Kann eine Frau die sich ausserehelich schwängern lassen möchte freiwillig in Form eines Vertrages auf Unterhalt durch den Erzeuger verzichten?

5 Antworten

Nein ein Verzicht auf Kindesunterhalt für die Zukunft ist grundsätzlich nicht möglich. §1614 BGB. Zudem hat das Kind selbst den Unterhaltsanspruch. Und ein ungezeugtes Kind ist noch nicht existent und kann somit sowieso auf Nichts verzichten.

Die Mutter kann allerdings vertraglich zusichern, den Unterhaltsschuldner vom Unterhalt freizustellen. Dies darf aber nicht zu Lasten des Kindes geschehen, d.h. die Mutter muß über hinreichende finanzielle Mittel verfügen.

Fern ist in der Ehe zunächstmal der Ehegatte der rechtliche Vater. D.h. die Vaterschaft müßte zunächstmal angefochten werden. Nun wäre die Frage, ob auf das Recht der Anfechtung wirksam verzichtet werden kann. Allerdings hilft das nicht wirklich weiter, denn neben den Ehemann, der Mutter und den Erzeuger kann auch das Kind selbst die Vaterschaft anfechten.

Ja, aber das ist nur in gewisser Hinsicht möglich. Die Frau kann nur auf ihren eigenen Unterhalt verzichten, insofern ihr überhaupt Unterhalt vom Mann zustehen würde.

Allerdings hat das Kind einen Unterhaltsanspruch bis zum vollendeten 18. oder in manchen Fällen sogar bis zum 25. Lebensjahr.

Der Mann hätte immer das Risiko auf Kindsunterhalt verklagt zu werden.

Wenn die Frau keinen Mann findet, der sich auf Unterhalt verklagen lassen möchte, dann wäre es sinnvoll beim Jugendamt einfach anzugeben, dass der Vater unbekannt ist. Wenn der Vater unbekannt ist, kann er nicht auf Unterhalt verklagt werden.

Wenn die Frau aber genau wissen würde, wer der Vater ist, aber dann beim Jugendamt angibt, dass sie den Vater nicht kennt (wenn das Kind z.B. bei einer Urlaubsreise in Ausland entstanden ist), dann kann es Konsequenzen haben.

Unterhalt bekommt die Frau sowieso vom Jugendamt! Das Jugendamt holt sich das Geld dann vom Vater (insofern er bekannt ist) zurück.


Es gibt keinen Vertrag, der die Unterhaltsansprüche eines Kindes negiert. Das Kind hat einen gesetzlichen Unterhaltsanspruch gegen seinen Erzeuger.

Allerdings wenn das Kind während der Ehezeit geboren wird, ist es automatisch ehelich und der außereheliche Erzeuger tritt nirgends in Erscheinung. Diese Kinder nennt man landläufig "Kuckuckskinder".

Sollte der Ehemann die Vaterschaft anzweifeln, kann er eine Vaterschaftsfeststellung betreiben, da er dann nicht unterhaltspflichtig für das Kind ist.

Es könnte dann ein Unterhaltsvorschuss beim Jugendamt beantragt werden. Hier muss die Mutter den Erzeuger angeben, der im Notfall gerichtlich zu einem Test herangezogen wird mit der Verpflichtung, Unterhalt zu erstatten.

Wenn der Ehemann die Vaterschaft nicht anfechtet, bleibt er der Vater, selbst wenn der Erzeuger plötzlich auf die Idee kommt, die Vaterschaft anerkennen zu wollen.

Aus ethischen Gründen ist es dem Kind gegenüber nicht fair, es mit einer solchen Lebenslüge zu belegen. Manchmal kommt es zu den abenteuerlichsten Umständen, die plötzlich die Umstände der Zeugung offenbaren.

Und das reißt alle Beteiligten in den Abgrund.

Bei allem Verständnis vor dem dringenden Wunsch, schwanger zu werden, bitte nochmal überlegen!

Alles Gute!

Sie kann auf den Unterhalt für sich verzichten, wenn darauf überhaupt Anspruch bestünde, aber nicht auf den Unterhalt fürs Kind, denn der ist eben für das Kind, nicht für die Mutter. Diese verwaltet das nur. Und ein Vertrag der zum Nachteil des Kindes ist und ihm seiner Rechte beraubt, ist nicht gültig. Man kann nicht auf etwas verzichten, das jemand anderem zusteht.


so geht es nicht. Das kind hat weiterhin anspruch auf unterhalt, darauf kann die mutter nicht verzichten.

die mutter hat dann ja auch keinen Anspruch auf unterhaltsvoeschuss und irgendwann wird das geld mit kind dann einfach sehr knapp.

kenne auch eine mutter, die wollte nur ein kind, dervater war nur behilflich und sollte keine verpflichtungen haben. Heute zahlt er zwangsweise unterhalt per gerichtsbeschluss.

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