Gehaltsverhandlung - Wie wird gepokert?

5 Antworten

Eine Gehaltserhöhung sollte man nie so argumentieren, dass "die anderen mehr" verdienen oder du erheblich unter dem Durchschnitt liegen würdest. Du kannst z.B. damit argumentieren, dass du dich in letzter Zeit sehr weiterentwickelt hast und du deine Leistung deutlich gesteigert hast. Eine Gehaltsverhandlung ist außerdem kein Feilschen wie um eine Ware, wo man sich "in der Mitte trifft".

2500€ fordern würde wahrscheinlich dazu führen, dass der Chef dich auslacht, schließlich wäre das eine 50%ige Steigerung. Ich denke, 2000€ sind die absolute Obergrenze für deine "Forderung". Das wären immer noch 20% Lohnsteigerung. Da müsstest du auch sehr stichhaltig argumentieren..

Für einen 20 Jahre alten Gesellen kann man außerdem auch nicht das Durchschnittsgehalt des Berufes erwarten. Schließlich sind in diesem Durchschnitt auch die einberechnet, die schon lange Berufserfahrung haben, welche dann logischerweise auch höhere Gehälter haben.



Gut analysiert. Allerdings schrieb ich nie wann ich eine Erhöhung einfordere. Mir geht es um das wie nicht um das wann!

Du bist noch Berufseinsteiger und forderst bereits so viel Erhöhung? Finde ich schon etwas krass. Was machst Du, wenn Dein Arbeitgeber nicht auf Deine Forderung eingeht? Er kann sagen, dass er nicht mehr als 1800 Euro zahlen will, wenn es Dir nicht passt, kannst Du ja gehen.

Du müsstest mit einer Forderung von 2500 Euro beginnen, damit Ihr Euch dann bei 2000 Euro treffen könnt. Mein früherer Chef hätte Dir nahegelegt, dass Du gehen kannst.

Ich bin sehr viel fleißiger als so mancher alter Hase im Betrieb und das weiß ich. Ich bin ebenso flexibler und selbst wenn es nur 2000€ sind werde ich immernoch unterdurchschnittlich bezahlt. Außerdem ist es ja erstmal ein Wunschgehalt. Ich frage wie ich denn am besten pokern könne, falls ich keiner automatische Lohnerhöhung in den nächsten Jahren erhalte.

Selbst wenn es nur 2000€ letztendlich sind, die ich meiner Meinung nach verdiene, würde ich jetzt 350€ unter dem Durchschnitt bekommen. < - Meinte ich eigentlich Für eine gut ausgebildete Fachkraft. Das ist lachhaft.

@IManuI

Es gibt Leute mit einem abgeschlossenen Studium, die anfangs auch nicht mehr verdienen. Du solltest vielleicht anfangs etwas kleinere Brötchen backen und lieber beim nächsten Mal etwas höher pokern.

Das ist wahr. Chefs sparen eben in den meisten Branchen. Trotzdem will ich mein Glück versuchen.

Gut ausgebildete Fachkraft? Du hast gerade mal seit einem Jahr deine Ausbildung abgeschlossen. Aber ich gebe dir Recht, das Gehalt ist mies.

Mein Beruf nennt sich Fachkraft für Lagerlogistik. Dann gibt es noch den Fachlsgeristen der weniger können muss (2Jährige Ausbildung) Als ich mit einer 3 jährigen. Gut ausgebildet ergibt sich aus meinen Leistungen zu dem mal 2000€ im Monat ist nicht mal viel, es reicht zum leben man kann nur wenn man gut haushaltet sparen und wenn man ausgezogen ist wird die Sache mit einem grade mal solchem durchschnittlichem Gehalt auch noch zu bewältigen sein. Mit 1650€ Brutto ist ausziehen sehr schwer für einen Berufspendler.

In deiner Branche wird es schwierig, da stehen so viel ungelernte die es halt für weniger machen. Sorry. Mach doch mit deinem Vorgesetzten ein sogenanntes Entwicklungsgespräch was will er, was willst du. Wenn Bedarf besteht mach doch deinen Fachwirt Logistik da kannst du was vorweisen und kommst in eine andere vergütungsgruppe. Dann kannst du dich gegenüber den anderen abheben. Mach nicht den Fehler und argumentiere ich bin doch besser als die anderen. Es ist halt subjektiv der Eindruck von dir und deiner Arbeitsleistung. Die sieht ein anderer evtl. anders. 

Ja es gibt sehr viele ungelernte die es billiger machen, das sieht man auch an der Arbeitsweise, der Warenkenntnis und vorallem der Qualität.

Hey! Das ist eine ganz schwierige Sache. - wie stehst du zu deinem cheff? Wie tikt er? Es gibt viele, die dir eine *Kündigung* anbieten. Zu der Verhandlung: es kommt nicht vor, das ihr das aushandelt. In der Regel brauchst du stichhaltige Argumente die überzeugend sind. Zumal du das auf eine Art und Weise beweisen muss. Abgeschlossene Projekte und Co. Daraufhin wird er dich nach deinem wunschgehalt Fragen. Solltest du dann bei 2500 € ansetzen, wird er entweder ja oder nein sagen. Oder bietet dir 10% an, wo du es nur noch annehmen kannst oder nicht. Vergiss nicht. Jeder Mitarbeiter ist ersetzbar. Klar arbeitest du hart, aber er erwartet das auch von dir.

Leider schreibst du nicht die Branche in der du tätig bist. Umsatzabhänig zu verhandeln ist immer einfacher als bei non Profit Unternehmen. 

Hast du belegbare Erfolge vorzuweisen? Worauf stützt du deine Forderung.

Ich bin bislang nur fleißig. Der Chef setzt mich viel flexibler ein. Meine Schichten sind unregelmäßig. Heute Frühschicht. Morgen Spätschicht. Übermorgen mal länger machen. Belastbar bin ich also genug. Meine Fehler sind auch kaum vorhanden. Ich bin einer der einzigen mit leicht verwundeten Armen. Klar könnte man jetzt sagen die anderen stellen sich geschickter an aber dem ist nicht so, ich kenne meine Kollegen, dagegen bin ich ein Arbeitstier.

@IManuI

Und jetzt verhandeln wir mal. Sie sind fleißig das müssen sie auch sein, das sehe ich und finde es gut. Ich habe Ihnen beim Vorstellungsgespräch gesagt sie müssen flexibel sein und ich setzt sie unregelmäßig ein, sie machen kleine Fehler, wenn sie diese ausbessern und keine Fehler machen sprechen wir uns in drei Monaten erneut.

Du bist dran!

Süß von dir. Verhandeln proben und das noch schriftlich geht schwer. Du würdest mir helfen wenn du mir dein Verhandlungsgespräch zeigen würdest. Und so nebenbei. Ich wurde als Azubi übernommen! Jeder hat normalerweise die die selbe Schicht alle 2 Wochen. (Früh und danach Spät). Das ist echt nur bei mir so. Und das ist nichtmal mobbing ich weiß ja das die anderen Kollegen nicht so gut damit klar kämen.

Ich muss hinzufügend das von einem Azubi in unserer Firma nichts großartiges verlangt werden kann. Und Selbstverständlichkeit ist bei den meisten ein Fremdwort

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