Minusstunden durch Krankmeldung?

4 Antworten

Bei wem hat sie sich krank gemeldet? Wenn nicht der Chef am Telefon ist, zurückrufen lassen, wenn er z. Zt. nicht verfügbar ist. Oder 5 min später nochmal anrufen. 

Wenn sie sich krank gemeldet hat, ist sie auch als krank zu führen.

Damit der Arbeitgeber planen kann, sollte man so bald wie möglich Bescheid geben. Kann es sein, dass da jemand sauer war, dass die Krankmeldung zu spät kam?

Sie hatte (um es besser dazustellen, in irgendwelchen Wochentagen beschrieben) von Mittwoch bis Sonntag Spätdienst und bereits Mittwoch während ihres Dienstes,  bemerkte sie die beginnenden Kopfschmerzen. Sie meldete sich also bereits direkt nach Beendigung ihres Dienstes für den Folgetag krank. Welches auch, für alle sichtbar, notiert und per Mail direkt die Leitung in Kenntnis gesetzt wurde- der übliche Weg.

Auch kam sie am Freitag wieder zum Dienst.

Da sie kaum Krankheitstage hat (max. 2 Wochen im Jahr) und auch diese Sonderregelung (am 3.ten Tag erst eine AU) noch nie für sich genutzt hat, ist ihr somit auch keine 'Faulheit', 'null Bock' oder 'alles blöd' (wie die Chefs dies' in so einem Fall ja gerne mal machen) zu unterstellen.

@daphne0280

Deine Schwester ist absolut im Recht (==> siehe hierzu auch meine Kommentare zur Antwort von @Griesuh).

Die Krankmeldung wurde akzeptiert, und hätte im Dienstplan auch als ´krank´ geführt (und natürlich entsprechend vergütet) werden müssen. Sofern Deine Schwester die ordnungsgemäße Meldung (idealer Weise auch den Eintrag im Dienstplan) beweisen kann, ist ihr diesbezüglicher Anspruch arbeitsrechtlich einklagbar.

WARNUNG: Ich kann die Vorgehensweise, sich bereits am Vortag für den Folgetag arbeitsunfähig krank zu melden, nicht empfehlen!

Das mag zwar (aus planerischer Sicht) gut gemeint sein, könnte aber -wenn einem der AG nicht gut gesonnen ist- als "angekündigte Krankheit" ausgelegt werden, und im ungünstigsten Fall eine außerordentliche (fristlose) Kündigung nach sich ziehen.

Ich rate dazu, so zu verfahren, wie ich es im dritten Absatz meines ersten Kommentars zur Antwort von @Griesuh geschrieben habe. 

@verreisterNutzer

Nachtrag (zum letzten Satz der Fragestellung):

Sofern sie dort arbeitnehmertypische Arbeiten ausführt (und so klingt es für mich), unterliegt das Beschäftigungsverhältnis selbstverständlich dem deutschen Arbeitsrecht - auch wenn der Arbeitgeber ein "eingetragener Verein" (e.V.) ist.

Wenn der Diestplan geschrieben ist und sie hätte an diesem Tag Spätdienst gehabt, sie sich aber Krank meldet, gilt der Tag als erfüllt.

Somit kann und darf der Arbeitgeber für diesen Tag kein frei eintragen sondern muss sie als Krank gemeldet führen.

Das ist korrekt!

Nun stellt sich folgende Frage:

 

Du sagst, es gibt die Regelung, erst ab dem dritten Tag eine AU vorlegen zu müssen.

 

Wie wurde das denn nun in die Praxis umgesetzt? Wenn deine Schwester zum Beispiel seit Montag krank ist, aber erst am Mittwoch zum Arzt geht und auch auf der Krankmeldung als erster Tag des Krankenstandes der Mittwoch eingetragen ist, dann sind Montag und Dienstag natürlich unentschuldigte Fehltage.

 

 

dann sind Montag und Dienstag natürlich unentschuldigte Fehltage

Das ist schlicht und einfach falsch!

Nach der beschriebenen Regelung muss eine Erkrankung erst bescheinigt werden, wenn sie länger als 2 Tage dauert, also am 3. Tag (die gesetzliche Regelung schreibt eine Vorlage bei Erkrankung von mehr als 3 Tagen vor).

