Hausverkauf. Käufer schicken NACH Kaufvertrag Gutachter ins Haus.

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Der Gutachter hätte sich schon vor Vertragsabschluss die Wohnung anschauen müssen. Nach notariellem Vertragsabschluss ist nichts mehr möglich, es sei denn er stellt arglistige Täuschung vor (z.B. Wand aus Pappe :-)).

Nein, ihr habt nix zu befürchten, der Notarvertrag steht.

Ich denke, es ist wegen der Finanzierung, manchmal wollen die Banken ein Gutachten über das Objekt, oder wofür auch immer, es ist egal, der Vertrag mit dem Kaufpreis steht und gilt....

NUR: wenn ihr Mängel verschwiegen habt, die euch bekannt sein müssten und der Gutachter dies herausfindet, ist das arglistige Täuschung, der Vertrag ist dann nichtig, ihr seid Schadensersatzpflichtig und bekommt eine Strafanzeige wegen arglistiger Täuschung.....

Ihr braucht Euch keine Sorgen zu machen. Nach Deiner Schilderung ist der Vertrag wasserdicht und der Käufer muss den vollen Kaufpreis zahlen, egal welche Mängel der Gutachter feststellt.Etwas anderes wäre nur der Fall, wenn Ihr bestehende Mängel böswillig dem Käufer verschwiegen hättet. Warum der Käufer einen Gutachter beauftragt ist ausschliesslich seine Sache. Vielleicht möchte er wissen, ob eine zusätzliche Fassadendämmung sinnvoll wäre oder anderes. Macht Euch also keine Sorgen.

Nö, da braucht ihr euch keine Sorgenmachen, solange sie euch nicht nachweisen können, dass ihr Mängel arglistig verschwiegen habt oder sonst irgendwas linkes getan habt.

Das ist das Pech der Käufer, wenn der Gutachter jetzt einen geringeren Wert schätzt.

Der Gutachter wird wahrscheinlich von der Bank sein für die Finanzierung des Gebäudes. Den KP können sie jetzt im nachinein nicht mehr korrigieren, es sei denn, es würde sich rausstellen, es gibt einen versteckten Mangel der vor dem Kauf nicht bekannt war und zu einer Reduzierung des KP berechtigt. Aber grundsätzlich braucht ihr hier keine Angst haben. Ein Rücktritt vom KV ist auch nur möglich, wenn der Mangel am Haus (der sich ggfs. herausstellt) so gravierend ist, dass eine Nachbesserung, Kaufpreiserlass etc. nicht mehr funktioniert. Insofern.. keine Panik!

normalerweise werden Grundstücke verkauft wie gesehen, da gibt es nur Ansprüche wegen Mängeln, wenn diese arglistig verschwiegen wurden.

@SchnuBee

100% zustimmung @ schnubee

@SchnuBee

aber hier wird ja das Haus gekauft und in diesem können Mängel auftauchen. Wie ich aber schon geschrieben habe nur bei versteckten mängeln (die müssen auch nicht arglistig verschwiegen sein) denn wenn ich sie nicht kenne.. ist es nicht arglistig aber hafte dafür trotzdem.

@DPawi

Man kann ein Haus nicht separat kaufen (es sei denn es handelt sich um ein Erbbaurecht), man kauft immer das Grundstück, das Haus ist wesentlicher Bestandteil des Grundstücks und daher mitverkauft.

I.d.R. enthalten Grundstückskaufverträge einen Ausschluss von Gewährleistungsansprüchen, z.B. sowas:

Der Kaufgegenstand ist in dem Zustand auf den Käufer zu übertragen, in dem er sich zum Zeitpunkt der letzten Besichtigung durch den Käufer befand. Der Verkäufer erklärt, dass sich seither keine wesentlichen Verschlechterungen am Kaufgegenstand ergeben haben. Im übrigen sind jegliche Rechte des Käufers wegen Sachmängeln sowohl des Grundstücks als auch des Gebäudes ausgeschlossen. Dies gilt auch für alle Ansprüche auf Schadenersatz, es sei denn, dem Verkäufer ist Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorzuwerfen. Der Verkäufer versichert, dass ihm von versteckten Mängeln nichts bekannt ist.

Damit haftet der Verkäufer eben nicht mehr für versteckte Mängel die ihm nicht bekannt sind.

Klar weiß ich nicht ob der vorliegende Vertrag eine solche Klausel enthält, aber normalerweise wird es so sein.

@SchnuBee

wir kennen die Inhalte des KV's nicht. Wie ich unten auch schon geschrieben habe, muss im KV die Mangelhaftung ausgeschlossen sein, sonst bist du voll in der Haftung. Des weiteren wissen wir nicht, ob Erbbaurecht vorhanden ist oder nicht. Also gehen wir davon aus, dass Haus und Grdst. ein Kaufgegenstand sind.. somit muss natürlich der Kaufgegenstand (Haus und Grdst.) frei von Mängeln sein bzw. diese müssen vertraglich festgehalten werden. Nur dann kann ich doch davon sprechen "gekauft wie gesehen". Ich halte nicht viel davon immer die Standardfloskeln hinzuschreiben.. oft sind es ja kleine Details.. wir sind uns einig.. es müssen beide Seiten wissen, in welchem Zustand das Objekt veräussert wurde und das dann auch keine Haftung aufkommt, wenn der Vertrag mit einer solchen Enthaftungsklausel ausgestattet ist. Thema durch.. hoffentlich!

@DPawi

Ich sage ja auch nur das es standartmäßig so ist, wir wissen nicht ob irgendwas abweichendes vereinbart wurde, daher gehe ich davon aus, dass es sich um einen stinknormalen Standartkaufvertrag handelt und die enthalten solche Regeln. Fertig :)

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