Mit Oldtimer im Regen fahren (kein ABS)?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ein hypothetisches Szenario

Nö, sondern bis vor ca. 30 Jahren noch die Regel und bis vor ca. 20 Jahren noch der Normalfall - und damals ist man auch mit 160 über die nasse Autobahn "geflogen". Warum sollte das heute nicht mehr gehen?

Grundsätzlich sollte man dann natürlich schon vorsichtiger fahren und insbesondere größere Sicherheitsabstände einhalten - aber auf freier Autobahn und ohne Spurrillen sind m. E. auch ohne ABS Geschwindigkeiten von 100 km/h und mehr möglich.

Ich finde sowieso, man sollte sich nicht zu sehr auf diese Sicherheitssysteme verlassen und sowohl "gefühlvolles Bremsen" als auch die "Stotterbremse" lernen und üben ...

- aber auf freier Autobahn und ohne Spurrillen sind m. E. auch ohne ABS Geschwindigkeiten von 100 km/h und mehr möglich.

Natürlich, ich hatte damals (1970) einen Fiat125 mit 100PS der locker 180Km/h fuhr und bergab ging er auf 200Km/h, nur laut Tacho und der hatte auch nur Trommelbremsen, hat alles bestens funktioniert wenn man entsprechend bremste.

Verstehe. Solange man vorsichtig und vorausschauend fährt sind bei trockener Fahrbahn und Tempo bis 80 auch größere Sicherheitsanbstände als normal erforderlich, oder oder nur bei sehr hohen Geschwindigkeiten und/oder Nässe?

@Nathoodry

Nein - siehe meine Antwort zu Deiner neuen Frage.

Du machst Dir zu viele Sorgen! Alles, was man in der Fahrschule an "Verhaltensregeln" für sicheres Fahren lernt, hat sich in den letzten 40 Jahren nicht wesentlich verändert, ist allenfalls strenger geworden. Man kann also ohne ABS genau so fahren wie mit - solange man nicht mit dem Wissen "Ich hab ja ABS!" riskanter fährt als empfohlen.

PS: Danke für den Stern!

@Nathoodry

Warum schaffst du es offensichtlich ständig so in die Eisen zu steigen, dass dein ABS anspringt? Jemand der ganz normal fährt, bekommt das in 20-30 Jahren nicht ein einziges mal hin!

@Fraganti

Haha ich bekomme das nicht hin. Meine Fragen sind tatsächlich nur hypothetisch.

Das ist nicht fahrlässig, wenn du nicht wie ein gestörter fährst und in der Kurve voll auf die Bremse trittst. Fahrlässig wäre es mit dem Oldtimer bei Schnee und Eis zu fahren. Bei Regen blockieren die Reifen nicht so schnell. Das kann man noch relativ gut handhaben. Bei Schnee und Eis reagiert das ABS extrem oft. Bei Regen hatte ich das bisher noch nie.

Bei Regen hatte ich das bisher noch nie.

Dann fährst Du keinen Bus ;-) ...

Als Busfahrer höre ich das ABS auch auf feuchter Fahrbahn schon ziemlich oft "rattern" - allerdings nur von den Vorderrädern und bei (fast) leerem Fahrzeug, das liegt m. E. wahrscheinlich an der dann sehr ungünstigen Lastverteilung ...

Salue

Du ersten 100 Jahre der Automobilgeschichte sind wir ohne A.B.S. Auto gefahren. Bei jedem Wetter, auch bei Regen, Schnee etc.

In meiner Jugend hatten die meisten Autos noch keine Sicherheitsgurten, an allen vier Rädern kleine Trommelbremsen und das Helmtragen auf Motorrädern war noch nicht vorgeschrieben.

Nach heutiger Ansicht mag das "fahrlässig" erscheinen, damals war das die Normalität.

Ich habe heute noch einige Fahrzeuge aus dieser Zeit in meinem Besitz und die fahre ich regelmässig. Ich habe dabei kein ungutes Gefühl, im Gegenteil, ich fühle mich am Steuer dieser Ahnen unserer heutigen Autos sogar "sauwohl".

Es grüsst Dich

Tellensohn

Das mit den Trommelbremsen kann nicht sein denn 1959 habe ich meinem Vater schon geholfen neue Bremsbeläge auf die Bremsbacken zu nieten. Sicherlich meintest du Scheibenbremsen, die kamen erst etwas später in die Fahrzeuge, und zuerst nur in die schnelleren Autos.

Denn mit was sollen sie denn sonst gebremst haben, etwa den Anker rauswerfen ;-)

@Lottl07

Die kleinen Trommelbremsen waren leider noch recht lange üblich. Vor allem die Trommelbremsen an meinen US-Schlachtschiffen mit riesigen Motoren hatten noch Trommelbremsen, die einem 50ccm Roller alle Ehre gemacht hätten.

Eine Vollbremsung aus der möglichen Höchstgeschwindigkeit musste in Stufen durchgeführt werden, sonst schmolzen die Bremszylinder.  

Gruss Tellensohn

@Lottl07

Und die Bremsbeläge habt ihr auf dei bremsbelagträger genietet und dann wieder in die trommelbremse eingebaut.

@holgerholger

Richtig.Es war aber so das die Nieten nicht auf dem Bremsbelag waren, es gab da Bohrlochvertiefungen in welche die Nieten eingeführt wurden und auf der Rückseite vom Bremsbelagträger wurden sie breit geschlagen.

Nö. Warum? Ging früher, geht heute genauso. Musst halt deinen Bremsfuß etwas dezenter aufs Pedal setzen.

Und vor der FAhrt verinnerlichen: Nicht voll reinlatschen. Sicherlich ist ABS besser, aber mein Wohnmobil und mein Motorrad haben beide keins, und trotzdem fahre ich beide auch bei Regen, das Wohnmobil auch in den Winterurlaub bei Schnee und Glatteis.

Ich habe meinen PKW-Führerschein über 30 Jahre. Von diesen 30 Jahren habe ich mindestens 15 Jahre Fahrzeuge auch ohne ABS gefahren. Und hier bin ich auch Strecken von 600 km Autobahn auch bei Regen gefahren.

Die Sache ist ganz einfach - ein Fahrzeug ohne ABS verhält sich in Extrem-situationen eben anders wie mit ABS. Du musst also Deine Fahrweise entsprechend anpassen und reagieren können. Wo ist da das Problem?

Wenn man z.B. jahrzehntelang ein Auto mit ABS gefahren hat aber sich dann eines OHNE ABS zulegt. Meinst Du das wäre dann nicht fahrlässig ohne Erfahrung ein Auto ohne ABS zu fahren?

@Nathoodry

Du fährst mit dem Fahrzeug ohne ABS zum Beispiel bei schneeglatter Witterung, bei starkem Regen oder bei Schotter auf einen großen Parkplatz. Da machst Du dann Übungen zum Bremsen (Vollbremsung) und schaust, wie das Fahrzeug reagiert. Nur Übung macht den Meister.

@derhandkuss

Aber sagen wir man hat solche Übungen nicht absolviert?

@Nathoodry

Dann mach einfach generell Fahrsicherheitstrainings?

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