Mietrecht - Exklusive Gartennutzung von Vermieter aufgeho?en?

8 Antworten

Falls sich die Vermieterin und ihr Sohn bockig zeigen, schriftlich höflich darum bitten, dass sie den Garten nicht mehr betreten. Allenfalls mit Eurer Zustimmung für bestimmte Pflegearbeiten, die nicht Euch unterliegen. (Z. B. sehr hohe Bäume)

Gleichzeitig ankündigen, dass ihr ansonsten den Vertrag in Bezug auf exklusive Nutzung des Gartenanteils verletzt seht und dementsprechend die Miete angemessen mindert.

Eine Mietminderung von 20 % würde ich für angemessenhalten. Vielleicht sogar mehr, denn wenn man eine EG-Wohnung gerade deswegen mietet, weil man einen exklusiv zu nutzenden Garten ums Haus macht, ist das schon sehr bedeutsam. Möglicherweise ist sogar mehr drin, aber hier kann ich nicht mit Kenntnis und Erfahrung glänzen. Ggf. hilft Euch bei allem ein kundiger Rechtsanwalt, der auch das Schriftliche für Euch macht.

Erfahrungsgemäß verursacht eine deutliche Mietminderung erhebliche Schmerzen und man wird sich von Vermieterseite gut überlegen, ob der Sohn wirklich die Gartennutzung braucht oder ob man nicht eher die volle Miete braucht.

Erfahrugnsgemäß ist "Blut dicker als Wasser" und es könnte nicht nur aufgrud einer Mietkürzung die Eigenbedarfskündigung folgen!

Sowas will wohl überlegt sein!

Auf Nachfrage bei der Vermieterin ist diese plötzlich der Meinung, dass der Gartenanteil der Allgmeinheit zustehen würde.

Sie kann meinen was sie will. Ausschlaggebend ist, was im Vertrag geregelt ist. Und einseitig kann man Verträge nicht ändern.

Weist eure Vermieterin auf die Klausel im Vertrag hin. Teilt ihr mit, dass ihr die Miete entsprechend kürzen werdet, wenn der Vertrag nicht von ihr eingehalten wird. Vielleicht braucht der Sohn den Garten dann doch nicht mehr so dringend.

Sollte das nicht helfen, lasst euch von einem Fachanwalt oder vom Mieterverein vor Ort beraten, wie hoch die Mietminderung ausfallen kann.

Ihr habt die exklusive Nutzung vertraglich zugesichert bekommen. Daher kann ich nicht nachvollziehen, auf welcher Grundlage die Vermieterin nun meint, dass dies nicht gelten würde. Auf diese Erklärung der Vermieterin wäre ich gespannt.

Es ist euer Garten, also habt ihr das Hausrecht darüber. Es steht euch zu, den Sohn höflich aufzufordern, den Garten nicht mehr zu betreten. Ich nehme an, der Sohn weiß es nicht besser und es ist ihm von der Mutter gesagt worden, dass er in den Garten darf. Daher wäre es fair, ihr redet mit ihm erst mal freundlich und erklärt es ihm.

Bestehen Sie auf dem Inhalt Ihres Mietvertrages, soweit nicht zu befürchten ist, dass dann der Vermieter für seinen Sohn Ihre Mietverhältnis wegen Eigenbedarf kündigt.

Damit wäre dann nicht nur die exclusive Gartennutzung für Sie "gestorben"!

Eine Frage der Abwägung.

Falls Sie das Wagnis einer neuen Bleibe für sich nicht scheuen, fechten Sie den Gedanken durch.

Also in so einem Fall hoffe ich auf den gesunden Menschenverstand des Richters.

@AchIchBins

Keine Sorge! Bekanntlich "sind wir auf hoher See und vor Gericht alle in Gottes Hand".

Ist das "exklusive Nutzungrecht" des Gartens (schriftlich) mietvertraglich bestimmt, kann die VM das nicht einseitig ändern.

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