Kindesunterhalt, bei "faulen" Kindern, die keine Schule / Ausbildung machen wollen?

5 Antworten

Wie wäre es in so einem Fall? Muss der Mann einfach bis zum 25. Lebensjahr Unterhalt zahlen und das Kind machen lassen?

Die Altersgrenze von 25 gibt es im Unterhaltsrecht nicht. Entscheidend ist die Volljährigkeit von 18 Jahren. Das heißt, sie müssen das Kind bis zum 18 und nicht bis zum 25. Lebensjahr machen lassen. Mit der Volljährigkeit besteht ein Unterhaltsanspruch nur noch während der Schul oder Berufsausbildung. Macht ein volljähriges Kind Nichts hat es auch keinen Unterhaltsanspruch.

Außerdem sind bei volljährigen Kindern wenn beide Elternteile im Verhältnis der Leistungsfähigkeit zum Unterhalt verpflichtet. Ist das Kind nicht priviligiert ( unter 21 bei einen Elternteil lebend und noch in der Schule) so fällt es zudem im Rang deutlich zurück und der Selbstbehalt steigt.

Oder hat er evtl. die Möglichkeit (ohne Sorgerecht) dem Kind "Regeln" vorzugeben? Oder kann der Unterhalt verringert werden?

Bei volljährigen Kindern gibt es kein Sorgerecht mehr. Der Unterhaltspflichtig kann keine Regel machen, allerdings kann er vom Kind den Nachweis darüber verlangen, das die Ausbildung zielgerichtet verfolgt wird.

Wie zu reagieren ist, hängt davon ab, ob das Kind einen Titel hat, der über das 18 Lebensjahr hinaus geht. Falls nein, kann mit den Ende des Monats in den das Kind 18 geworden ist die Zahlung einfach eingestellt werden.

Falls ja, wäre der Titel herauszuverlangen, notfalls auch gerichtlich, und das Geld bis dahin beim Gericht zu hinterlegen.

Ja - zahlen musst du. Wie es soweit kommen kann, dass dein Kind scheinbar "faul" ist und die Mutter nix macht? Wie war das geregelt mit Kinder nehmen die letzten Jahre? Kann es sein dass die Mutter überfordert ist weil sie immer alleingelassen wurde oder keiner darauf geachtet hat, dass es ihr gut geht?
Menschen, für die man Sorge tragen sollte für die sollte man auch Sorge tragen - und deine Exfrau schliesst das nicht aus. Niemand kann dich dazu zwingen - aber sofern Mütter nicht genug Hilfe von Außen bekommen ist es verständlich, wenn sie irgendwann aufgibt - sich selbst und das Kind. Ich schimpfe jetzt zwar schon bevor ich weiß was Sache war aber ich höre solche Storys leider oft.
Mann regt sich auf weil Mama nix macht. Wenn du willst dass es besser oder anders läuft musst dich halt selbst um das Kind kümmern. Das Beste für das Kind sollte im Vordergrund stehen - nicht deine Ruhe vor der Ex. Ich krieg zumindest die Krise wenn ich sowas lese. Das Kind hat es nicht verdient vom Papa so dargestellt zu werden und die Mutter auch nicht.
Geh hin zur Mutter und frag wie du helfen kannst. Rede mit ihr und kommt klar.

also: 1. ich bin eine Frau 2. es ist eine "was wäre wenn" Frage, d.h. es gibt die Situation so (noch) nicht 3. warum sind immer die Männer die dummen? Sind Frauen nicht auch für ihr Leben verantwortlich, auch wenns mal schwierig ist, aber klar einfach mal den anderen Schuld zuweisen... 4. wieso nimmst du dir das Recht darüber zu urteilen wo du doch dazu gar nichts sagen kannst 5. du kriegst die Krise? ich bei so antworten auch

@Hundele

Sagte ja ich urteile hier vorschnell - oben schon. Und ich krieg die Krise weil ich sowas viel zu oft hör. Weil es trotz Allem die eigenen Kinder sind - und ja weil es sehr oft Männer sind die sowas abziehen. Dass es alle sind hab ich nicht behauptet ich bin nur davon ausgegangen. Dass es eine "was wäre wenn"-Frage ist habe ich so nicht verstanden aber gut - mitunter blendet man die Fakten aus wenn man solche Dinger 200 Mal ähnlich gelesen hat. Also Entschuldigung wenn ich Alles falsch verstanden hab - ich bin auch nur ein Mensch.

Ab seinem 18. Geburtstag ist der Sohn vorrangig selbst für seinen Lebensunterhalt verantwortlich.

  • Der Mann kann die Unterhaltszahlungen an die Mutter des Sohnes also einstellen....