Wenn also erst ab dem 3. Tag eine Erkrankung bescheinigt werden muss, sie sich aber schon am Montag und Dienstag im Betrieb krank gemeldet hat, dann hat sie an diesen Tagen nicht unentschuldigt gefehlt, wenn der Arzt die Erkrankung ab dem 3. Tag bescheinigt.

Bei einer AU Bescheinigung, können ansich keine Minusstunden entstehen, wenn die AU richtig ausgefüllt und rechtzeitig abgegeben wurde.

Bei einer AU darf nicht einfach Frei im Dienstplan eingetragen werden.

So so: sie hat die 3 Tagereglung zum ersten mal genutzt??

Was sagt diese Dreitagereglung zur AU Bescheinigung?

Spätestens am 3. Tag der AU ist eine Bescheinigung dem Arbeitgeber vor zulegen.

Das bedeutet aber nicht, wie fälschlicher weise immer geglaubt wird , ich kann 3 Tage ohne AU sein. Das bedeutet vielmehr, dass die AU -Bescheinigung spätestens am 3 Tag nach Beginn der Erkrankung, mit Ausstelldatum des ersten Krankheitstages, beim Arbeitgeber vorliegen muss. Hat der Arzt die AU erst 2 Tage nach Beginn der Erkrankunbg mit diesem Datum ausgefüllt, so hat sie in der Tat 2 Tage unentschuldigte Fehltage und somit auch ein minus.

Ja, diese Reglung ist schwer zuverstehen, deshalb kommt es immer wieder zu diesem Irrglauben, dass man 2 Tage ohne AU Kranksein darf.

Übrigens kann der AG auch verlangen eine AU schon am erten AU Tag vor zulegen.

Hier sind leider einige Dinge falsch dargestellt!

@Griesuh, lies bitte einmal mit Verstand den § 5 des Entgeltfortzahlungsgesetzes (EntgFG), dann wirst Du verstehen, dass man sehr wohl drei Tage ohne ärztliche AU-Bescheinigung abwesend sein kann, sofern der Arbeitgeber nicht von seinem Recht Gebrauch gemacht hat, bereits ab dem ersten Tag eine AU-Bescheinigung vorzulegen.

Bei Anwendung des EntgFG muss allerdings zwischen Anzeige- und Nachweispflicht unterschieden werden. Anzeigen (z.B. telefonsich) muss man eine krankheitsbedingte Abwesenheit sofort am ersten Tag bei offiiellem Dienstbeginn - der Nachweis hängt von den Gepflogenheiten des jeweiligen Betriebes ab (==> siehe vorhergehenden Absatz).

Einzig richtig in Deiner Antwort ist der zweite Satz. Deshalb fordere ich Dich hiermit auf, liebe(r) @Griesuh, besser zu recherchieren, bevor Du die Fragesteller mit Falschaussagen verunsicherst!

@verreisterNutzer

Ich ergänze: Im vorliegenden Fall soll es so sein, dass eine AU am dritten Tag vorgelegt werden muss, d.h. ein Arbeitnehmer könnte zwei Tage ohne AU krank sein.

@verreisterNutzer

Hier sind leider einige Dinge falsch dargestellt!

Das ist bei Griesuh ja nicht neu! 😆

Sorry, das konnte ich mir leider nicht verkneifen!

@Familiengerd

Ist schon ulkig. Als ich den Namen Grisuh gelesen hab, ahnte ich schon, wie die Antwort aussieht.  ;)

@PeterSchu

ahnte ich schon, wie die Antwort aussieht.  ;)

Super, PeterSchu!

Kommt selten vor: Aber da musste ich am PC jetzt gerade "lauthals grinsen"!!  😅 😄 😂 😁

Ja, diese Reglung ist schwer zuverstehen

In der Tat, Griesuh, das merkt man leider nur zu deutlich an Deiner Antwort.

Aber im Ernst: Schwer zu verstehen ist an dieser gesetzlichen Regelung überhaupt nichts!!

Nightstick hat sie Dir aber jetzt so klein vorgekaut, dass Du sie eigentlich (!) schlucken können müsstest.

@Familiengerd

LOL :)))))))))))))))))

@verreisterNutzer

Und ich ahnte schon, dass wieder solche Kommentare von einigen möchtegern  kommen werden.

