Karikatur Analyse?

2 Antworten

Es gibt zu viele Alte aber wenige Junge und weil es zu wenig junge Menschen hat holt man Kräfte aus dem Ausland

Rechts auf einer Anhöhe ein vielstöckiges großes Hochhaus, . Über der Eingangstür steht: "Altenheim Talblick ". Die rechte Gebäudeseite ziert ein großes Plakat: "Personal gesucht". Rechts vom Altenheim steht eine kleine Sitzbank, auf der ein rüstiges Seniorenpaar sitzt. Das Paar macht einen gesunden ordentlichen und gepflegten Eindruck. Der Mann träumt oder sinnt: "Inder statt Kinder". Links vom Hochhaus Altenheim steht auf einer abzubrechen drohenden Klippe ein winziges umzäuntes Häuschen, auf dessen Dach ein Schild: Kindergarten. Am Himmel ein paar Schäfchenwolken (Schönwetterwolken) - also strahlender Himmel.

Der von den hocherfreuten Republikanern verkürzte Slogan "Kinder statt Inder" wurde erstmalig vom CDU Politiker Jürgen Rüttgers benutzt, der damit auf die damalige (so um 2000) grünlinke Anwerbepolitik von Indern für die fehlenden IT-Fachkräfte antwortete.

Die Karikatur soll propagandistisch aufzeigen, daß wir Arbeitsmigration brauchen, damit es unseren vielen Senioren (Hochhaus Altenheim) weiterhin gut geht, da wir ja auszusterben drohen (winziger Kindergarten) und uns die dringend benötigten Fachkräfte fehlen. Daher die Verdrehung von Rüttgers Aussage in: Inder statt Kinder. Also den Rentnern zuliebe lieber Zuwanderung als Kinderreichtum.

Leider sieht unsere politische Realität anders aus. Bei steigenden Steuern auf "Besserverdienende", hohen Mieten, verdreckten und unpünktlichen Zügen und Bahnen etc. gehen die gesuchten Fachkräfte lieber dahin, wo sie wenig Steuern und funktionierende Infrastruktur auffinden. Also nicht zu uns.

Unser Pflegepersonal bsw. wird arbeitsmäßig "verheizt" und dazu schlecht bezahlt. Die streiken schon nicht mal mehr für mehr Lohn, sondern für zusätzliche Personal, weil die Arbeitsbelastung unzumutbar geworden ist. Und Kliniken werben sich die Pflegekräfte gegenseitig ab - mit stattlichen Abwerbeprämien! (Frei nach: Fefes Blog).

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_R%C3%BCttgers

https://www.hessenschau.de/gesellschaft/prekaere-arbeitsbedingungen-viele-pflegekraefte-am-uniklinikum-in-marburg-schmeissen-hin,kuendigungswelle-ukgm-pflegenotstand-100.html

Zitat: Veröffentlicht am 08.10.21 um 09:51 Uhr

Die Uniklinik in Marburg wird derzeit von einer Kündigungswelle eingeholt. Auf einer Station warfen 15 von 16 Pflegekräften auf einmal hin - wegen schlechter Arbeitsbedingungen. Die Klinikleitung beschwichtigt.

Alles schnell, schnell, schnell

Der Grund sei ganz einfach, sagt Julia Franke: die Arbeitsbedingungen. Und ein eklatanter Personalmangel, der immer schlimmer werde. "Ich bin fertig", sagt die junge Pflegerin. "Und ich kriege das mit meinem Gewissen den Patienten gegenüber nicht mehr klar." Der Hauptfokus der Pflegekräfte müsse derzeit auf den Schwerstpflegebedürftigen liegen, die anderen würden hinten rüber fallen.

"Alles ist schnell, schnell, schnell – Hauptsache, ich schaffe das Wichtigste", meint sie. Schüler und Praktikanten würden den Laden momentan am Laufen halten.

"Wir tun alles, damit es den Patienten gut geht"

Die Pflegerin bemerkt in letzter Zeit vermehrt, dass Patientinnen und Patienten nicht mehr klingeln, um dem offensichtlich gestressten Personal nicht zur Last zu fallen. Die Folge: Notfälle würden zu spät bemerkt oder Menschen hätten zu lange Schmerzen. "Wir tun alles, damit es den Patienten gut geht. Aber es ist verdammt schwierig."

Pflegekräftemangel sei ein deutschlandweites Problem. Doch am UKGM sei die Situation inzwischen "kurz vor dem Kippen", meint Franke. Sie gibt dafür auch der Personalführung die Schuld, besonders seit vergangenes Jahr der Besitzer gewechselt hat: "Es war unter Rhön auch schon nicht schön, aber seitdem Asklepios mit drinhängt, läuft es richtig schlecht."

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/127856/Vierte-Woche-im-Berliner-Klinikstreik-noch-keine-Einigung