Feiertagszuschläge für 400-Euro-Aushilfen - kann man irgendwo nachlesen, wie das geregelt ist?

7 Antworten

Wenn in deinem Arbeitsvertrag nicht unterschrieben hast, daß mit deinem Stundenlohn Urlaubsgeld, Feiertagszuschlag und auch Nachtzuschläge enthalten sind, dann stehen dir die Zuschläge auch zu. In meinem letzten 400€ Job wurde je nach Arbeitsaufkommen auch abends, an Wochenenden und Feiertagen gearbeitet - immer freiwillig, wer gerade Zeit hatte. Wir erhielten dann ab 20 Uhr den ersten Zuschlag, ab 22 Uhr den zweiten Zuschlag und an Sonn- und Feiertagen 50% mehr. Was viele nicht wissen, auch 400 Eurokräften steh,t anteilsmässig zu Festangestellten, bezahlter Urlaub zu. Schau in deinen Arbeitsvertrag, dort sollte das geregelt sein. Ansonsten erkundige dich, falls du die Möglichkeit hast, bei einem Steuerberater. Noch ein Link: Arbeitsrecht bei 400 Eurokräften: www.400-euro.de/400/arbeitsrecht.html#Feiertage Vielleicht hilft es dir weiter.

Dann hast du aber Glück, mit deinem Arbeitgeber. Weil "normal" ist das nicht. Und ich hatte schon einige 400 Euro Jobs.

@AndyundManu

Dann wurdest du von den jeweiligen AG über die Löffel barbiert, @AndyundManu. ;)

Auch für Minijobber gelten die gleichen Rechte wie für jeden anderen SV-Pflichtigen AN!

Ein Anspruch kann sich aus gesetzlichen Regelungen dem Tarifvertrag oder dem Arbeitsvertrag ergeben. Auch eine betriebliche, übliche Handhabung kann den Anspruch auf Zuschlag begründen.

Werden solche Zuschläge aber freiwillig und unter dem Vorbehalt des Widerrufs bezahlt, so kommt es nicht zu einem Rechtsanspruch. Dies gilt auch für den Fall der wiederholten Zahlung.

Arbeitnehmer, die an Sonn- und Feiertagen arbeiten, haben keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Zuschlag zur Arbeitsvergütung! Allerdings ist für die an Sonn- oder Feiertagen (tagsüber) geleistete Arbeit ein Ersatzruhetag zu gewähren.

Bei Nachtarbeit an solchen Tagen gelten wieder andere gesetzliche Regelungen.

Wenn ich die vorherigen Kommentare hier so lese, weiss ich nicht warum die geantwortet haben. Nein du hast keinen Anspruch auf Feiertagszuschlag. Weil wie dein Chef schon sagt, es "freiwillig" machst, und er dich "nur" Ruft, wenn er dich braucht. Das ist der nachteil, eines 400 Euro Jobs. Meist gibt es da ja nicht mal einen Vertrag, oder hast du einen?

sorry, aber mir entzieht es sich warum und ob Du sie überhaupt gelesen hast!

Die vorherigen Antworten bezogen sich auf gesetzliche Regelungen.

@Maximilian112

Die gibt es in dem Sinne, bei 400 Euro Jobs nicht. Man muss nur aufpassen, das man da nicht "ausgenommen" wird, durch zuviel Std.

@AndyundManu

Die gesetzlichen Bestimmungen beziehen sich auch auf 400€ Jobs.

Das sich manche Arbeitnehmer ungesetzliche Behandlungen gefallen lassen steht auf einen anderen Blatt.

Hast du evtl auch eine Quelle zu deiner Antwort? In meinen Augen handelt es sich hierbei immer noch um einen Verstoß gegen §4 TzBfG. Habe schließlich den Dienst eines erkrankten festangestellten Kollegen übernommen und außerdem war ich einer festangestellten Kollegin zugeteilt, mit der ich den Dienst abgeleistet habe. Nur das sie Zuschläge bekommt und ich bzw alle Aushilfen nicht.

Zählt die Frage "Wann hast du nächste Woche Zeit?" durch unseren Dienstplaner nicht als "rufen"? Zwar macht es unser Chef in dem Fall nicht selber jedoch übernimmt das ein berechtigter Vertreter für ihn.

Gruß Kai

@Zero101

Es geht hier nur um einen 400 Euro Job, dafür werden nichtmal Sozialabgaben geleistet.

@AndyundManu

Aber dafür entrichtet der Arbeitgeber Pauschalabgaben für die RV und KV sowie die Pauschalsteuer! Arbeitsrechtlich also gleichgestellt wie Teilzeitbeschäftigte und haben die gleichen Rechte wie Vollbeschäftigte:

Arbeitnehmer, die einen Minijob ausüben, gelten nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) als Teilzeitbeschäftigte. Sie haben im Arbeitsrecht grundsätzlich die gleichen Rechte wie Vollzeitbeschäftigte. Arbeitgeber müssen daher insbesondere die folgenden arbeitsrechtlichen Grundsätze beachten:

siehe folgenden Link hierzu:

www.minijob-zentrale.de/nn_10774/DE/2__AG/13__arbeitsrecht/InhaltsNav.html?__nnn=true

Wenn dein Vertrag nicht ausdrücklich vorsieht, dass in deinem Stundenlohn auch Zuschläge dieser Art bereits enthalten sein sollen, hast du den gleichen Anspruch wie deine Vollzeitkollegen.

Entgegen der bereits aufgestellten These, fallen zusätzlich gezahlte sog. SFN-Zuschläge als steuer- und sozialversicherungsfreie Bezüge nicht in die Berechnung der 400€-Grenze, d. h., du dürftest den Betrag um die gezahlten Zuschläge überschreiten.

Die Bedingungen gelten eigetnlich für alle Arbeitnehmer gleich. Das hat sich aber noch nicht bei jedem Arbeitgeber herum gesprochen. Da du aer nicht mehr als 400 € versicherungsfrei verdienen kannst, geht das also nur, indem du an Feiertagen weniger Stunden arbeitest.

Da SFN-Zuschläge idR steuer und sozialversicherungsfrei sind, können sie zusätzlich zum Höchstbetrag gezahlt werden.

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