Innergemeinschaftliche Lieferungen, wann ist die Rechnung ohne Steuern?

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Wenn die Rechnung an den deutschen Kunden geht, dann mußt Du die in D übliche Umsatzsteuer ausweisen und dann auch ans Finanzamt abführen. Für die Lieferung an eine abweichende Lieferadresse kannst Du von Deinem Kunden, an den Du auch die Rechnung stellst, die zusätzlichen Versandkosten plus Umsatzsteuer berechnen. In diesem Fall geht es nicht ohne Umsatzsteuer. Ausserdem ist das auch bei Auslandsgeschäften fast gänzlich unmöglich, denn auch dort wird Umsatzsteuer verlangt, die Du dann ebenso abführen mußt.

Knackpunkt ist vor allem der richtig Ausweis der Umsatzsteuer auf der Rechnung. Dieser richtet sich nach Art des Käufers und Zielland der Lieferung.

Bei Kunden in Deutschland sind grundsätzlich alle Lieferungen umsatzsteuerpflichtig. Bei ausländischen Kunden ist eine Unterteilung vorzunehmen:

Auf der einen Seite müssen die Kunden im Gemeinschaftsgebiet der EU und auf der anderen Seite Kunden im Ausland unterschieden werden.

Betrachtet man zunächst Kunden im Gemeinschaftsgebiet der EU, z.B. Italien, so handelt es sich bei Lieferungen an Unternehmen in diesen Ländern um eine innergemeinschaftliche Lieferung. Bei einer gültigen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt.-IdNr.) des Empfängers erfolgt die Lieferung und damit auch die Rechnungsstellung grundsätzlich ohne Ausweis der Umsatzsteuer. Die USt.-IdNr. für deutsche Händler wird auf Antrag vom Bundeszentralamt für Steuern vergeben. Hier kann auch eine erhaltene USt.-IdNr. auf ihre Gültigkeit geprüft werden.

Das Problem ist ja, dass unser Kunde in Deutschland sitzt. Wir aber für ihn die Lieferung nach Italien übernehmen. Ihm die Versandkosten dann die Versandkosten in Rechnung stellen. (Also unserem deutschen Kunden).. Also habe ich es jetzt so verstanden, dass es in dem Fall umsatzsteuerpflichtig ist?! Ist das korrekt?

@carina2407

du hast doch bereits die hilfreichste antwort "auserkoren" .. dann machs doch auch wie dort beschrieben ;-) <smile>

Lieferadresse und Versandadresse unterschiedlich?

Versandadresse und Lieferadresse unterschiedlich im Besonderen.

Wir (meine Frau und ich) haben eine kleine Werkstatt und versenden auch Ersatzteile für Boote, Autos, Modellbau usw...

an unsere Kunden.

Jetzt werden wir seit längerem gefragt ob wir auch Gefahrstoffe versenden,

so werden wir das allerdings nicht gefragt,

sondern könnt ihr auch 10 l Aceton oder 15 l Bioethanol oder xyz senden.

Diese Anfragen häufen sich derart das wir dies gerne anbieten würden, was allerdings nicht so einfach ist.

Gefahrstoff Sendungen von Flüssigbrennstoffen gehen bei den meisten Versanddienstleistern nur bis 1 L oder gar nicht so bei der (UN 1090). Andere wollen bestimmte Verträge mit 100 + Versendungen im Monat, Spezielle Gefahrstoff Dienstleister wollen 80 bis 150 Euro pro Lieferung.

Was den Warenwert ja übersteigt und somit für uns nicht machbar ist.

Da ja Großhandels Chemie Unternehmen dieses Problem scheinbar lösen konnten, sonst könnten diese ja uns den Stoff nicht für unter 50 Euro Plus 4 bis 7 Euro Versand anbieten.

Können wir bei unserem Lieferanten bestellen und die Lieferadresse unseres Kunden angeben und unsere Anschrift als Rechnungsadresse?

Dann müssten wir eigentlich nur unsere Rechnung an unseren Kunden nachsenden.

Gibt es da irgendwelche Rechtlichen Probleme ?

Idee

1. Chemie Unternehmen sendet an unseren Kunden Aceton 10 l

2. wir Zahlen die Rechnung des Chemie Unternehmen

3. wir senden unsere Rechnung Plus ein paar % an unseren Kunden  

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