Kann man das Jugendamt verklagen oder anzeigen?

5 Antworten

Klar kannst du gegen das Jugendamt klagen. Ob dabei was für dich rauskommt sollte ein Rechtsanwalt dir sagen können.
Klagen kann man fast immer. Aber wenn man den Prozeß verliert muss man sicher immer zahlen.
Auch eine Rechtsschutzversicherung übernimmt nur dann die Kosten wenn Aussicht auf Erfolg besteht.

Dann geh zum Jugendamtsleiter und mache gegen den Mitarbeiter, der dich - deiner Meinung nach - falsch beraten hat, eine Dienstaufsichtsbeschwerde.

Allerdings wird der Kindesunterhalt nicht nach Gutdünken des Mitarbeiters berechnet und auch nicht nach dem, was du für gerecht empfindest. Es gibt da ganz objektive Vorschriften und Berechnungen. Düsseldorfer Liste, etc...

allerdings ist dieser Betrag enorm und lässt mich nun jeden Cent dreimal umdrehen

Das kann schon sein. Aber, wie gesagt, das hast du nicht zu entscheiden und das entscheidet auch nicht der Jugendamtsmitarbeiter. Er wird den Unterhalt vermutlich anhand deines Einkommens und der Düsseldorfer Tabelle berechnet haben. Und wenn du meinst, das ist zu hoch und du das nicht zahlen willst, dann folgt der nächste Amtsschritt.

Sei doch froh das du den Unterhaltstitel beim Jugendamt unterschreiben konntest, da geht es ohne Gebühr. Du kannst gerne fragen, was eine solche Beurkundung beim Notar kostet. Beispiel: 6 jähriges Kind Unterhalt pro Monat 400€ mal12 für Jahr und mal 12 Jahre, bis das Kind 18 ist, macht in Summe 57.600€ bei 3% Notargebühren sind das 1.728€ DIE DU GESPART HAST.

Oder bist du so ein (übelste Schimpfworte) Type, der seinen Kindern keinen Unterhalt zahlen möchte?

Wenn Du ehedem einen Anwalt eingeschaltet hast, so kann Dir dieser sagen unter welchen Voraussetzungen der Unterhalt u.U. nach unten korrigiert werden kann.

Ansonsten - klagen kostet Geld.

Zudem stellt sich die Frage wie hoch ist Dein NettoEinkommen und in welcher Höhe leistest Du denn überhaupt Unterhalt?

Mein Anwalt meinte, dass das so gar nicht sein kann.

Deine "Geschichte" für Außenstehende zumindest so formuliert nicht wirklich verständlich oder nachvollziehbar.

Du solltest einfach deinem Anwalt glauben und mit ihm besprechen, wie du weiter vorgehen solltest.

Was können wir dir als Laien denn noch mitteilen, wenn du darüber schon mit deinem Anwalt gesprochen hast?

Nur so viel: Das "Androhen" einer Klage ist sicher noch lange keine "Bedrohung".

Viele Grüße

Michael

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