Kann ich einer Person, die meinen Mieter besucht, Hausverbot erteilen?

17 Antworten

Der Vermieter (Hauseigentümer) hat das Recht, jedem, der nicht im Hause wohnt, das Betreten seines Hauses und des Grundstücks ohne Angaben von Gründen zu verbieten und ihn zum sofortigen Verlassen aufzufordern (§ 903 BGB).
Allerdings steht dem Vermieter gegenüber dem Mieter das Hausrecht nicht zu und gegenüber Besuchern des Mieters nur in Ausnahmefällen (LG Hagen WM 92, 430).

Ich finde, Du schreibst die besten Kommentare. Hier fühlt man sich als Vermieter nicht gleich so angegriffen und als arrogant dargestellt. Du kannst mir glauben, es ist eine ständige Belästigung, es führt zu schlaflosen nächten und es macht krank. Denn wenn ein Mieter dein Eigentum auch nicht richtig behandelt, mußt du u.U. wieder voll Geld investieren und vielleicht geht das nicht? Glaube es ist krank machend. Gruss Hannelore

@Hannelore1111

Dies ist mir schon klar. Aber die Mieter in diesem Forum verstehen dies nicht. Mieter meinen, sie könnten oder müssten alles kaputt machen, darum bezahlen sie ja Miete. So ist nun halt mal die Einstellung der Mieter. Die haben ja auch nicht für das Haus oder wohnung, arbeiten und sparen müssen. Somit kann man dies ja kaputt machen. Warum sind dies denn Mieter und haben nichts eigenes. Hast Du Dich das noch nie gefragt.

Hallo liebe Gemeinde.

Hier mal ein auszug aus einem beitrag den ich noch gefunden habe und es auch so im Gesetzt buch steht.

"Ein Hausverbot ist gegenüber dem Mieter auszusprechen und er ist aufzufordern, diese seinem Besucher mitzuteilen. Ist der Name und die Anschrift bekannt, kann auch direkt das Hausverbot ausgesprochen werden.

Ein Hausverbot kann und darf aber weder willkürlich noch missbräuchlich erklärt werden. Ein Vermieter kann ein Hausverbot aussprechen, wenn der Besucher gegen den Vermieter oder andere Mieter eine Straftat begangen hat ( Tätlichkeiten, wenn er den Besuch dazu nutzt um Schäden oder andere Straftaten im Haus zu verüben, schwere Beleidigungen des Vermieters ). Bereits bei dem letzten Teil "schwere Beleidigungen" kommt es auch darauf an, was vor einer Beleidigung geschehen ist, ob also jemand den Gast zuerst beleidigt hat.

Besuche von jemand, den man nicht "leiden" kann, kann und darf man nicht mit Hausverbot belegen. Ebenso kann natürlich kein Hausverbot ausgesprochen werden, wenn jemand nachts Besuche hat. Solltest Du einen konkreten Anlass haben, kannst Du Dich direkt mit mir in Verbindung setzen."

Gruß Marco

Alles muss der Vermieter nicht hinnehmen. Wenn es sich um Besucher handelt, die Straftaten verübt haben, kann der Vermieter sehr wohl ein Hausverbot aussprechen (siehe den Link von Pappi). Auch sind Besucher verboten, wenn es sich eindeutig um illegale Tätigkeiten handelt, z. B. wenn es Bordell betrieben wird, was nicht zulässig ist oder ähnliches.

DH

DH

Ein Vermieter kann dem Mieter seinen Umgang nicht verbieten oder erlauben. Selbst, wenn es stadtbekannte Schwerstkriminelle mit einem Riesen-Vorstrafenregister sind. Und wenn Dein Mieter der Kündigung widerspricht, weil sie nicht gerechtfertigt ist, hast Du schlechte Karten.

Der Mieter hat in der von ihm angemieteten Wohnung das Hausrecht. Hausverbot kann der Vermieter nur für die von ihm selbst bewohnten Räume erteilen.

@Nachtflug

Richtig! DH auch von mir.

richtig, DH!

@akademikus

Hier soll ja nicht der Umgang verboten werden, sondern der Zutritt zum Grundstück und Haus des Eigentümers.
Die Frage wurde hier nicht richtig beantwortet, bekommt aber haufenweise Punkte.
Das kann ich nicht verstehen, muss ich auch nicht.

Du kannst dem Mieter nicht verbieten, von wem er Besuch empfängt. Er zahlt die Miete und hat somit das Recht jeden empfangen zu dürfen, der zu ihm kommen will.

Ausnahme, wenn dich so ein Besucher bedroht.

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