Muss der Vermieter die Kündigung des Mietvertrags bestätigen?

5 Antworten

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Es reicht, wenn der Mieter den Zugang der Kündigung beim Vermieter beweisen kann. Die Reaktion des Vermieters ist in diesem Falle deutlich und als Zugangsbeweis durchaus dienlich. Ihre Begründung für die kurze Kündigungsfrist ist nur schlüssig, wen die auch so im Untermeitvertrag verinbart wurde.

Aufrechnen darf man gar nichts. Das wäre das gleiche wie Selbstjustiz. Einen Nachmieter muss der Vermieter nicht akzeptieren. Wenn fristgemäß gekündigt wurde, erübrigt sich eine Bestätigung, wenn die Kündigung ordnungsgemäß dokumentiert ist. Für die Schlüsselübergabe wird der Vermieter ja wohl eine Vertretung in Deutschland haben. Sonst am letzten Tag den Schlüssel unter Zeugen in den Briefkasten.

Du benötigst keine Bestätigung. Falls noch Kaution offen in jedem Fall die letzte Monatsmiete einbehalten falls er sich nicht automatisch bereit erklärt sie zurück zu zahlen.

eine kündigung kann ohne bestätigung ausgesprochen werden. allerdings könnte der erhalt abgestritten werden, also muß die zustellung beweisbar sein. ausdrucke des mailverkehrs mit antwort sollten reichen.

Was hier von allen bisherigen Antwortgebern uebersehen wurde, ist, dass eine Wohnungskuendigung nur in Schriftform wirksam ist. E-Mail, Fax, SMS ... kannste alles vergessen, es gilt nur das eigenhaendig unterschriebene Schriftstueck. Erst wenn dieses beim Vermieter zugeht, ist die Kuendigung wirksam und die Kuendigungsfrist beginnt zu laufen.

Bestreitet der Vermieter den Zugang, ist dieser vom Mieter zu beweisen. Die Reaktion des Vermieters auf die E-Mail beweist aber lediglich, dass er die E-Mail erhalten hat, nicht jedoch die schriftliche Kuendigung.

Behauptet der Vermieter nun, er habe die schriftliche Kuendigung nie erhalten, wird der Mieter ihm das Gegenteil beweisen muessen. Behauptet er, er habe sie zwar erhalten, dies aber erst nach Verstreichen des letztmoeglichen Zugangstermins fuer eine Kuendigung zum angestrebten Termin, muss ihm der Mieter den rechtzeitigen Zugang beweisen.

Sitzt der Vermieter im Ausland, ist das mit dem Zugangsbeweis meist nicht so einfach. Das geht dann meist nur mittels (ziemlich teuren) Dokumentenversand ueber Kurierdienst. Die Zustellung von Einschreiben wird in vielen Laendern hingegen nicht ausreichend dokumentiert.

Sollte der Vermieter aber auch in Deutschland (noch) einen Wohnsitz haben, haette man die Kuendigung einfach dort zustellen lassen koennen. Hier waere der Zugangsbeweis wahrscheinlich einfacher zu fuehren und die Zustellung an eine Anschrift in Deutschland haette voellig ausgereicht. Der Empfaenger hat sicher zu stellen, dass ihn an seine Anschrift gerichtete Post auch erreicht (wichtig auch bei voruebergeher Abwesenheit/Urlaub!).

Ein Einschreiben mit Rueckschein ist - zumindest bei nicht gewerbsmaessigen "Kleinvermietern" - so ziemlich die risikoreichste Zustellung ueberhaupt. Kann dieses naemlich nicht zugestellt werden und er holt es nicht ab, ist es auch nicht zugegangen. Holt er es zu spaet ab, ist der angestrebte Kuendigungstermin moeglicherweise wegen des verspaeteten Zugangs nicht mehr moeglich und die Kuendigung ist auf den naechstmoeglichen Termin ab Zugangszeitpunkt umzudeuten. Bei Kleinvermietern also Finger weg vom Einschreiben mit Rueckschein, bei gewerbsmaessigen Vermietern kann man das aber machen (Stichwort "Zugangsfiktion").

Einen Anspruch auf eine Kuendigungsbestaetigung besteht nicht.

Ein "Abwohnen" der Kaution ist auch nicht erlaubt. Der Vermieter hat bis zum Ende des Mietverhaeltnisses Anspruch auf die volle Mietzahlung und kann diesen auch leicht gerichtlich durchsetzen (was dann fuer den Mieter natuerlich recht teuer wird). Ein Verrechnungsanspruch mit der Kaution kann nicht bestehen, weil die Kaution waehrend des noch bestehenden Mietverhaeltnisses noch gar nicht zur Rueckzahlung faellig ist. Verrechnen kann man aber nur mit bereits faelligen Forderungen.

Fuer die Rueckzahlung der Kaution raeumen die Gerichte unterschiedliche Fristen ein. 3 Monate ab Beendigung des Mietverhaeltnisses ist wohl die Untergrenze, oefter werden dem Vermieter 6 Monate zugesprochen. Sollte mit einer Nachforderung bei den Betriebskosten zu rechnen sein, kann er einen hierfuer angemessenen Betrag auch nach Ablauf der 3 oder 6 Monate noch einbehalten und diesen dann mit den Betriebskosten verrechnen. Fuer die Betriebskostenabrechnung hat er 12 Monate ab Abschluss des betreffenden Wirtschaftsjahres Zeit. Entspricht das Wirtschaftsjahr dem Kalenderjahr (wird meist so gemacht), dann muss er die betriebskostenabrechnung fuer das Jahrr 2010 spaetestens am 31.12.2011 vorlegen. Bis dahin kann er einen entsprechenden Kautionsanteil einbehalten.

Gruss DerCAM

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