Der Text lautet:
erst am 3.ten Tag des 'Krankseins' eine AU vorlegen zu müssen ...

Das bedeutet ganz klar: Die Bescheinigung kann drei Tage später beim AG eingehen.

Aber nicht, dass ihr 3 Tage kranksein könnt ohne Au. Könnt ihr schon, dann aber ohne Bezahlung

Wirst du am 3.3. Krank und gehst erst am 5.3 zum Arzt und der stellt dir die AU mit Beginndatum 5.3 aus, so hast du 2 Fehltage, auch wenn du dich gleich am 3.3. perTelefon , oder wie auch immer, beim Chef krank gemeldet hast.

LOL und sorry Jungs

@Griesuh

Nachtrag: diese meine Darlegung wird in vielen Betrieben so gehandhabt und ist meiner Meinung nach auch so aus zulegen.

Werden dir die nicht bescheinigten AU Tage denoch bezahlt so ist das meiner Auffassung nach eine kulanz des Arbeitgebers.

Gerne lasse ich mich von einer anderen Auslegung der drei Tage Reglung überzeugen.

@Griesuh

Vielleicht hilft Dir das ja weiter - obwohl ich das inzwischen bei Dir bezweifle:

In Paragraph 5 des Entgeltfortzahlungsgesetzes heißt es zwar, dass der Arbeitnehmer bei einer Arbeitsunfähigkeit von „mehr als drei Tagen“ eine ärztliche Bescheinigung vorlegen muss. Doch gleichzeitig räumt das Gesetz dem Arbeitgeber das Recht ein, die Krankschreibung „früher“ zu verlangen. „Das bedeutet, dass der Arbeitgeber im Einzelfall schon am ersten [Anmerk.: korrekt müsste es heißen: für den ersten] Krankheitstag ein Attest einfordern darf“, sagt die Rechtsanwältin Gräfin von Kageneck.
Die meisten Arbeitgeber machen von diesem Recht keinen Gebrauch und verlangen erst ab dem vierten Fehltag eine Krankschreibung, also ein ärztliches Attest. Das ist in der Regel auch sinnvoller: Gerade bei leichteren Erkrankungen dient es der Gesundung meist mehr, einen Tag das Bett zu hüten, als gleich zum Arzt zu gehen. Zudem motiviert eine Attestpflicht ab dem ersten Tag Mitarbeiter dazu, trotz Krankheit zur Arbeit zu gehen, wo sie dann Kollegen anstecken.

Quelle:  https://anwaltauskunft.de/magazin/beruf/angestellt/915/krankschreibung-ab-dem-ersten-tag-ist-das-rechtens/

Diese "Möchtegern" sind jedenfalls meilenweit von Deinem völligen Irrtum in dieser Frage entfernt und wissen in Arbeitsrechtsfragen unvergleichlich mehr und besser Bescheid als Du!

Die weitere Kommentierung Deiner unsinnigen Aussagen erspare ich mir. es wäre so, als müsste man auf das sprichwörtlich "kranke Pferd einreden"!

@Familiengerd

Familiengerd, ansich ist jede Silbe an dich zu verlieren den Druck auf die Tastaur nicht wert. Unterlasse deine Beleidigungen und deine Bosheiten. Die führen zu nichts.

@Griesuh

Wo sind hier Beleidigungen und Bosheiten? Und wer hat mit "Möchtegern" angefangen?

Ich habe Dir einen Text geliefert, der Dir bei Deinem Unvermögen, den Gesetzestext richtig zu lesen und zu verstehen, eigentlich helfen und Dich zur "Einsicht" führen sollte.

Bemerkenswerterweise (aber eigentlich auch nicht erstaunlich) gehst Du darauf aber überhaupt nicht ein, sondern verlierst dich in Blabla!

@Familiengerd

Dazu verdreht er in seinen weiteren Kommentaren noch die Sachverhalte :((

Fazit: Er sollte sich in Zukunft sehr zurückhalten!

@verreisterNutzer

Fazit: Er sollte sich in Zukunft sehr zurückhalten!

Das sowieso.

Das wäre gut für Fragesteller im Arbeitsrecht und würde unsere "Nerven schonen"! 😂😅🤣

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