fristlose kündigung trotz stellungnahme und entschuldigung

5 Antworten

Eine Beleidigung rechtfertigt grundsätzlich eine außerordentliche Kündigung; es muß natürlich auch geprüft werden, ob es sich tatsächlich um eine Beleidigung gehandelt hat.

Ist das der Fall, kommt es darauf an, ob die konkrete Kündigung nach einer Interessenabwägung unter Berücksichtigung aller Besonderheiten des Einzelfalls als gerechtfertigt angesehen werden kann.

Das ist nur der Fall, wenn die außerordentliche Kündigung die unausweichlich letzte Maßnahme (ultima ratio) ist, d.h., wenn mildere Mittel wie Abmahnung, Versetzung, außerordentliche Änderungskündigung, ordentliche Beendigungskündigung, unzumutbar sind.

Gemäß § 626 Abs. 2 BGB muss die Kündigung innerhalb von 2 Wochen ab Kenntnis der für die Kündigung maßgebenden Tatsachen erfolgen.

Diese muß schriftlich erfolgen - solange die Kündigung nicht schriftlich eingegangen ist, besteht das Arbeitsverhältnis weiter.

Zudem muß vorher der Betriebsrat angehört werden; deshalb wirst Du auch noch keine Kündigung zugestellt bekommen haben; der Betriebsrat hat 3 Tage Zeit sich dazu zu äußern.

schau mal das Zeugnis an

Wird wohl auf Grund deines Verhaltens gewesen sein, es ist schwer zu beurteilen, was du sonst noch "ausgefressen" hast, aber es hat sicher einen Grund, wenn du "fristlos" gekündigt wurdest. Da kann dir nur ein Anwalt helfen

Anscheinend hast Du es nicht so mit dem Umgang Deiner Vorsetzter in Bezug auf Respekt. Es sind Deine Vorgesetzten und keine Freunde.Du hast nicht nur den Schichtleiter beleidigt, sondern der andere fühlte sich auch angesprochen. Du hast Dich selbst ins Aus geschossen. Du hättest ganz einfach die Klappe halten müssen und keine mehr Widerworte geben dürfen. Da wird wohl ein Arbeitsgericht nichts mehr machen können. Vermute mal das vorher schon mal was gewesen ist und das es jetzt das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

1. ja, du kannst wegen einer Beleidigung fristlos gekündigt werden, wobei es im Einzelfall auf die Art der Beleidigung ankommt. 2. § 623 BGB, eine Kündigung muss in schriftlicher Form erfolgen. Der AG darf dich natürlich sofort des Betriebes verweisen, du bist aber dort noch angestellt so lange die Kündigung nicht in schriftlicher Form vorliegt.

das zeugnis wurde mir am 3,9,2014 ausgestellt

 - (Kündigungsfrist, kündigen)

"Sein persönliches Verhalten...SIND = muß heißen IST - korrigieren lassen!!!

Über Formulierungen in Arbeitsverträgen kann man diskutieren...

Man sollte nicht jede Formulierung auf die Goldwaage legen.

Es ist ein mäßiges Zeugnis - der Dank fehlt und daß man Dir alles gute für die berufliche und persönliche Zukunft wünscht, deutet auf kein besonders gutes Arbeitsverhältnis hin...

Das muß auch nicht immer NUR am ArbN gelegen haben.

Ich persönlich lege bei Einstellungen keinen Wert auf den Inhalt von Zeugnissen - lediglich interessant ist es, wenn genau die Art der Tätigkeit geschildert wurde, die der ArbN ausgeübt hat und wenn erwähnt wird, welche speziellen Kenntnisse er sich erworben hat.

Kündigung von Arbeitsvertrag aufgrund falscher Adressierung ungültig, obwohl das Schreiben den korrekten Empfänger erreicht hat?

Hallo,
ich arbeite für Firma MEINE. Diese ist die Schwesterfirma von Firma SCHWESTER. Geschäftsführer ist bei beiden Firmen die selbe Person. Beide Firmen haben ihren Sitz am gleichen Standort, lediglich die Hausnummer ist unterschiedlich. Sie liegen sich formal gegenüber. Die Verwaltung ist aber bei beiden Firmen die selbe - lediglich die Postanschrift ist unterschiedlich.

Ich habe meinen Arbeitsvertrag letzten Monat gekündigt zum Ende diesen Monats (§622 Abs. 1 BGB). Die Kündigung habe ich "fälschlicher Weise" an Firma SCHWESTER adressiert, anstatt an meinen Arbeitgeber Firma MEINE.

Mein Chef hat die Kündigung fristgerecht erhalten. Nun schickt er mir aber ein Schreiben, in dem er mich darüber in Kenntnis setzt, dass meine Kündigung ungültig ist, da diese an die falsche Adresse geschickt wurde (Formfehler).

Problem, ich habe bereits einen neuen Arbeitsvertrag bei Firma NEUE abgeschlossen ab 1. März. Diesen Termin kann ich aber nicht einhalten, sollte die Kündigungsablehnung korrekt sein.

FRAGE: Ist seine Ablehnung rechtens? Und wie kann ich dieses Problem lösen?

Nebeninfo: Bereits in der Vergangenheit habe ich eine Krankmeldung an die falsche Adresse SCHWESTER geschickt. Diese wurde ohne Probleme akzeptiert. Außerdem gibt der Chef zu, die Kündigung fristgerecht erhalten zu haben. Er beruft sich auf den Formfehler.

UPDATE:

Mein Rechtsanwalt hat mit mir nun folgende Schritte gewählt. Zum einen habe ich eine erneute Kündigung verschickt, diesmal korrekt adressiert und fristgerecht zum 15.03.2019 (2 Wochen später als eigentlich geplant). Zum zweiten ein Schreiben des Anwalts, in dem mein Chef darauf hingewiesen wird, dass er mit gutem Willen hätte feststellen können, was eigentlich gemeint war. Da das Vertrauensverhältnis nun nicht mehr fruchtbar sein kann, erwarten wir das Einversändnis zur vorgezogenen Beendingung zum 28.02.2019.

Das ist zwar irgendwie nicht schön, aber zumindest in meinen Augen ist damit beiden Parteien am ehesten geholfen. Ich darf gehen zu meinem Wunschtermin und er hat seine korrekte Kündigung, und das ganze ohne einen völlig unnötigen Rechtstreit.

Die Frage oben lasse ich unverändert stehen.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?