Inkasso kommt mit einer Forderung aus dem Jahr 2007. Ist die schon verjährt?

7 Antworten

Wenn du nie einen gelben Brief vom Amtsgericht in dieser Sache erhalten hast, tue am besten gar nichts. Eine Einrede oder Antwort ist nur der Beweis, dass du den Brief auch erhalten hast. Wenn Inkassofirmen Geld brauchen, holen sie oft alte und aussichtslose Forderungen aus dem Aktenkeller und drohen noch mal ein bisschen, in der Hoffnung, dass noch ein paar Dumme einknicken und zahlen. Einfach nicht reagieren.

Eine Einrede oder Antwort ist nur der Beweis, dass du den Brief auch erhalten hast.

Bei völlig unseriösen Sachen gibt es durchaus einen Sinn, einfach nicht zu reagieren. Ansonsten sind aber diese Spiele relativ sinnfrei. Es entsteht ja kein Nachteil, wenn das Inkasso weiß, dass es den Adressaten erreicht hat bei einer halbwegs seriösen Forderung. man geht keinerlei rechtliche Verpflichtung ein, wenn man denen vernünftig antwortet, dass alles ohnehin verjährt ist.

@mepeisen

Klar kann man Zeit und Porto aufwenden, um den Inkassoprofis etwas mitzuteilen, was sie eh schon wissen. Man kann sich die Zeit, die Mühe und das Geld aber auch sparen. Muss jeder für sich entscheiden.

@Trolli1970

Man provoziert halt einen Mahnbescheid, bei dem man dann widersprechen muss und ohnehin das Briefporto ausgeben muss. Man kann ja auch erst mal nur per eMail antworten und auf die Verjährung hinweisen, wenn einem das Briefporto zu schade ist ;-)

@mepeisen

Meinst du nicht, das Inkassobüro prüft die Forderung ganz akribisch auf Verjährung, bevor sie Geld für den Mahnbescheid ausgeben ? So ein gerichtlicher Mahnbescheid ist ja nicht gerade billig.. und das Gericht will die Kosten im voraus. unabhängig von der Rechtmäßigkeit oder Verjährung der Forderung.

@Trolli1970
Meinst du nicht, das Inkassobüro prüft die Forderung ganz akribisch auf Verjährung, bevor sie Geld für den Mahnbescheid ausgeben ?

Ähhhm. Das sind voll automatisierte Abläufe. Das Inkasso weiß das längst mit der Verjährung. Ansonsten: Einzelfallprüfungen kosten Geld, da es Personal kostet. Wenn man einmal in der Maschinerie ist und dann nicht reagiert, läuft die Maschinerie weiter. Da dann davon ausgegangen wird, dass der Schuldner auch beim Mahnbescheid nicht reagieren wird.

Im Endeffekt ist das zumindest der Normalfall. Es geht also nicht drum, dass denen die Verjährugn nicht aufgefallen ist. Das ist sie längst. Es geht um die Einschätzung, ob dem Schuldner das klar ist oder ob es nicht klar ist.

Natürlich ist der Mahnbescheid nicht billig, aber wenn 5 von 10 nicht reagieren, ist die verjährte Forderung tituliert und Gewinne werden fabriziert. Man muss ja bedenken, wie Inkassos da dran kommen. Die Forderungen werden kostenweise für 1€ symbolische Summe aufgekauft und dann wird geprüft, wo man Geld rausschlagen kann.

Kann auch sein, dass erst mal ewig nichts mehr passiert, dann noch ein zweiter und dritter Brief folgt. Das sind dann Phasen, wo erst mal die gemolken werden, die direkt Angst bekommen und Raten zahlen u.ä. Dann irgendwann sind die dran, die nicht reagiert haben.

@mepeisen

Okay, das kann durchaus so sein.. das ist eine logische Erklärung. Nehme ich gern so an. Aber genügt es dann nicht, bei einer verjährten Forderung auf den gelben Brief zu warten und gegen diesen fristgerecht Widerspruch einzulegen ? Damit ist die Rechnung vom Inkasso nicht aufgegangen, man ist aber trotzdem vor Titulierung geschützt.. mit minimalem Zeit- und Arbeitsaufwand.

@Trolli1970

Natürlich genügt das auch. Rein juristisch gesehen muss ich auf ein Inkasso nicht antworten. Die haben keine Sonderrechte. Es könnte sogar aus "Rache" Sicht sinnvoller sein, denn damit verbrennt das Inkasso dann die Gerichtskosten (kostet die ja 32€ so etwas).

Ist halt die Frage, ob man das Thema los sein will oder die weiteren Inkasso-Briefe als Grillanzünder verwenden will. Denn manchmal regnen noch ein paar Briefe herab.

Muss jeder für sich entscheiden.

Das einzige, was blöd ist: Wenn man außergerichtlich keinen Mucks von sich gibt, könnte ein Schufa-Eintrag folgen. Den kriegt man mit Verweis auf die Verjährung wieder raus, keine Frage, aber das ist erst mal nervig und u.U. auch sehr schlecht bei bestehenden Dispo-Ausnutzungen u.ä. Das ist aber wirklich der exakt einzige juristische Grund, warum man bei halbwegs seriösen Forderungen reagieren sollte auf ein Inkasso.

Es schadet auf jeden Fall nicht bei einer derart alten Forderung die Einrede der Verjährung zu erheben, unabhängig davon, um was es sich handelt.

Zwar gilt die dreijährige Verjährungsfrist nicht für alle Arten von Forderungen. Zudem kann es sein, dass es einen gerichtlichen Titel gegen dich gibt. Allerdings ist die Verjährung erst einmal die einfachste Möglichkeit um aus der Sache raus zu kommen.

Antworte also am besten einfach „ich erhebe die einrede der Verjährung“. Wenn die der Ansicht sind, dass die Forderung nicht verjährt ist, werden die sich schon noch melden.

Widersprich der Forderung. Stelle die einrede der Verjährung und weise darauf hin, dass sie unter keinen Umständen einen Eintrag in der Schufa oder einer anderen Auskunftei vorzunehmen darf.

Einschreiben mit Rückantwort - Belege und Schreiben gut abheften. folgende "Drohbriefe" ignorieren und abheften.

Erst bei einem gerichtlichen Mahnverfahren gilt: Widerspruch innerhalb von 14 Tagen.

Wenn es keinen Vollstreckungsbescheid, von dem Du wissen müsstest, gibt, ist die Forderung längst verjährt.

Das teilst der Inkassobude einmali, per Einschreiben mit. Die nachfolgenden Bettelbriefe mit finsteren Drohongen schmeiss in den Papierkorb. Wchtig: Nicht dort anrufen, und auch nichts per Email zu regeln versuchen.

Nein, eine ganz normale Mahnung. 9 Jahre haben die sich nicht gemeldet.

@Tiger33x

Dann ist es verjährt, darauf solltest Du dich in dem Schreiben an die Inkassobude berufen.

War´s ein gerichtlicher Mahnbescheid, ist der 30 Jahre vollstreckbar.

Und generell.. die werden wohl nicht locker lassen, da kommt dann einiges zusammen.

VB !! MB reicht nicht

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