fast schwarz gefahren - VOR ende des Tarifgebietes ausgestiegen, soll trotzdem zahlen!

Ticket  - (Recht, Bahn, Kontrolle)

9 Antworten

Es gibt bezüglich auf das Erhöhte Beförderungsentgelt quasi keinen Unterschied zwischen "aus Versehen" und "absichtlich" Schwarzfahren. Auch hier gilt mal wieder: "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht".

Der Kontrolleur hat dich gefragt, und dann hast du eben "die Wahrheit" gesagt, und damit dich selbst reingeritten. Also meiner Meinung nach: Pech gehabt. Ich glaube kaum, dass man da im Nachhinein mit dem Widerspruch erfolg haben würde. Schließlich wäre das dann offensichtlich eine Schutzbehauptung. Meiner Ansicht nach lassen die sich nicht weiß machen, dass du doch in Wuppertal ausgestiegen wärest um eine Fahrkarte zu kaufen. Das macht ja sicherlich niemand so, sondern kauft die Fahrkarten im Voraus.

klar wäre ich in dem Moment wo mir bewusst wurde, das ich gleich Schwarzfahren würde wenn ich es nicht tue, gern ausgestiegen, wie dumm wäre es auch, das nicht zu tun, und lieber 40€ zu zahlen?

Ich seh das so wie Jewelcat..

ich bin zwiegespalten:

wäre kein Kontrolleur gekommen, hättest Du kein Ticket gekauft und wärst schwarz gefahren, hättest also gemäß Vorwurf gehandelt.

ABER: die Kontrolle war noch auf Gebiet, das Du mit Deinem Ticket nutzen darfst, also bist Du zu diesem Moment nicht schwarz gefahren.

Ich würde angesichts dieser tatsache Einspruch einlegen, denn noch hast Du ja keinen Verstoß bekangen. Hätte der Dich nach der Haltestelle geschnappt, wäre es zu recht teuergeworden, aber so...

Man kann ja auch niemand, der augenscheinlich besoffen ins Auto auf der Fahrerseite einsteigt wegen Trunkenheit am Steuer bestrafen, wenn der noch gar nicht losgefahren ist oder den Zündschlüssel ins Schloß steckt.

Der will ja vlt. nur etwas aus dem Wagen holen...

Vorgeworfene Tat begangen muss bestraft werden, aber wenn die (noch) nicht begangen wurde, dann denk ich, Widerspruch hat gute Chancen.

Sprich mal mit nem Anwalt, da kriegst Du fachkompetente Antwort und beim nächsten Mal haste einfach ein gültiges Ticket, dann gibbet keinen Stress.

:-)

Man kann ja auch niemand, der augenscheinlich besoffen ins Auto auf der Fahrerseite einsteigt wegen Trunkenheit am Steuer bestrafen, wenn der noch gar nicht losgefahren ist oder den Zündschlüssel ins Schloß steckt.

Genau das hab ich mir auch gedacht, und selbst wenn er fahren wollte, und dann z.B. die Polizei kommt BEVOR er losfährt, und sagt "sie sind betrunken" und er daraufhin sein Auto stehen lässt, ht er auch nichts falsches getan, obwohl er es wollte, er hatte halt rechtzeitig ein Einsehen!

Auf jeden Fall werde ich das nächste mal wieder ein Zusatzticket kaufen, sowas vergisst man echt nur einmal!

@Deamonia

Na, ich denke, wenn der Schlüssel steckt, spät. wenn der Motor gezündet wird, ist es mit der 'Einsicht VOR Fahrtantritt' vorbei. Wenn der aber, wie gesagt, nur was aus dem Wagen holt, kann er das auch sternhagelvoll machen...

Beruf Dich auf das, was auf dem Ticket steht: Vor Vohwinkel. Widerspreche schriftlich mit Angabe Deiner Kundennummer bzw. einer Kopie Deines Tickets. Das sind die Fakten: Du bist innerhalb des Gebietes und damit nicht schwarz gefahren - Punkt. Und mehr nicht! Wie das Ziel Hbf Düsseldorf auf das Ticket kommt? Keine Ahnung!

Lass die Story von wegen gezwungen worden etc. völlig weg. Hätte er das nämlich wirklich getan, wäre das eine strafbare Handlung gewesen. Du bezichtigst ihn einer strafbaren Handlung, kannst es aber nicht beweisen. Diese Behauptung kann Dir eine Anzeige einbringen.

Kontrolleur zu sein ist kein schöner Job und wird oft von Menschen gemacht, die sonst keine Chance haben. Die kriegen dann Mordsdruck von oben, damit sie erfolgreich sind, nämlich viele 40 € Tickets einfahren.

... außerdem wärst du doch 'weitergefahren', wenn dich der Kontrolleur nicht so deutlich darauf aufmerksam gemacht hätte!

Nur wenn du vor einer Anfrage des Kontrolleurs ausgestiegen wärst und dir dann noch ein Ticket für die Weiterfahrt gekauft hättest, wärst du jetzt `fein raus´!

Aber so geht nix!

Du hast dein Fahrziel eindeutig mit "Düsseldorf" benannt. Dorthin aber reicht deine Karte nicht. Alles andere ist also eine "Erfindung" - früher aussteigen...

Tipp: Diese Sache dem "kassierenden" Unternehmen schriftlich genau schildern und um Erstattung der 40 € bitten.

Deamonia durfte nicht aussteigen......

Wie Dein Nick sich schon schreibt. Besserwisser. Denn auch wenn ihm ein Fehler unterlaufen ist, kann er es nachher auch Vorlegen. Und ich denke mal nicht das Deine Antwort hier ausreicht. ha ha ha. Vor der Grenzzone hat er ja gezahlt und nicht danach. Wer lesen kann ist klar vom Vorteil.

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