Kann ich einer Person, die meinen Mieter besucht, Hausverbot erteilen?

5 Antworten

Du könntest den Besuch nur dann verbieten, wenn von dem Besucher eine Gefahr für dich ausgeht. Z. B. Drohungen oder Handgreiflichkeiten gegen dich.

Der Mieter hat das Recht Besuch zu empfangen, auch wenn dir der Besuch nicht passt. Der Mieter zahlt seine Miete und hat damit das Recht, jeden empfangen zu dürfen, der ihn besuchen möchte.

Ein Vermieter kann dem Mieter seinen Umgang nicht verbieten oder erlauben. Selbst, wenn es stadtbekannte Schwerstkriminelle mit einem Riesen-Vorstrafenregister sind. Und wenn Dein Mieter der Kündigung widerspricht, weil sie nicht gerechtfertigt ist, hast Du schlechte Karten.

Der Mieter hat in der von ihm angemieteten Wohnung das Hausrecht. Hausverbot kann der Vermieter nur für die von ihm selbst bewohnten Räume erteilen.

@Nachtflug

Richtig! DH auch von mir.

richtig, DH!

@akademikus

Hier soll ja nicht der Umgang verboten werden, sondern der Zutritt zum Grundstück und Haus des Eigentümers.
Die Frage wurde hier nicht richtig beantwortet, bekommt aber haufenweise Punkte.
Das kann ich nicht verstehen, muss ich auch nicht.

Du kannst dem Mieter nicht verbieten, von wem er Besuch empfängt. Er zahlt die Miete und hat somit das Recht jeden empfangen zu dürfen, der zu ihm kommen will.

Ausnahme, wenn dich so ein Besucher bedroht.

Leider kann man den Besuch eventuell zwielichtiger Gestalten nicht verbieten. Rechtlich darf der Mieter Besuch empfangen wie und wen er will.

Hallo liebe Gemeinde.

Hier mal ein auszug aus einem beitrag den ich noch gefunden habe und es auch so im Gesetzt buch steht.

"Ein Hausverbot ist gegenüber dem Mieter auszusprechen und er ist aufzufordern, diese seinem Besucher mitzuteilen. Ist der Name und die Anschrift bekannt, kann auch direkt das Hausverbot ausgesprochen werden.

Ein Hausverbot kann und darf aber weder willkürlich noch missbräuchlich erklärt werden. Ein Vermieter kann ein Hausverbot aussprechen, wenn der Besucher gegen den Vermieter oder andere Mieter eine Straftat begangen hat ( Tätlichkeiten, wenn er den Besuch dazu nutzt um Schäden oder andere Straftaten im Haus zu verüben, schwere Beleidigungen des Vermieters ). Bereits bei dem letzten Teil "schwere Beleidigungen" kommt es auch darauf an, was vor einer Beleidigung geschehen ist, ob also jemand den Gast zuerst beleidigt hat.

Besuche von jemand, den man nicht "leiden" kann, kann und darf man nicht mit Hausverbot belegen. Ebenso kann natürlich kein Hausverbot ausgesprochen werden, wenn jemand nachts Besuche hat. Solltest Du einen konkreten Anlass haben, kannst Du Dich direkt mit mir in Verbindung setzen."

Gruß Marco

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