Sollte der Sohn auch nach seinem 18. Geburtstag noch einen Unterhaltsanspruch haben, so wären dann beide Elternteile barunterhaltspflichtig (im Verhältnis ihrer Einkommen zueinander.

Einen  Anspruch auf Unterhalt hätte der Sohn

  • noch bis zum Abschluss seiner regulären Schulzeit
  • und auch ggf. während seiner ersten Ausbildung, falls dann sein eigenes Einkommen + Kindergeld nicht seine notwendigen Lebensunterhaltskosten decken würden.
  • sonst nicht....(ansonsten müsste er seinen Lebensunterhalt selbst verdienen).

Bevor die Eltern dem Sohn aber überhaupt Unterhalt leisten müssten, müsste er selbst

  • erst einmal seinen Anspruch nachweisen (Schulbescheinigung oder Ausbildungsvertrag,
  • die Höhe seines Anspruchs ermitteln - anhand Einkommensnachweise, die er von den Eltern selbst einfordern müsste...,
  • seinen ermittelten Anspruch auf die Eltern "aufsplitten",
  • die Unterhaltsanteile der Eltern ggf. tituölieren lassen
  • und die Anteile von den Eltern einfordern...
  • (Die Mutter könnte ihren errechneten Anteil dann in Form von Verpflegung und Unterhalt aufbringen statt als Bargeld und dürfte auch das Kindergeld weiter dafür einsetzen...)

Würde der Sohn also der Schule verwiesen o.ä., hätte er (erstmal) keinen Unterhaltsanspruch an die Eltern mehr..

  • weder müsste der Vater etwas zahlen
  • noch die Mutter den Sohn beherbergen und verpflegen.....
  • und es würde auch kein Kindergeldanspruch bestehen...

Denn es ist nur eine sich hartnäckig haltende "Mär", dass Kinder bis zum 25. Lebensjahr einen generellen Unterhaltsanspruch an die Eltern haben......

Vielen Dank für die Antwort. Da du dich gut auskennst: was würde sich ändern wenn das Kind minderjährig wäre?

@Hundele

Solange das Kind noch minderjährig ist, besteht ein uneingeschränkter Anspruch auf Unterhalt von den Eltern, da noch die Sorgepflicht besteht (bei getrennten Eltern auf "Naturalunterhalt" vom betreuenden Elternteil und "Barunterhalt" vom anderen Elternteil).

[Sollte ein minderjähriges Kind bereits selbst ein eigenes regelmäßiges Einkommen erzielen (Azubi), so wird dieses auf den Unterhaltsanspruch angerechnet...]

Die Sorgepflicht der Eltern (ggf. eines Elternteils) für ein noch minderjähriges Kind schließt auch die Einhaltung der Schulpflicht ein - "schwänzt" ein Kind die Schule o. ä. und die Eltern/der verpflichtete Elternteil kommen ihrer Sorgeverpflichtung diesbezüglich nicht nach, könnten sie entsprechend belangt werden.....

Solange es noch zur Schule geht muss unterhalt gewährt werden. Aber die schule muss mit Fleiß und Zielstrebigkeit erfolgen. Ich rate mal zum Anwalt zugehen und es überprüfen lassen. Mit schulbescheinigung und Noteneinsicht. Denn ab 18 hat der junge Mann eine Mitwirkung sich schnellst möglich um Abschluss und Ausbildung zu kümmern. Tut er dies nicht kann man auch Unterhaltsverwirkung anstreben. Also Beratung beim Anwalt. Jungendamt macht ab 18 eh nichts mehr. Ich würde sowas nicht dulden. Die jungen Leute werden teilweise sehr unverschämt uns denken Kohle fließt ja weiter. Darum informieren was man tun kann damit es voran geht.

Nein, das Kind hat kein Anrecht auf Unterhalt.

Um ab 18 noch Unterhalt zu beziehen, muß das Kind zwingend Schule, Ausbildung oder studieren.

Macht er das alles nicht, steht ihm kein Unterhalt mehr zu.

Unterhalt muß bis zum Ende der ersten Berufsausbildung geleistet werden ( Gehalt wird angerechnet!) und ab dem 18. Geburtstag sind beide Eltern zu Unterhalt verpflichtet.

Eine Altersgrenze von 25 Jahren gibt es im Unterhaltsrecht nicht.

Lediglich das Jobcenter muß einem unter 25jährigen keine Wohnung und Unterhalt zahlen, wenn keine zwingenden Gründe vorliegen, dass das Kind nicht bei den Eltern wohnen kann.

Erziehen darf man ab 18 nicht mehr.

Warum hatte der Vater kein Sorgerecht?

Vorsicht: Besteht ein unbegrenzter Titel, muß er diesen erst abändern lassen und er kann nicht einfach die Zahlung einstellen.

Sonst hat er direkt eine Pfändung an der Backe.

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