Im Bauernhaus u. Dach, o. Blitzschutz. Kann da der Blitz einschlagen und was kann passieren?

2 Antworten

Für ein einzeln stehendes Gebäude ist natürlich immer eine Blitzschutzanlage empfehlenswert. Wie groß die Gefahr speziell in Deinem Fall ist, lässt sich natürlich nicht genau sagen, da einige Faktoren eine Rolle spielen, wie die Beschaffenheit des Bodens, evtl. Nähe zu einem Gewässer und vor allen Dingen die Lage des Hause (Berg, Hang, Tal).

Besonders hoch aufragende oder auf einer Bergkuppe befindliche Gebäude sind eher blitz-gefährdet als tiefer liegende Häuser. Insgesamt ist die Gefahr in Deutschland eher gering, da es wenige Gebiet gibt, in denen mehr als 3 Blitze pro Jahr und Quadratkilometer auftreffen.

Die Bäume allein bieten allerdings keinen sicheren Schutz, auch wenn die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass ein Blitz einen höher aufragenden Baum als ein Haus trifft. Es ist es jedoch nicht sicher. Für Dich als Menschen sehe ich allerdings keine direkte Gefahr, da der Blitz, selbst wenn es in das Gebäude einschlagen sollte nicht in das Innere des Raumes gelangt. Es sind in Häusern ja meist so viele Leitungen (Wasser, Strom u.s.w.) vorhanden, dass dort eine Art "Faradayscher Käfig" zustande kommt, in den kein Blitze eindringen kann. Natürlich kann u. U. ein Feuer entstehen (allerdings nicht alle Blitze zündeln), aber ein Mensch im Gebäude kann sich i. d. R. in Sicherheit bringen.

Ich sehe insgesamt eher eine ziemlich geringe Gefahr, aber mittelfristig würde ich immer zu einer vernünftigen Blitzschutzanlage raten, obwohl das natürlich auch kein absolut 100 %iger Schutz ist.

Hallo MW250557,

wenn tatsächlich ein Blitz einschlagen sollte, wird er höchstwahrscheinlich ins Dach einschlagen. Es ist wahrscheinlich, dass es dann auch anfängt zu brennen. Was dann passiert, ist abzusehen.

Wenn neben dem Haus Bäume stehen, wird der Blitz vornehmlich dort einschlagen, eine 100%ige Sicherheit hast Du allerdings nie.

Viele Grüße

HighwayPretzel

Wer bezahlt den Schaden und den ganzen Aufwand?

Meine Nachbarin ist vor 3 Jahren gestorben. Ihr (uraltes) Bauernhaus gehört jetzt einer Erbengemeinschaft, bestehend aus 3 Familien, die aber alle miteinander verstritten sind. Nun habe ich mit selbst schon Gedanken über die Substanz des Hauses gemacht (ist offensichtlich zu sehen). Und auch die eine Familie die bei uns im Ort wohnt hat mich gewarnt, daß das Dach massiv einsturzgefährdet ist und wenn er mal das Dach runterkracht, dann kracht das ganze Haus auch gleich mit. Sie hat mich gewarnt, meine Kinder in meinem Garten spielen zu lassen (dazu muß ich sagen, daß unsere Häuser nur ca 5-6 Meter auseinander stehen). Nun kann ich erstens die Kinder nicht vor dem Haus spielen lassen ( an der Hauptstrasse werden sie überfahren) und nun kann ich sie hinter dem Haus auch nicht mehr spielen lassen (also wohl am besten einsperren - oder was). Das Problem ist jetzt, daß die Häuser ja über die Stromleitungen zusammenhängen. Wenn das Nachbargebäude nun einstürzt wird mein halbes Dach (samt Dachgaupe) abgerissen. Das darunterliegende Badenzimmer ist dann auch mit hinüber sowie alles, was ich auf dem Dachboden eingelagert habe. Die Erbin hat mir klipp und klar erklärt, daß es für das Haus keine Haftpflichversicherung gibt. Nun meine Frage: Wer kommt für den Schaden auf, wenn da wirklich was passiert? Und nicht nur für den Schaden sondern auch für den Aufwand. Denn z.B. während der Reparatur könnte ich ja nicht zu Arbeit (lasse ja schließlich keine Handwerker alleine in meinem Haus rumfurwerken) bzw. für die ganzen Putz- und Aufräumarbeiten, Staub zsw. Dies muß ja alles dann erledigt werden und ich habe ja keine Langeweile durch Schuld anderer mir Arbeit aufzuhalsen. Was kann ich im Vorfeld dagegeben unternehmen und wer würde bezahlen im Fall der Fälle. Ich habe die Erben um eine Haftpflichtversicherung für das Haus gebeten - ohne Erfolg.

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