachen ein etc. In Summe: Wenn die Wohnung von den beiden gemietet wurde, und es keine vertragliche Bestimmungen gibt, die zur Vorlage verpflichten, dann rate ich dringend davon ab, irgend einen dieser Belege vorzulegen.

"Normale" Mietbürgschaft, die sich im Konfliktfall auf 3 Nettokaltmieten beschränkt, oder "freiwillige", bei der ich dauerhaft für alle Kosten aufkommen muss?

Ich muss eventuell eine Mietbürgschaft für eine Wohnung übernehmen. Wie ich bei meiner Recherche im Netz festgestellt habe, beschränkt sich meine Haftung hierbei im Normalfall auf 3 Nettokaltmieten. Die Bürgschaft wird dann auch anstelle der Kaution hinterlegt. Nun gibt es aber auch den Fall, dass, wenn eine solche Bürgschaft freiwillig und dem Vermieter unaufgefordert angeboten wird, diese Obergrenze entfällt, und ich demzufolge für alle eventuell entstehenden, die Mietsache betreffenden Kosten, aufzukommen hätte.

Worin manifestiert sich dieses "unaufgeforderte Anbieten"? Woran werde ich erkennen, ob das Bürgschaftsformular, das mir die Hausverwaltung wahrscheinlich zuschicken wird, dem einen oder dem anderen Fall entspricht?

Konkret war es so, dass den Mietinteressenten gesagt wurde, dass sie für die Anmietung der Wohnung mangels Bonität einen Bürgen bräuchten. Da ich bei der Besichtigung nicht dabei war, kenne ich den ganauen Wortlaut nicht. Abgesehen davon wäre es doch ohnehin schwierig, nach Jahren nachzuweisen, was seinerzeit gesagt wurde und wer wem etwas angeboten hat. Dieses "unaufgeforderte Anbieten" muss also auch in der Bürgschaftserklärung selbst zum Ausdruck kommen, oder nicht?

Für mich ist es sonnenklar, dass ich auf keinen Fall eine solche Bürgschaft unterschreiben würde, die mich schlimmstenfalls in die Insolvenz stürzen würde. Eine Dreinettokaltmietenbürgschaft wäre hingegen kein Problem.

Vielen Dank im Voraus für die Antworten.

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