Hat man vor Gericht gegen einen Beamten überhaupt eine Chance?

5 Antworten

Hier kommt es darauf an, wie glaubwürdig der Zeuge vor Gericht wirkt.Normalerweise kommen Polizisten immer im Doppelpack. Wenn es nur einer gewesen ist, aber zwei Aussagen gegen den Polizisten gemacht werden, liegt es eben im Ermessen des Richters, wem er mehr glaubt. Meist ist es der Polizei.

Ich denke es wird schwierig, denn als Faustregel gilt: Ein Beamter mind. 2 Zeugen. Aber ich würde es, wenn Du ne Rechtsschutzversicherung hast, trotzdem versuchen.

Wo hast du denn diese Weisheit her? Es werden nicht die Anzahl der Zeugen aufgerechnet, sondern deren Glaubwürdigkeit!

@DonRamon

Beamte leisten und unterliegen dem "Diensteid". Sie riskieren bei einer Falschaussage mehr. Daher gilt ein Beamter per se als glaubwürdiger.

Über die Aussage eines anderen unbescholtenen Bürgers wird man trotzdem nicht hinwegsehen. Ist der ebenfalls glaubwürdig, müsste man ihm schon ein besonderes Interesse (Be- oder Entlastungsgründe) zur Falschaussage nachweisen, oder begründet unterstellen können.

Mit einem Zeugen hat du sicher gute Karten. Aber die Glaubwürdigkeit des Zeugen spielt auch eine ganz wesentliche Rolle. - Warum sollte dich ein Polizist denn anzeigen, wenn nichts Beleidigendes gesagt worden ist? Das wird der "Knackpunkt" sein!

das ist mir klar,das dies der Knackpunkt ist.Die Frage kann ich allerdings selbst nicht beantworten

@labelwriter

ein weiterer "Knackpunkt" ist doch die Tatsache, wenn man einen Polizisten im Dienst beleidigt, kommt nicht nach einer Woche (wie es hier labelwriter mitteilt) ein Gerichtsbeschluss, sondern zunächst eine Zeugenladung.

@helmutgerke

es gab keine zeugenladung,6 wochen nach dem vorfall kam der gerichtsbeschluß

@helmutgerke
… kommt nicht nach einer Woche (wie es hier labelwriter mitteilt)

Es ist wenig hilfreich, wenn du gleich zwei Mal deutlich preisgibst, dass du nicht richtig gelesen hast.. Da oben steht nicht "nach einer Woche", sondern "nach einigen Wochen".

Und keinem Beschuldigten wird erst mal eine Zeugenladung zugestellt, er ist kein Zeuge.

Rechtsschutzversicherung besteht leider nicht.Trotzdem kann ich mir das doch nicht gefallen lassen. Zur Verhandlung würde ich ohenRechtsanwalt gehen

Du hast sogar gegen einen Beamten Erfolgschancen, selbst wenn dieser einen Kollegen als Zeugen angegeben hat. Entscheidend ist nämlich immer die Beweislage. Und da Du ja sagst, dass Du einen Zeugen hast…

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