Für welche Berufsgruppen gibt es Trinkgeld und für welche nicht und warum?

5 Antworten

Das Trinkgeld kommt aus einer vergangenen Zeit, als der Lohn niedrig und das Bedienungsgeld in die Entlohnung einfloss. Dazu gab es z.B. in der Gastronomie einen "Tronc" desse Inhalt auf die Mitarbeiter verteilt wurde.

Auf den Speisekarten stand als Preis stets Summe " plus 10 % Bedienungsgeld, und das war Pflicht und keine Belohnung/Anerkennung für angenehme, freundliche Bedienung.

In den 60er/70er Jahren wurde darum gekämpft Lohn für die Arbeitsleistung zu bezahlen. Dieses Bedienungsgeld wurde dann mehr zum Trinkgeld und ein Zeichen und Anerkennung der Zufriedenheit.

Eine Verpflichtung Trinkgelder zu geben gibt es nicht.

Höflichkeit / Relikt aus der Vergangenheit. Wie auch immer ...

Wenn Trinkgeld erwartet wird, könnte man ja auch gleich den Preis entsprechend hoch ansetzen, wäre aber möglicherweise ein Konkurrenz-Problem.

Bei den Dienstleistungen, die man nicht korrigieren kann, gibt man Trinkgeld. Das ist beispielsweise Friseur, Taxifahrer, KellnerInnen und Barleute. Auch Handwerker die im privaten Bereich arbeiten, wenn sie zügig und gut gearbeitet haben.

Ein Trinkgeld kannst du überall dort geben, wo du mit der Dienstleistung oder Leistung zufrieden warst.

Es ist allgemein so, dass man eher ein Trinkgeld an Leute vergibt, bei denen der Grundlohn gering ist oder jemand eine Tätigkeit verrichtet, die man auch selbst machen könnte, aber aus Bequemlichkeit nicht macht.

Zumindest wer am Meisten erhält, kann ich dir sagen: Croupiers in der Spielbank. Die ziehen das sogar gleich selber von einem "Gewinn" ab. Clevere Bürschlein das sind.

Das liegt in Deinem Ermessen ob Du ein Trinkgeld gibst.

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