Kleingartenverein Stromabschaltung im Winter

5 Antworten

Es kommt auf das Statut/Satzung des Vereines an. In diesem ist geregelt, welche Rechte und Befugnisse der Vorstand hat. Vielleicht ist so ein Beschluss des Vorstandes durch die Satzung gedeckt. Unabhängig davon, ob das ein Beschluss des Vorstandes oder der Mitglieder war - zu diese Sitzungen/Versammlungen werden i.d.R. Protokolle geführt, in denn solche Beschlüsse nachzulesen sind. Ich weiß nicht, wie lange diese Protokolle aufbewahrt werden müssen, aber wenn die noch da sind, solltest Du dort die Antwort finden.

Hallo Engelchen30,

ein gewisser Stromschwund ist normal und diese Kosten werden dann auf alle Mitglieder umgelegt. Regelungen zum Abstellen des Stroms u. a. könnten in der Gartenordnung des Vereins stehen. Wenn etwas Wichtiges weder in der Gartenordnung noch in der Satzung des Vereins enthalten ist und kurzfristig geregelt weden muß, dann erfolgt das über Beschlüsse in der Mitgliederversammlung. Da hat jedes MItglied durch seine Teilnahme an der Mitgliederversammlung auch die Möglichkeit, seine Meinung im Rahmen der betreffenden Abstimmung und vorherigen Diskussion einzubringen. Wie lange das gilt, kann auch in dem Beschluß festgehalten werden. Es muß nicht unbedingt in die Gartenordnung oder Satzung eingearbeitet werden. Das ist zu umständlich, denn eine Veränderung der Satzung muß ins Vereinsregister eingetragen werden und die neue Satzung muß den betreffenden Behörden zugestellt werden. Bei der Gartenordnung ist das zwar nicht nötig. Aber auch sie muß neu geschrieben und für alle Mitglieder ausgedruckt und verteilt werden. Demgegenüber reicht es, den Beschluß der Mitgliederversammlung über den üblichen Infoweg (z.B. Infokasten des Vereins) allen Mitgliedern bekannt zu machen. Ein Beschluß der Mitgliederversammlung ist in jedem Fall für alle Mitglieder bindend.

Monika Dorsch Vereinsvorsitzende

Sicherlich war das mal ein Beschluss der KLGV- oder Kolonieversammlung. Diese Beschlüsse kommen nicht gleich in die Satzung (die müsste ja dann dauernd geändert werden).

Es müsste ein Protokoll darüber geben. Ein Beschluss gilt, bis eben diese Versammlung einen neuen, anderen Beschluss fasst. Bei uns (Hamburg) sind die Versammlungen einmal pro Jahr und jeder kann Tagesordnungspunkte beitragen.

**In den Akten kann ich in dem Jahr 2001 bei einer Wahlversammlung im Protokoll lesen: Ich zitiere: "Im Winter den Hauptzähler ausstellen, am 1. Nov. abschalten u. am 1. April wieder anschalten (oder nach Witterung)

Es ist aber nicht ersichtlich, ob dies durch eine Abstimung erfolgt ist. Mehr dazu steht nicht in dem Protokoll. Auch nix mit Beschlussfähig oder sonstiges.

Das letzte zu diesem Thema kann ich im Jahre 2003 finden! Auch in einer Wahlversammlung.

Ich zitiere:

"Stromabschaltung in den Wintermonaten Termin am 25.Oktober 2003. Engüldiges Ergebnis der Gartenfreunde die keine Abschaltung wünschen zum Abschlussfest der Gartenanlage. Mehrverbrauchüber die Wintermonate (Hauptzähler) muss von den Gartenfreunden getragen werden die keine Abschaltung über die Wintermonate wünschen."

Aber wieder auch hier nix mit Stimmenvergabe oder Beschluss.

In den darauffolgenden Jahren stand nichts mehr drinn. Und trotzdem wird der Strom seit einigen Jahren abgestellt. Ich bin übrigens seit 2 Jahren in der Gartenanlage Mitglied.**

@Engelchen30

Das kann schon sein, dass etwas vor Jahren beschlossen wurde und seitdem nie geändert worden ist. Die Mehrheit war anscheinend einverstanden oder es hat sich einfach in den anschließenden Jahren niemand zu dem Thema zu Wort gemeldet.

Wie wichtig ist es für dich, die genaueren Details aus der Vergangenheit auszubuddeln? Kann dir der Obmann dabei helfen oder Stellvertreter/in oder jemand anders von den "Eingeweihteren", die hinter den Kulissen arbeiten?

Eigentlich könntest du das Thema einfach neu auf die Tagesordnung setzen, damit es überdacht und neu entschieden wird. Und gut ist.

Aber ich vermute, es geht um mehr? Wenn du grundlegende Kritikpunkte an der Vereinsführung hast, brauchst du eher ein paar andere Vereinsmitglieder, mit denen du dich zusammentun kannst. Die Satzung vom Landesbund hast du ja bestimmt bekommen. Es fängt dann damit an nachzugucken, wie oft Versammlungen stattfinden müssen und was dazu Genaueres drinsteht (z.B. Einladung, Tagesordnung, Protokoll usw).

Wäre ja sehr schade, aber kommt leider auch vor: notfalls auch nachgucken, wie das bei euch im Landesverband mit "Mißtrauen gegen den Vorstand" geht. Aber mach das nicht alleine.

Die Mitglieder, folglich auch Sie selber entscheiden in einer Mitgliederversammlung über eine solche Maßnahme. Der Mehrheitswille ist ausschlaggebend dafür, ob abgeschaltet wird oder nicht. Der Beschluß über die Winterabschaltung kann in der Form gefaßt werden, dass dies Regelung so lange gültig ist, bis auf Antrag eines oder mehrere Mietglieder in einer nächsten Versammlung über diese Maßnahme erneut abgestimmt wird. - Demokratie im kleinsten Kreis!

Da es sich um einen Verein handelt, wird es einen Mitgliedsbschluss gegeben haben. Der Vorstand alleine kann das nicht beschließen

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