Kostenvoranschlag von Versicherung massiv gekürzt, was tun?

5 Antworten

Versuchen kann es der Sachbearbeiter ja. Zumindest wird der Geschädigte dadurch verunsichert. Reihe dich nicht ein in die Schafherde und wehre dich mit Wissen:-)

Laß ein Gutachten erstellen. Womöglich gibt es auch noch eine Wertminderung, die steht nur im Gutachten. Gib dem Gutachter die Schadennummer, unterschreibe eine Abtretungserklärung und der Gutachter deiner Wahl kann selbst mit der Conti abrechnen. Hast du keinen Streß mit. Frage in deiner Werkstatt oder bei deinem Versicherungsmakler nach einem vernünftigen Gutachter.

Du willst nicht reparieren lassen? Dann verlange die Abrechnung laut Gutachten. Dir wird die Mwst. abgezogen. Trotzdem steht dir eine pauschale Aufwandsentschädigung zu. Höhe 30€. Für Rennereinen, Telefonate, Benzin, Zeit...

Du willst reparieren lassen? Dann laß es dir in deiner Lieblingswerkstatt fein fertig machen. Für die Tage der Reparatur bekommst du wahlweise einen Leihwagen oder den Nutzungsausfall für die Tage (an denen dein Auto repariert wird) und die pauschale Aufwandsentschädigung.

Kommst du mit der Schreiberei nicht klar, dann nimm dir einen Anwalt. Gib ihm die Schadennummer, er weiß schon was er damit machen soll. Kosten entstehen dir dadurch nicht. (Zahlt die Conti)

Hey,

du solltest dir überlegen ein unabhängiges Gutachten machen zu lassen. Dir als Geschädigtem steht das rechtlich auf jeden Fall zu. Außerdem hat es eine verbindlichere Wirkung wie ein Kostenvoranschlag. Die Kosten trägt im Normalfall die Versicherung. Als Gutachter kommen die DEKRA in Frage oder ein anderer unabhängiger freier Gutachter.

Den Gutachter darf man sich aussuchen, es ist ein Haftpflichtschaden.

Sag ich ja. Die DEKRA war ein unverbindlicher Vorschlag zur Orientierung.

Die Dekra würde ich nicht als unabhängig bezeichnen, da sie sehr viel exakt im Auftrag der Versicherungswirtschaft arbeitet.

@H2Onrw

Fast alle Gutachter arbeiten "für die Versicherer". Von denen werden sie schließlich zu 99 % bezahlt.

Das ändert aber nichts daran, dass sie objektiv zu handeln haben. Darauf sind sie vereidigt.

... denn beauftrage doch einfach einen Anwalt und über diesen auch noch einen Gutachter deiner Wahl - du bist der Geschädigte, dann muss die Versicherung eben auch noch diese Kosten übernehmen.

Ich würde denen schreiben, wenn sie die Kosten nach KVA nicht akzeptieren, wird ein Anwalt und ein Gutachter beauftragt.

Die können ja auch rechnen ....

Schon mal von "Schadensminderungspflicht" gehört. dabei läuft man Gefahr den zusätzlichen Gutachter und auch den Anwalt selbst zu bezahlen.

@DerHans

Der Begriff der Schadensminderungspflicht greift hier nicht...

Die Anwaltskosten fallen hier nicht drunter, und im vorliegenden Fall geht es auch nicht um einen WEITEREN Gutachter, über den man sich evtl streiten könnte.

....hier wird nicht nur der Punkt Anwaltskosten behandelt, sondern auch gleich noch die übliche Kürzungspraxis....

https://ihr-gutachten.com/ratgeber-verkehrsrechtsanwalt-nach-unfall/

https://www.anwalt.de/rechtstipps/so-bringen-haftpflichtversicherungen-die-geschaedigten-um-ihr-geld-schadensmanagement\_050127.html

@DerHans

Da es sich hier um keinen Bagatellschaden handelt, besteht diese Gefahr nicht.

Da hättest du besser direkt von deinem Recht gebrauch gemacht und einen unabhängigen Kfz-Sachverständigen mit der Erstattung eines Gutachtens beauftragt. Die Kosten dafür hätte die gegnerische Versicherung tragen müssen.

Eine fiktive Abrechnung sollte dann auch direkt über einen guten Fachanwalt für Verkehrsrecht erfolgen.

Das "Kürzungsschreiben" was du bekommen hast ist leider inzwischen fast schon normal, es wird versucht möglichst wenig zu zahlen.

Aber auch jetzt solltest du umgehend einen Fachanwalt für Verkehrsrecht einschalten damit dieser prüfen kann was jetzt noch zu erreichen ist.

Nimm einfach einen Anwalt, auch den zahlt die gegnerische Versicherung. Da du das Geld nicht brauchst, kanns dir doch egal sein wie lange das dauert.

Vergiss nicht die Nebenkosten abzurechnen, da gibts ein paar kleiner Pauschalen die man als Geschädigter abrechnen darf. Den Anwalts wird das wissen. Schreibauaslagen, Porto......den rest hab ich vergessen.

Die Versicherung versuchts eben mal

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